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Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

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ich Hausfrau bin, auf Ehrenwort eine Tasse trefflichen, star-
ken Kaffee bei mir trinken.
gahling. Gott schenke Ihnen bald einen Gatten! Ob-
gleich ich Niemanden kenne, dem ich all diese Sch�nheiten und
Tugenden g�nnte. Also blicken Sie her! Also Bronze. In
diesem ...
Marie (mit z�rnender Miene, rasch). Was ist Bronze, mein
Herr? !
Auguste. Aber Marie, kannst Du denn nicht zwei Mi-
nuten ernst sein?
Marie. O wie ein Gensd'arme!
Zahling. Bronze, liebensw�rdiges Fraulein, ist Kupfer
mit Zinn, zuweilen auch mit Zink, Messing legirt; die sch�nste
ist nicht vergoldet, wie Sie hier an diesen Arbeiten sehen.
Marie (wie oben). Was ist ciselirt, mein Herr?!
Kaufmann Herzen. Marie, wenn Du nun nicht artig
bist, so mu�t Du n�chstens wieder �Antigom" sehen!
Marie. Vrrr! Nein, lieber will ich denn doch K�nig
sein, und meinen Humor unterdr�cken. (Sehr freundlich.) Bitte,
was ist ciselirt, mein Herr?
Zahling. Wenn das Metall in eine Form gegossen wird,
wirst es Blasen, theilt sich nicht �berall vollkommen mit und
zeigt die N�hte der aneinandergebrachten Formen. Nun wird
der Gu� ciselirt, das hei�t: gereinigt, gegl�ttet, erg�nzt, voll-
kommen gestaltet. Das ist schwere Kunst. Denn es kommt
oft vor, da� einer gegossenen Figur ein halber Finger, die
Nasenspitze fehlt, da� sie am Kopf, Hals oder an den F��en
au�erordentlich leidet.
        
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