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Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

Der Stralower Fischzug.
Du freundliches Fischerdorf, das du mit deinen blanken Gar^
tenh�uschen und Pavillons so vergn�glich in den Spiegel der
Spree blickst, als w�rst du ein junges , liebeitles M�dchen :wie
viel graue und blutige Geschichten , wie manche bunte Sagen,
wie viel curiose Dinge m�gen dle pl�tschernden, klatschenden
Wogen des Rumluelsburger Sec's deinen Aeckern und G�rien
erz�hlen! Du h�bsches, lebenslustiges (5nkelchen ahnst nichts von
demer ernsten, wilden Urmutter, von oer Ahnfrau deiner H�tten,
die nicht leiden mag, da� eine l�ndlich einf�ltige Sch�nheit, wie
du, im Umgange mit so flotten, gottlosen, modernen St�dtern
lebt und darum allj�hrlich unter diesen ihre Opfer w�hlt, sie in
der Spree ers�uft und hohnlachend inihre Todtenkammer schleppt.
O k�nntest du die Ahnfrau deiner H�tten einmal sehen , wie sie
um Mitternacht bei Sturm und Regen auf demKirchthurme sitzt,
wie ihre grauen Haare flattern, ihre slawischen und sklavischen
Knochen klappern, wie sie nach Berlin blickt, die H�nde faltet
und den ehrw�ldigen Kopf sch�ttelt, da� die Mutter Maria und
die Heiligen so hoff�rtiges, spieleriges, lasterhaftes Volt leben
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