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Zweiter Band Herr Rentier Buffey

Full text: Zweiter Band

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dankt, hatte sich als Tradition von ihm am l�ngsten erhalten.
Ich verdanke sie, wie �berhaupt Vieles in Bezug auf meine ber-
linischen Genrebilder, meinem Freunde, dem geistvollen Litera-
ten Dr. Wilhelm Fischer , gegenw�rtig Redacteur der Mainzer
Zeitung. Dieser war es, der den Vuffey'schen Proze� und �hn-
liche Berliner Sarka�men mit unnachahmlichen Humor vortrug,
durch den ich auf den reichen Schah des Volkslebens merksam
gemacht und zu seiner Ausbeutung bewogen wurde. Da� sich
Herr Rentier Bujfey imLaufe der Zeiten �ndern, da� er sich im-
mer auf der H�he der Bildung eines jeden neuen Jahres stellen
m��te und gegenw�rtig sogar, wie die meisten B�rger Deutsch-
lands, Anstandshalber f�r den gem��igten Fortschritt zu k�m-
pfen gewillt ist, versteht sich von selbst. Eine gewisse gutm�thige,
gl�ckliche Beschr�nktheit ist ihm indessen immer geblieben , und
man darf ihm noch heut das Pr�dicat eines gebildeten Untertha-
nen geben , so heftig und unvorsichtig er sich auch zuweilen gegen
einige, von ihm verkannte, allerh�chftweise und ehrw�rdige Re-
gierungs
-
und Clerus
-
Maa�regeln �u�ern mag. Er geh�rt
nun einmal zu den gem��igten Liberalen ,und es ist daher wohl
einigerma�en zu entschuldigen, wenn ihn die, durch die Vo�ische
Zeitung erreichte Kenntni� der Zust�nde und seine edle politische
Gesinnung, zuweilen zu einer etwas scharf accentuirten Bemerkung
und zu einer unverhohlenen Petition fortrei�t. WaS er war,
werden wir sogleich sehen ;waS er ist, sp�ter.
        
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