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Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

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B�ume fort, uns wie ein Geist finsterer Jahrhunderte an, der
seine Macht wiedergewinnen m�chte.
�
Droben der Himmel und unten die Menschen stecken ihre
kleinen Sterne an, und dort wie hier m�gen sie Selige um-
schw�rmen. Selige , welche die Erde und ihre Sorge vergessen
haben. Stralow sieht wie eine Weihnachtsbescheerung aus ;auf
der Spree schwimmen Tausende von Lichtern umher und spiegeln
sich in der Fluch; Gesang und Musik ert�nt von fern und nah,
und noch sind die Berliner so lustig, als ob es kein Morgen
g�be, als ob alle Zukunft Vergangenheit w�re! Sie bleiben
auch noch lange Zeit so , denn nur Wenige fahren in Fiakern
und Equipagen nach Hause ; die Masse tanzt und jubelt spater
in den Tabagien der Residenz ,str�mt ihr zu Fu� zu, oder packt
sich in einen Charlottenburger , welcher jede Person f�r ein klei-
nes Zweigroschenst�ck durch all den Sand und Trubel in die
Heimath tr�gt.
Wir wollen nicht, bevor wiruns der Wallfahrt anschlie�en,
rechts oder links in das Geb�sch treten, welches Treptow um-
gibt. Da sind ganz einsame Pl�tzchen , heimliche Wege, da ist
verschwiegener Rasen , da funkeln blos die Sterne am Himmel
durch das dunkle Laubdach , und da kann man nicht wissen,
wen man st�rt. So gern ich mit anh�ren m�chte, was der flotte
Tischler, der flinke Schneider , der eisenfeste Grobschmied und der
kecke Maurer seinem Liebchen zu sagen hat : ich schleiche ihnen
doch nicht nach, denn es m�chten da Geheimnisse aufgedeckt wer-
den, die vielleicht f�r den Dritten gef�hrlich sind, �ber Sein
oder Nichtsein entscheiden. Wer neugieriger und weniger �ngstlich
        
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