Path:
Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

32
Wei�bier mouffirt, Teller und Gl�ser klappern und klingen; die
Menschen essen, trinken, rauchen, spielen, singen, schreien, ju-
beln, zanken und pr�geln sich; droben das feurige, liebende
Auge Gottes
� das Andere hat er f�r die Todten zugedr�ckt �
blickt freundlich und immer freundlich auf Hoch und Niedrig,
auf Laster und Tugend, Ha� und Verachtung, Wuth und Rache,
auf Liebe und Demuth , Freude und Schmerz herab. Wir Men-
schen sehen taglich durch Tod und Schicksal, Leidenschaft und
Ved�rfni�, wie nichtsbedeutend dem ewigen Geiste die Unter-
schiede sind,mit denen wir eingebildeten Thoren....
,,Au!" � ,,Verzeihen Sie!"
Der muntere S�nger stand in Gedanken ;es wollte sich eben
ein Lied in seiner Seele dichten , als er im Gedr�nge etwas un-
sanft ber�hrt wurde. Und mit Recht, denkt er.' Denn hier ist
Ihat, hier ist Leben, hier ist Wirklichkeit; sei nicht so �beraus
Deutsch, Dir die kleinste Freude durch Gr�beln zu verbittern.
Zum Sinnen ist Zeit in der stillen Klause , und dort sitzt Dir
kein Beamter im Gehirn , der ex offieio die werdenden G�tter-
kinder, die Gedanken, erw�rgt. Gott ist gerecht, drum be-
darf
,,Au!" � �Nehmen Se't nich �bel, de� ich anst��ig
wurde. Sie dachten �ber Etwas nach , aber hier d�rfen Sie
nich denken! "
Man eilt dem User zu. Ineiner Gondel, auf deren Flagge
der schwarze preu�ische Adler stiegt, und mit den scharfen Augen
Friedrichs des Gro�en umherblickt, fitzen die Prinzen und Prin-
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.