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Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

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Geld hat, wie Das luftig ist!Und doch klagt das gemeine Volk
ohne Aufh�ren �ber seine Armuth, und hat wohl gar so viel
Ansteckung vom Zeitgeiste, der feineren Welt die bessere Eristenz
zu mi�g�nnen."
,,IDu verdammter vornehmer Schurke !" ruft der Schu-
fter und springt auf. �Was sagt der feine Esel? Wie DaS
Geld hat, wieDas lustig is, das jemeine Volk?IDu Ha-
lunke Du; mach', da� Du fortkommst, oder ich lege Dir einen
F�nfdhalerschein auf Dein d�mlichet Iefichte, de� Du vier Wo-
chen dran zu wechseln haben sollst ! Was Dir, abjetrocknete,
verlebte Menschheit, t�glich Dein Jagdhund kost't, davon bin
ich, ein Mensch, un mein Weib un meine Baljer selig! ttn
ich mu� von Morjens F�nwe bis Abends Neune arbeiten , de�
mir der Schwei� von de Stirn l�uft, un mu� doch accurat so
viel f�r's Pfund Fleisch jeben wie Du, Hallunke! Ick j�nne
Dir Dein besseres Leben, aber wir sind nich jemein, sondern
die sind gemeine Schufte, denen unser Elend ileichj�ltig is, oder
die jar noch dr�ber spotten !"
,,Aber, V�terchen!" mahnt das �ngstliche Weib wieder,
zieht ihn sanft zur�ck und sch�mt sich vor den Umstehenden , die
sich eben so schnell zerstreuen, als die Neugier sie herbeigelockt
hatte. Die feinen Herren sind im Gew�hl verschwunden, und
der hart angefahrene Sprecher hat sich wahrscheinlich vorgenom-
men , sein Gef�hl f�r Menschenwohl , seine N�chstenliebe, seine
liberalen Gedanken k�nftig nur unter Seinesgleichen, unter G e-
bildeten laut werden zu lassen.
Die Feuer prasseln lustig weiter, die Kessel dampfen, das
        
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