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Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

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und portativen Restaurationen prasseln Feuer , auf denen gro�e
Kessel und Pfannen stehen; r�stige, hochaufgesch�rzte Frauen
und Dirnen r�hren mit dem Kochl�ffel darin und k�nnen kaum
so viel Speise fordern , als die G�ste ou P2552M und auf Sche-
meln und B�nken begehren. Die dicken Wei�bierfiaschen und die,
mit den verschiedensten Etiquetten versehenen Vranntweinflaschen
stehen zu Hunderten aufgepflanzt. Die Fu�g�nger , Vornehme
und Arme, dr�ngen sich durch die wandelnden Tabagieen und
Gl�ckbuden , die von W�rfelnden und Zuschauern umringt find.
Die feisten Kerle mit ihrem Saurengurken
-
Fa� , die Gamins
mit dem Cigarrenkasten und einer dampfenden Lunte, Weiber
mit Obst- und Kuchenk�rben durchschneiden das Gew�hl, ver-
gr��ern mit ihren Anpreisungen den L�rm. Die Schiffer am
Ufer schreien auch hier ihr �Alleweile!"mit heisrem pensions-
f�higem Ba�; Musik, Gesang und Gez�nk, Schreien und �ber-
lustiges Aufjauchzen ert�nt von allen Seiten. Die Lagernden
und Sitzenden foppen die Vor�bergehenden , diese Jene. Der
Tabacksdampf zieht in blauen Wolken �ber die Spree. Ein
Klempner verkauft Medaillen und Sterne zum Andenken an den
heutigen Fischzug 5 man begegnet Hunderten mit solchem Sechs-
pfennigs-Orden geschm�ckt, und w�rde dar�ber lachen, wenn
es das kluge Volk nicht selbst th�te. Betrunkene wanken umher,
w�lzen sich mit seliger und unseliger Miene im Grase ; Trin-
kende stehen davor und schauen sich mit vieler Hheilnahme das
Spiegelbild ihrer n�chsten Zukunft an. Hier, auf der Bank vor
einer der elegantesten Buden sitzt eine stattlich geputzte B�rgers-
frau. Der Militair, welcher sich neben ihr auf einem wei�en
        
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