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Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

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,,Na, nu seh' Eener!" schreit ein Maurergeselle, der die
Erz�hlung detz Herrn Neumann mit angeh�rt hatte. �Det is die
Ieschichte von die verlorne Frau un den ufjedhauten Feldwebel.
Hier hat Eener seine Frau verloren! Mirpaffirt so
wat nich. Wenn ick jewu�t hatte, det ick so 'n Zl�ck haben
k�nnte, denn h�tt' ick meine Frau raus jebracht nach Stralow.
Aber so laa� mir Eener morjen fr�h zu Hause kommen , da sitzt
sc janz jewi� wie'n Proppen in't Vette un f�hrt mir an, warum
ick so lange bleibe."
Wir sind endlich auf der Wiese hinter der Kirche, auf dem
Centralpunkte des Volksfestes.
Wie beschreibe ich den ersten Eindruck, den diese Scene von
Tausend Gruppen, dieses lebende Bild von tausend lebenden
Bildern, dieses tobende Gemenge von Rastenden, Zechern, Ver-
k�ufern, Speisenden, Spielern und Schaulustigen, das gleich
tolle Gegen�ber und die gondelbunte Spree darbietet? Man
denke sich auf gr�nen Inseln die Lager zweier Freuden
-
Heere,
welche gegen die Langeweile zu Felde gezogen sind, und �ber den
zwischen liegenden Wasserspiegel hm in jubelnder Corresvondenz
und Anfeuerung bleiben.
Vor uns auf kleinen H�geln und in deren Vertiefungen ha-
ben sich M�nner und Weiber, M�dchen und Buben gelagert z
Servietten sind auf den gro�en gr�nen Tisch der Wiese gelegt,
aus mitgeschleppten Korben , Kobern und Strickbeuteln werden
Messer und Gabeln , L�ffel, Teller, Flaschen, Wurst, Braten
und K�se genommen, und unter Luft und Scherz Hunger und
Durst und mehr als Durst gestillt. Rechts neben den Buden
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