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Zweiter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Zweiter Band

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wieder) Eonditer! Ieben Se mir mal 'ne Flasche Lik�r! Ne
ja nz e,keen Schoppen !Un 'ne Schinkenstulle dazu, Kuchen will
ick nich, der is mir zu fein! Ick bin jrob, jrob h �lt besser.
Ick bra uch e keenen Kuchen zu e�en, nu jr a d e nichi lErkehrt um)
Un wenn Sie sich uf 'n Kopp stellen, ick e�e keenen Kuchen!
(Turkeltweiter) Der Mensch verdirbt mir den Magen, UN ick brauche
mirnich den Magen verderben zu la�en! Ick binPietsch! (Schnell)
Heute Pietsch , morjen Pietsch , �bermorjen Pietsch , det andre
Monat Pietsch, un weun't Jahr um is: noch Pietsch; Kar-
tundru ck e r bin ick, in de Reezenjaffe wohn' ick, un de Welt
veracht' ick. Lacht nich, domme Iongens! (W�chend) Lacht nich,
oder ick bringe Euch nach de Rejierung !Ick la�e Euch so lange
rejieren, det Ihr nich mehr wi�t, wo Euch der Kopp steht! So
'ne Re jie r un g!Iierung!Die rejiert immer zu un
�
un
�
(Erblickt fragend auf) ... w o rumm e n eejentlich ? W oru m me n ?
(turtelt weiter) Wir haben ihr ja jar nischt jedhan. (Er steht am
Schauspielhaus�) Des is des Th ea t er. Da is Kistneer drinn.
DeS is hier aber nich, wo's Publikum rinjeht, deS is hier der
Hintere Einjang. Hier jeheu Die rin, die Kun st machen , die
Schauspielers. (Er pocht gegen die Th�r) Schauspielers, macht uf,
hier kommt eine Iaftrolle! (Er pocht mitbeiden Fausten) u fmachen !
Ick bin de Lind'ten ihr Cousin, ick willDausend Dhaler haben :
zuVrod! Ick willEuch wat vorsingen, ick habe eine sehr
starke Stimme. (Er schreit f�rchterlich) Na? Wie is et mit die Dau-
send Dhaler? Erst kommen Die, die schreien, nachher Die, die
singen. (Pocht) Ufmachen !Ick bin en Trauerspiel, ick habe Hun-
ger!Ich erloobe ooch , de� en Verwandter von mir vorkommen
        
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