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Zweiter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Zweiter Band

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�Ich danke Dir!" sagt er, ,,un Dir? "� ,,O ich danke
Dir!" sagte ich. Darauf sagte Rennebohm :�kann ich Dir viel-
leicht mit einen Gittern aufwarten? "� ,,Nee," sagt' ich, �ich
danke Dir, ich habe mich einen Anis mitgebracht." Darauf jreif
ich in de Rocktasche un hole meine Carline raus, un jie�e einen
hinter de Binde. .,Er schmeckt Dir woll? " sagt er. ,,Ia!"
sage ich. Nennebohm nimmt also ooch einen, ich nehme ooch noch
einen, und Nennebohm nimmt ooch noch einen. Det is jut!�
Nu jesellte sich da ein Mensch zuuns, der nimmt ooch einige; wir
unterhalten uns, wir kommen in Streit, un der Mensch schimpft
mir in der Hitze des Iespr�chs : ,,F a n sch on !
"Nu sehn Se,
Herr Kultater
�
ick bin ein Mensch wie ein Kind, wenn mir
Eener in'sIesichte spuckt und sagt: et rejcnt ! so jlob ick't; wenn
aber Eener Fanschon zu mir sagt, so steigt mir die Halle in's
Iebl�te, un ick werde �rierlich ; denn sehn Se, Herr Kultater,
Fanschon des is ein Hundcnmne; denn ick habe mal bei'n Com-
merschenrath jearbeet't, un der hatte einen Hund, un dieser Hund,
der hie�: Fanschon. Und ein Hund, Herr Kultater, das is eine
Th�le � und ich kann doch unm�chlich keineThole nich sind!
�
Ick jeh also auf den Menschen, der mir Fanschon ieschumpfen
hat , druf zu, un frage ihm :�Haben Sie uf mir Fanschon je-
sagt? "� ,,Wie so? " sagt er. Also nu werd' ick unanjenehm
und steche ihm Eine. Er stecht mir wieder Eine, darauf stech' ich
ihm noch Eine, un darauf stecht er mir ooch noch Eine, un wie
wir so in besten Stechen sind, so kommt mein Freund Rennebohm
und stecht uns alle Veede Eine, un fuhrwerkt mit uns vor de
Dh�re raus, so da� wir uns verheddern, un jrade inden Renn-
        
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