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Zweiter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Zweiter Band

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Die blutige Nase.
(Ein Handlang� ist vor Gericht gefordert, weil er einem Andern die Nase blutig ge-
schlagen hat; als ihn der �uskultator vernehmen will,erz�hlt er Folgende� :)
Handlanger. Ja schn Se, Herr Kultater, eS war jradean
einen Sonntag, un't war en starker Nebel, so steh' ick in mein
Logis un denke vor mir:Kielmeyer, denk' ick, wo d�melften heute
hin? Na, denk ick, du wirscht rausd�meln vors Oranjenvurjer-
Dhor zu Rennebohmen. Iut. Iesagt, jedahn! Ick seh aus't
Fenster raus ; ick denke : ziehst de dir dein bunte Kartun'ne an
oder nich? Na, denk ick, det Wetter is halweje, et fallen keene
Camisbrodte von Himmel, du wirscht dir deine Kartun'ne an-
ziehen. Iut! � Wie ick runter komme un bin kaum 'ne Ecke
jejangcn, so drippelt's. Schwerebrett ! denk' ick, du kannst doch
woll mch in deine Jacke jehen, du wirscht dir deinen blauen
Rock anziehen
�
det hee�t nich den hellblauen ,Herr Kultater,
sondern den den ick in de Neezenjaffe von Abrammen jekoofthabe,
det hee�t eigentlich von Eva'n, denn er war nich zu Hause
�
un
sehn Se, HerrKulkater, ick kehre richtig um, un ziehe mir meinen
Rock an.
Auskultator (unwillig). Zum Teufel, weiter! Das geh�rt
ja nicht zur Sache.
Handlanger. Ja woll, Herr Kultater ! Ick kann doch
nich ohne Rock jehen?
�
Also ick gehe nu mit meinen Blauen
un komme richtig raus zu Rcnnebohmen, un falle bei ihm rinn.
Ick sage zu ihm : ,,Iun Dag, Rennebohm '. "sag' ick. � �Iun
Dag, Kielmeyer!"sagt er. ,,Wie jeht's Dir?" frage ich ihm.
        
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