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Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

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H�hnen, die zu Hunderten kreuz und quer �ber die Spree
ziehen.
Wir setzen unfern Weg nach der Kirche fort.
,,Eigaro's mit �vee 6u leu!" ert�nt e� von dieser Seite;
,,Saure Iurken, meine Herren!" von jener. Wenn der st�m-
mige Mann mit dem reinlichen Fasse lange Zeit Niemand herbei-
locken konnte, der sich den Durst mit einer erfrischenden Gurke
loschen will,so dreht er seinen Ausruf um und schreit mit dem-
selben ernsten Geficht: ,,Saure Herren, meine Iurkcn!"
Ein Schw�rm Schusterbuben kommen Arm in Arm, sto�en
'Alles von der Seite, was sich ihnen n�hert und br�llen ein Lied.
Der Dichter fl�chtet in's Geb�sch und denkt:
Selbst die Sonnenstrahlen zittern,
Wenn sie Schufterjungen wittern!
Sobald die Reihe der Lust- und Gasth�user zu Ende, ist
man dicht am Ufer der Spree, und nun �ffnet sich pl�tzlich die
Aussicht auf Treptow und auf das eben so dichte und bunte
Menschengewimmel wie hier. W�re die Spree selbst nicht mit
den vielen Gondeln geschm�ckt , m�chte man sie f�r den breiten
Spiegel und Treptow f�r das restective Bild des Fischerdorfes
halten; denn es will einem kaum zu Sinne, da� aus einer
Stadt so viel Tausend Menschen hier herausziehen konnten.
,,Alleweile! Alleweile!" schreien die Schiffer, welche mit
ihren K�hnen unabl�ssig von Stralow nach Treptow, von Trep-
tow nach Stralow rudern und jedes Mal Drei�ig bis Vierzig
Menschen bef�roern.
,,Ach wat alleweile!" antwortet ein luftiger Geselle und
Verliner Volksleben. II. 2
        
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