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Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

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tosende Gew�hl bis zur gr�nen Insel, auf welcher die alte, ro-
mantische Kirche steht. Vorhn aber werfen wir einen Blick
rechts in die Gast und Lufth�user, deren G�rten fammtlich bis
zur Spree f�hren , und ebenfalls mit Menschen �bers�et sind.
Vorn, in den K�chen , wirdgekocht und gebraut ; riesige Kaffee-
kannen weiden umhergetragen, Tassen und Gl�ser klappern und
klingen, und durch das Wirrgeschrei der Menge tont von Zeit
zu Zeit die Musik von H�rnern, Violinen, Harfen und Trom-
peten. Wer seinen guten Platz hat, der kann lachen, sagt der
Berliner, denn das Lachen ist seine Seligkeit: gerade weil er
so ernst und th�tig bei seiner Arbeit lst, well er so mancherlei,
so schwele Sorgen hat.
Und es gew�hrt heut in der N)at Vergn�gen, hier einen
guten Platz am Ufrr der Spree zu haben. Was die Strahlen der
Auqustsonne zu vi�l thun, k�hlt der breiteFlu� und der f�chelnde
Zephvr, den die freien Felder jenseits Treptow her�bersenden.
Man sitzt unter gr�nen B�umen oder in Lindenlauben, unter
lauter fr�hlichen, jubelnden Menschen, die das Joch der Civili-
sation abgesch�ttelt haben und sich deren gute Laune zu Nutze
machen. Die Hausfrau lacht, wahrend sie Kaffee einschenkt, �ber
die Schmeicheleien des Freundes, von welchem sie recht gut wei�,
da� er eigentlich die h�bsche achtzehnj�hrige Tochter meint. Diese
untelh�lt sich mit der weniger h�bschen Freundin von einem
ganz Andern, dem sie vielleicht noch heute in Stralow begegnen
wird, und der Hausvater hebt sein J�ngstes , den kleinen Buben
auf den wei�en Tisch und l��t ihn sich wundern und freuen �blr
die bunten, luftigen Fahnen und Flaggen an den Gondeln und
        
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