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Zweiter Band Der Schützenplatz

Full text: Zweiter Band

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kuch5N !� Haben Se de Jute, Mamsell , wieder zu sehen ! Ein
Mal is kein Mal! Wer Il�ck hat, jewinnt!
Knopfmacher Pote. Hurrjises, is des aber hier en Spek-
takel! Man kann sein eijenes Wort nich verstehen.
Susanne. DeS jeht noch, aber des viele Schie�en da links,
des is mir unanjenehm.
Madame Pote. Ja, es ist eijentlich sehr unrecht, da� die
Leute so schie�en, wenn Sch�tzenplatz is.
Brumowskh. Ides jinge noch, aber immer mit'n Knall !
De� sich des die B�chsen nich abjew�hnen k�nnen !
Gerichtsbote Neelig. Dieses jeh�rt in dem Forstwesen,
und Sie scheinen nicht unterrichtet zu sein, wenn Sie solcher Be-
merkungen machen.
Susanne. Was is' denn des da vor'n Vogel da hinten uf
de Stange, nach den se schie�en?
Brumowsky. Des k�nnen Sie bei mir sehr sch�n haben.
Dieses ist ein Piepvogel, welcher zu der Iattung der Raubv�gel
jez�hlt wird, indem er sich n�hrt, ohne ein Iewerbe zu dreiben.
Es is ein Adler. Seine Heimath is Treuenbrietzen, wo er sich us
deIebirge so lange rumdreibt, bis ihm wat ufsto�t. So wie ihm
wat uffto�t, so kneift er seine beeden Fortepiano's zusammen un
schie�t uf sein Opfer runter mit dem Iedanken, es so lange zu
picken, bis es seinen Ieist aufjibt. Zu dieses Opfer nimmt man
jew�hnlich ein Schaf, und es ist kein unjew�hnlicher Anblick, da�
man einen Adler auf einen Schafskopp sitzen sieht. Sobald dieser
Piepvogel nu bemerkt, de� sein Opfer verschieden is un des Schaf
Abschied von dieser Welt jenommen hat � Thoren nennen es
Perlin� Volksleben ll. 12
        
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