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Zweiter Band Ein Heirathsantrag in der Niederwallstraße

Full text: Zweiter Band

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Kleisich. Na meintswegen uf'n andern Dag, janz nach
Ihrer Bestimmung. So � (Vr f�hrt ihm seine Tochter zu)
�
reichen
Sie ihr die Hand und jeben Sie ihr den ersten Ku� der Liebe.
(Sehr zufrieden mit sich) So !Nanu, Aujufte, de Chvklade !
Mad. Kleisich. Ileich?
Kleisich. Un Kaffekuchen dazu !
Mad. Kleisich. (Indem sie geht) IS schon jeholt.
Kleisich. Ne h�ren Sie mal aber, Herr Schwie
Vornike. (Niest) Prosit!
Kleisich. Ich danke! Herr Schwiejersohn, ich h�tte mir
des doch nich jedacht, de� man so zerstreut durch Ihrem Iesch�ft
werden kann. Ich war janz erstaunt, wie Sie um meiner Fran
anhielten, ich habe des nie vor m�glich jehalten, de� man so zer-
streut sein kann. Bei eines so wichtigen Momentes noch dazu !
(Madame Kleisich bringt d�e Chokolade und schenkt ein) Un denn bltt' ich,
mit des K�ssen vor heute einzuhalten. Sie jeben ihr mehrere erste
K�sse der Liebe, und wenn man erst anjehalten hat, schickt sich des
nich. Sie k�ssen ihr aus Zerstreuung immer zu, des is nich er-
laubt. Haben Se de Jute , jetzt eine Tasse Choklade mit uns zu
drinken. Hier, die verjoldte Tasse is ihre, Herr Brieftr�ger.
Vornike. Ich danke Ihnen, ich werde sie nachher mit-
nehmen.
Kleisich. Ne, mitnehmen nich; Sie sollen blos daraus
drinken.
B ortt ike. Ja wohl! (Er brummt die Melodie des Liebes :�Ueber
die Beschwerden dieses Lebens," und schl�gt dazu mit dem Theel�ffel auf die Tasse.)
Mad. Kleisich. (Steht am Fenster) H�r' mal, Carline!
        
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