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Zweiter Band Ein Heirathsantrag in der Niederwallstraße

Full text: Zweiter Band

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hinreichende W�sche, einige birkene Meebeln , eine Wieje , etwas
K�chenjeschichten un 150 Dhaler baar. Sind Sie zufrieden?
Vornike. Diese Dochter is janz hinreichend ;ich heirathe
Ihre Mitjift.
Kleisich. Ne, Sie haben sich versprochen ;Siehaben meine
Dochter und de Mitjiftumjedreht. Na des is nu jleichvielz nu
bitt' ich als Vater um meiner Dochter bei mir anzubalten.
Vorn ik e. Sehr jern!Herr Kleisich
Kleisich. Ne aber erlauben Se mal, des macht sich nich.
Haben Sie erst der Jute, den Theel�ffel hinter Ihr Ohr wegzu-
nehmen , denn sonst verliert es an W�rde , des Feierliche des
Augenblicks.
Vornike. Ach ich bitte um 6^/4, um Entschuldjung wollt'
ich sagen. Reine Zerstreuung ! (Er legt den Theelosscl auf seinen Hut)
So ! (Sick, verbeugend) Herr Stubenmaler Kleisich , wenn Sie und
Ihr Fr�ulein Dochter Nichts dajejcn haben, so bitte ich erjebenst
um die Hand Ihrer Frau Iemahlin Carline. Ich wei�, da� sie
mich liebt, und ich verspreche Ihnen, de� Sie an meiner Seite
ein gl�ckliches Leben f�hren soll.
Kleisich. Des is so weit recht jut, bis uf des, de� ich des
unm�glich zujeben kann, de� Sie meine Frau hciratben. Aber es
is nat�rlich, de� Sie um meiner Frau nur in der Zerstreuung
angehalten haben. Sie wollen meine Dochter Carline un Sie
sollen ihr kriejen. Den Donnerstag kann Verlobung sind ; bis
dahin sind de Ringe fertig.
Bornike. Da kann ich aber erst sehr spat, Donnerstag ist
ein schlimmer Tag f�r uns, da kommt Ru�land.
4 H
        
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