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Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

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Hautboiften wie Sergeanten,
Stellenweise Ofsizianten ;
Klemvnernleifter, S�nger, K�ster,
Nadler, Sattler und Magister,
B�rstenbinder, Balgentreter,
Der Soldaten lust'ger Schw�rm,
Tambour, Pfeifer und Trompeter
Die Geliebte in dem Arm :
Kurz, das lebende Berlin
Sicht man hier nach Stralow zieh'n !
Und nun sind wir Alle da,
,,Nu is't jottlich, heissassa !"
Dicht vor dem Fischerdorfe, auf einer fetten Wiese zwischen
der Spree und dem Fahrwege von Berlin, stehen in un�berseh-
baren Reihen , die herrschaftlichen und Lohn
-
Fuhrwerke , deren
Kutscher von jungen und alten Marketenderinnen auf das Ange-
nehmste unterhalten werden. Da wird, aus der kurzen Pfeife mit
gro�em Kopfe blaue Wolken in die L�fte sendend, immer nur f�r
sechs Pfennige des gebrannten Weines genossen, aber inkurzen
Zwischenr�umen und in heiterster Stimmung. Es d�rfen, wiesich
von selbst versteht, die Wagen nicht in das Dorf hinein , und so
feiern Fiaker und Kutscher denn hier im Entr�e Stralows ihren
eigenen Fischzug. Sie kosen in ganz ungenirter Weise mit den
M�dchen und Frauen, die in gro�en Korben E�- und Trinkbares
umhertragen ;werfen ihnen vielleicht gerade einen h�chst verliebten
Blick zu, w�hrend sie eine au�erordentlich langeKnoblauchswurst
in den Mund stecken, oder halten mit der linken Hand die Dirne
umschlungen, w�hrend die rechte ein Spitzglas doppelten K�mmels
gen Mund f�hrt z sie scherzen sehr verst�ndlich, singen und lachen.
Dabei ist zu bemerken , da� selbst mitten unter den kr�ftigsten
        
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