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Zweiter Band Der ächte Nante

Full text: Zweiter Band

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Reden jreift meine unjewohnte Kehle an � kurz darauf also,
nachdem ich Mensch jeworden war, un nat�rlicher Weise die erste
elterliche Keile des Lebens �berstanden hatte , schickte mir mein
Vater , uf franz�sch : mo� pvpe , in die Schule. Hierin lernte
ich nischt,
�
und wurde mit einer Eensur und vielKeile baldigst
entlassen. Das war jut, was nun ? Nun starb mein Vater und
meine Mutter jung in's Ausland, vielleicht nach Sch�neberg, in-
dessen unjewi�. Das war auch jut, was aber nun? Nun �ber-
lie� ich mir selber und studirte Stra�e, zettadier : ich wurde
Stra�enjunge. Ich machte Kutschen auf, machte sie wieder zu, �
nat�rlich sonst rei�t ein anderer Wagen den Kutschenschlag wech, �
kurzum :ich n�hrte mir rothlich. Ich drank damals noch Kirsch.
Denn in der Vl�the der Jugend liebt man das Ietrank noch;
im Alter nat�rlich , und bei zunehmenden Verstande neigt man
sich mehr zu K�mmel. Un richtig, ich neigte mir mehr zu K�m-
mel. Nu merkt ick aber, de� meine Moral abnahm, und dero-
wegen jing ich rau�er vor's HaU'sche Dhor in die Kinderanstalt
und lie� mir bessern.
Actuarius
Weiter, weiter!
Nante.
Ja, warten Se man, Herr Justiz, det wirdAliens kommen !
Ick kann doch nich jleich aus de Besserungsanstalt wechloofen !
Des kam erst sv�ter, als der Ruf an die J�nglinge von Preu�en
erjing, das Vaterland zu retten. Ich h�rte diesen Ruf und sagte
zu mir: Nante, du b ist ein J�ngling von Preu�en, du bist je-
bessert jenuch, jetzt rette. Un da rettettete ick. Ick jung mit,
        
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