Path:
Zweiter Band Briefe

Full text: Zweiter Band

190
PostskripS.
Wenn ick nich zu Hause bin, denn nimmt
mein Wird deBriefe an vor mir, der Wohnt
aber seit Michele nich mehr da. Aber da is
en Anderer.
IV.
Mahnbrief eines Schneiders.
Hochgeehrter Herr Adlijer!
Wie so, warum bezahlen Sie mir nich? Wie? Bin ich der
Mann, der drei Leibr�cke machen kann, ohne 1Iroschen davor
zu besehen? Ich habe ihnen doch in die Leibr�cke Futter jejeben,
worum wollen sie Mir nischt jeben, wodurch Ich mir Futter an-
schaffen kann? Wenn sie meine und meine Frau Ihre Umst�nde
kennten, wenn sie wi�ten;wie ick Mir um die Kinder un um
die �berje arbeet jr�men mus !sie w�rden in ihren Hertzen einen
Busen fier Rechtmee�igkeit zu schlagen haben und mir meine 62
prei�sche Dhaler bezahlen? Un �berjens willick ihnen man zu
verstehen jeben, da� ein Iott in Himmel lebt;der das Beese
bestraft und das jute betont, und darum nehmen sie Sich
in 8, det et Ihnen nich eeklich jeht, denn ob Adlig
oder nich, des is vor Iott Pomade, Von oder nich!! Vor
ihn is Allens einjal, K�nig oder Ieheimrath oder Schneider!
Det is da oben nich wie hier Unten, wo so'ne verrickte Zucht is,
haben sie Mir verstanden ? Ich habe ihnen doch einen Etat je-
macht, Herr Adlijer? Ilauben Sie, da� mir 3 St�ck Iesellen
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.