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Zweiter Band Briefe

Full text: Zweiter Band

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schlechten Wind haben Sie auf der See noch nicht gehabt , als
wie ich drauf wahr, und wahr meine Iesundheit eine Qual, denn
vierzehn Tage kam der Wind zur Schikahne, bis wir an das Ufer
jeworfen wurden, wo auch gleich Land war. Nun aber Keinen
Groschen. Holl�ndfcher Grund brachte mir bettelnd nach Berlin,
weil ich h�rte, da� noch ein Comedienhaus gew�nscht wurde,
und man nicht Komieken genug Kriegen konnte , und weil ich
immer lustig bin und Nichts habe, willich auch dazu geh�ren,
wozu ich mir Auch Anbiete. Sie Sind ein Gelehrter und allge-
mein beliebter Mann wegen Ihrer sanftmuth und edlen Sinnes-
art und Sie Werden insehen, da� ich Einer werden kann, und
werden mir schetzen. Namentlich bemerke ich, da� ich lesen und
schreiben kann. Auch find meine Orjahne ausgebildet und meine
Gestellkuhlatzionen immer sehr anst�ndig. Und immer lustig. Ich
bin derweile Werkmeister, weil er krank, und auch das Fieber hat,
so lange bis er Wieder Werkmeister ist. Als Solcher intrimiftisch
bitte ich um eine ergebenste Antwort.
Derweile Werkmeister,
mit Achtung und Diensteifer.
Friede Grobing.
III.
Briefeines Berliner Schuftergesellen an seinen
Freund inMagdeburg.
Ieliebter Freind !
Damit de stehst,det ick Dir nich verjeffe, schreib ick an Dir
        
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