Path:
Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

12
Und Rummelsburg und Treptow dr�ben,
W�hlt sich ein Jeder nach Belieben.
Ja , was Veine zum Gehen , Geld zum Fahren hat , zieht
hinaus durch die K�pnickerftra�e zum Schleichen, durch die
M�hlenstra�e zum Stralower Thore !M�nner, Weiber undKin-
der, oicht gedr�ngt, bunt durcheinander, zu beiden Seiten der
unabsehbaren Wagenreihe. Aus den Fenstern blicken Damen und
Herren dem luftigen Treiben zu, trinken ihre Schale Kaffee, rau-
chen ihre Cigarre. Die offnen Stellwagen der �Charlottenbur-
ger " und ,,Kremser" find mit vierzehn bis zwanzig Personen
belastet, und diese bleiben in jubelnder Correspondenz mit den
Fu�g�ngern. Man macht witzige Glossen �ber den Anzug, �ber
das Liebchen , �ber die Gro�e und �ber die schon abnehmende
F�llung der Schnapsstascbe, welche triumphirend geschwenkt wird;
�ber die Anzahl der Kinder, welche das luftigeFamilienhaupt und
die Vergn�gen erduldende Hausmutter umgeben 5 man lacht und
schreit , man willseinen freien Tag, seinen Fischzug voll haben,
die sch�ne lange Zeit bis zur Ankunft in Stralow oder Treptow
nicht verlieren. Die sanfte Blondine und die reizende Br�nette
im Fiaker muffen manche Bemerkungen �ber ihre Sch�nheit
hinnehmen, die ihnen von fiotten Gesellen zugerufen werden,
welche Arm inArm hinauswandeln und mancher z�rtlichen Er-
oberung inniederer Sph�re gewi� sind. Der Tischler , der ewig
feine, hat die anmuthig versch�mte N�hmamsell untergefa�t, spricht
aber nur selten ein Paar Worte mit ihr, sondern betrachtet wohl-
gef�llig, wie wei� seine Beinkleider, wie blank die Stiefeln sind,
wie citronengelb die Weste ist, wie die emaillirten Kn�pfe deS
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.