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Zweiter Band Eine ganz kleine Novelle

Full text: Zweiter Band

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Mad. Pinker t. Also Sie haben ooch Kinder, nu seh!
Ja, ich ooch, ich habe aber man zwee St�ck, die sind jetzt in de
Schule. Ach, h�ren Se mal, Puselchen, wissen Se was, ich
wer' mir mal jleich den Umschlageduch umbinden un den Hut
ufsetzen, un mit Ihnen jehen, um mir das Quartier anzusehen.
Pu se. Sch�n, des dhun Sie, Madam Pinkerten! Ick will
Ihnen Alles zeijen, wat ick habe. Vorne eene Stube mit een
Fenster un eene mit zwee Fenstern , denn kommt en langer Alko-
wen, der'n bisken finster is, denn kommt eine jro�e Hinterstube
mit een Fenster, denn kommt de K�che, die Ihnen sehr jut jc-
fallen wird, un denn is janz hinten noch 'ne Kammer , wo't
M�chen drinn schl�ft. Erlauben Se, des ick Ihnen beh�lftich
bin!� (Er hilft ihr das Tuch umnehmen.)
Mad. Pinkert. Bitte, bitte, ick danke Ihnen! Na, wenn
Ihnen nu jef�llig is?
Puse. Derf ick Ihnen meinen Arm anbieten, werthe Ma-
dam Pinkerten? So, fassen Sie mir unter.
Mad. Pinkert. (Indem sie die Treppe hinunterstngen) Sie sivv
sehr nobligant , lieber Puse , ich freue mir wirklichsehr aus un-
serer Ehe.
Puse. Bitte, ich mir auch.
Sie gehen in die Wohnung des kleinen Rentiers. Madame
Pinkert spielt die Aufmerksame und Liebevolle, l��t ihre beiden
Kinder aus der Schule holen, speist zu Abend mit ihrem Freier,
und zeigt viel taktische Kenntnisse, namentlich in Hinsicht auf
Angriffund Belagerung. Schon einmal hatte sichPuse auf solche
Weise �berrumpeln lassen, und in einer zehnj�hrigen ungl�ck-
Berliner Volksleben. II. 8
        
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