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Zweiter Band Eine ganz kleine Novelle

Full text: Zweiter Band

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wie wir darin Sympathie! Quetschkartoffeln mit Karmnade,
sehen Sie, des is vor mir eine wahre Wonne, un mit Sauer-
kohl un Bratwurscht kann mirEener in meine letzte Stunde noch
vergn�gt machen. Un wie ich Ihnen die beeden Ierichte koche,
da sollen Sie Ihre Freude dran haben. Sagen Se mal, wie ig
eS'n mit Hammelsteesch mit Vollen?
Puse. O, des e� ich auch recht jerne, aber recht saftig
mu� es sind, und recht viel Vollen.
Mad. Pinker t. Ja, versteht sich; un wie is es'n mit
Milchreis un Schweinebraten?
Puse. Ne, Madam Pinkerten, mit Schweinebraten kann
mir Eener jagen z der is mir zu fett. Die Kruschte oben druf,
det war' noch des Eenzige, wenn se recht knusprig ist, aber det
lohnt doch nich der M�he, det Sie Schweinebraten, wenn Sie
ihm nich jar zu jerne effen, vor uns machen.
Mad. Pinkert. Ne, ach Iott, um meinentwegen man jar
nich. Ick habe's ja man blos Ihrentwegen, denn ick un
Schweinebraten, wir Beede k�nnen uns jar nich besehen. Wie
is eS denn, essen Sie denn alle Dage en S�ppken, Puselchen?
Puse. Nein, liebe Madam Pinkerten, damit bem�hen Sie
sich nich. Ick mache mirnich viel aus Suppe.
Mad. Pinkert. Apripos, Puselchen, sind Sie denn mit
Ihr Logis so einjericht't, da� eine Frau jleich noch da wohnen
k�nnte? Oder haben Sie man, was Sie vor sich brauchen?
Puse. Ne, ne, janz bequem kann ick eine Frau bei mir
placiren. Meine f�nf Kinder wohnen ja ooch Alle bei mir, ick
erziebe sie ja selbst, un de� Dienftm�chen ooch.
        
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