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Zweiter Band Eine ganz kleine Novelle

Full text: Zweiter Band

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und b�ser Augen erfreut. ImUebrigen hat fie alle Vollkommen-
heiten einer verbl�hten Sch�nheit , und dr�ckt durch ihr Betra-
gen so viel Jugend aus, als man ihr kaum zutrauen m�chte, je
besessen zu haben. Herr Rentier Puse ist sehr unangenehm
�berrascht und findet seine Adreffatin schrecklich ; indessen erlaubt
ihm sein h�chst bescheidener und �ngstlicher Character nicht, ihre
Einladung , die kleine Hoftreppe hinauf zu folgen, abzulehnen,
und er klettert deshalb mit H�lfe seines dicken Bambus nach.
Hier oben entspinnt sich folgendes Gespr�ch :
Mad. Pinker t. (Immer sehr sicher und schnell redend) Sie sind
also der Herr, der des Heirathsjesuch hat inricken lassen? Wie
ist denn Ihr werther Name?
Puse. (Immer fort sehr verlegen) Puse , Rentier. Fr�her war
ich Strumpfwirker, jetzt Hab ick mir aber zur�ckjezogen. Un Sie>
wenn ich fragen darf?
Mad. Pin kert. Sie wissen ja schon meinen Namen, Herr
Puse!
Puse. Ja, des woll, aber Ihre andern Umst�nde kenn ick
nich.
Mad. Pinkert. Ich bin schon seit sieben Jahren Wittwez
mein Mann war Brieftr�ger und starb jleich anderthalb Jahr
nach unsere Verheirathung.
P u se. (Sie gro� ansehend) So ?
� Ach, des is schade !
Mad. Pinkert. Mein Verm�jen besteht freilich man blos
aus f�nfhundert Dhaler, aber ick habe wirtschaften jelernt un
wee� mir inzurichten ,un DieseS kennen Se jlooben, Herr Puse,
        
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