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Zweiter Band Die Hökerin

Full text: Zweiter Band

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dig. Ich habe 'ne Wette von den Kerrel jewonnen, det unser
Telegraf in de Dortheenftra�e noch benutzt wird.
H�kerin. lZu ihrer Collegin) Iott,K�bleern, seh mal da die
D�nzerin aus Chor mit de ausw�rtigen Veene hinhupsen !Det
is die, die fr�her mitmir ineen Haus zusammen wohnte. Na h�r'
mal, K�bleern , da Hab' ick Sachen erlebt, na!Det is 'ne jute
Flieje so 'ne D�nzerin !Commersch war in des Haus von fr�h
bis in de sinkende Nacht. Kaum hatte se sich des MorjenS uskla-
wirt wie 'ne Prinzessin von drei L�nder un zwee Hemden , denn
jing det Klingelziehm los. Der Erschte war nu immer so'n lan-
ger verunjl�ckter Freiherr mit schneewei�e Haare und klapprije
Knochen. Iott! det M�nniken h�tte man uf 'ne Putellje Wei�-
bier proppen k�nnen, der blo�e Schaum h�tte 'n in de H�he
sliejen lassen. Und dabei spielte er noch immer den J�ngling, det
eenen br�hee� uf'n janzen Leibe wurde. DerZweete war en fteen-
reicher Bankier von wejen Abraham, der zu Hause Frau un
Kinder hatte, aber sonne jro�e Portion von hebr�ische Liebe
besa�, det 'm die T�nzerin uf de Nase rumdanzen konnte. Na
un det da manchet blanke St�ck hat herhalten m�ssen, det kannste
Dir woll denken. Det Mg Ieschenke �ber Ieschenke, hastenichje-
sehn. Ick sage Dir, wenn det en armer Mann gewesen w�re, die
junge Ehorpflanze h�tte ihn reene ausgezogen. Aber so war et
janz recht. Wovor h�tten denn die reichen Propheten , wollt' ick
sagen, die reichen Vanquiers Moses un de Propheten? Erscht
m�ssen se ihr Iold rausr�cken , ehr se nach't jelobte Land kom-
men.
� Junge Frau, sch�ne Beerblansch !Drei Silberjroschen
de Virtelmetze! Soll ick messen, junge Frau?
        
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