Path:
Zweiter Band Die Sandbuben

Full text: Zweiter Band

139
,,Det h�tt' ick nich jedacht," bemerkt Peter, ,,de� die Men-
schen so billig sind. Det is ja f�rmlich: fort mit Schaden.
Wir sollten eigentlich de Menschheit als wirklichen Ausverkauf
in'tItaljenzblatt setzen lassen. Wat meenste dazu, Kaiser Fritze?"
,,Ia, un nu h�re , wat mir haupts�chlich dabei injefallen
is!"
�Na?"
�Seh' mal, det nun nachher vielleicht mit janz vornehme
Leute Thcekeffels blank jemacht werden, davon will ick jar nich
reden. Aber mir is injefallen, woher de� wir so viel ertragen
k�nnen. Denn denke mal blos dar�ber nach, wat vor Dausende
von Stuben und Treppen jeschauert werden. Na un in die je-
schauerten Stuben un Treppen streut man Sand, un dadrum
werden die Menschen schon mit F��en jetreten, wo je eigentlich
noch jar nich sind ,un uf diese Weise jew�hnen se sich dran."
W�hrend dieser metaphysischen Ergehungen hat das alte
Pferd, ohne seine noch vorhandenen Kr�fte anzustrengen, den
Kreuzberg erreicht und steht an demselben Platze still, wo es
sonst von seinem Herrn und Lenker angehalten wird. Unf�hig,
den gelehrten Betrachtungen seiner Gebieter zu folgen, schien es
unterWeges weiter nichts zu wollen, als seinen Kopf mit dem
duldenden , weltm�den Ausdrucke so bequem wie m�glich zu tra-
gen und wirreBilder der Jugend durch seine Sinne gehen zu
lassen , oder sich einer inftinktartigen Hoffnung auf eine baldige,
unendliche Ruhe hinzugeben. Einst war es keck und muthig, trug
den Kopf so sch�n, wieherte vor �berstr�mender Lebenskraft,
und coquettirte mit seinem Besitzer, einem schmucken, reichen
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.