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Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

7Lehrburschen drauf los, als ob die Welt bis jetzt barfu� gegangen
w�re , und ich ihr jetzt die Stiefel zu besorgen h�tte ! Siehste,
Charlotte , gerade weil wir so viel Pech haben , wird Schuster
Renneberger schon noch auf'n gr�nen Zweig kommen. Sei nun
man jetzt ohne alle Ceremonieen so gut und zieh' Deinen Trau-
ring vom Finger, damit er mit meinem Arm in Arm iu's k�nig�
liche Leihamt wandelt. Wir verborgen auf ein paar Tag unsere
Ehe! Leh' mal, Charlotte, Mutter hat mir schon oft erz�hlt, da�
sie und mein Vater l813 ihre Trauringe einst auf ein ganz anderes
Leihamt gebracht haben. Na, un was meine Eltern von dem Ver-
sehen ihrer goldenen Trauringe gehabt haben :Lotteken, dashabm
wirheute erst recht! Heute ist Stralower Fischzug, juch! heute
wird ungeheuer fidel gesind!Du packst ein in Deinen Marktkorb
was wir brauchen :ger�ucherten Schinken, Leberwurst, Schnaps,
Vrod, Butter, Schnaps; mit einem Wort: das Nothigste. Den
Korb tr�gt der Lehlbursche, Du nimmst die kleine Guste auf den
Arm, den Karl an die Hand, und ich trage den kleinen Fritzen,
wenn er nicht mehr gehen kann! "
So denkt, so spricht, so thut der flotte Berliner und geht an
Alles mit voller Secle :an die Albeit und an die Lust.
Es ist zwei Uhr Nachmittags. ,,Welch ein Toben! " singt
der Dichter :
Welch ein Toben, welches Schrei'n !
Welche� Treiben ohne Maa�en?
Alles l��t die Arbeit sein,
Ziehet fr�hlich durch die Stra�en!
Geht, und drangt sich, Pfeift und fingt,
Lacht, und neckt sich, st��t und springt
        
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