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Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

6hat sicher zurBesoldung des fr�hern katholischen, wie des sp�tern
evangelischen Priesters beigetragen. Die Sage aber, da� einer der
Z�ge mit dem gro�en Garne f�r den gro�en Magistrat von Ber-
lin sei, hat keine Wahrheit und gar keinen andern historischen
Hintergrund, als da�, wie aus fr�heren Urkunden hervorgeht,
es den Fischern oder,,Bauern" von Stralow auferlegt war, ihren
Herren, den Nathleuten von Berlin, j�hrlich drei Mal redliche
und gute Geschenke an Fisch en zu senden.
Wenden wiruns wieder der lichten Gegenwart zu.
Schon am fr�hen Morgen des 24. Augusts sind die Stra�en
belebt ; man l�uft hin und her , um alle Gesch�fte fr�her zu be-
enden, die bestellten Arbeiten abzuliefern und, wenn irgend m�g-
lich, dm Geldbeutel so voll zu machen, da� kein Bedenken, keine
Bef�rchtung seiner Leere die sp�tere ausgelassene Lust inEtwas
verk�rze. Der Berliner hat, wenn ihm fr�hliche Stunden winken,
das Talent, all' und jede Last weit von sich zu werfm und sich so
dn Freude hinzugeben, als bliebe sie die Begleiterin seines ganzen
ferneren Lebens. ,,Was keine Arbeit! Was drei Kinder, die
morgen vergebens um Vrod schreien werden !Was Erekutor, der
sich nur bis �bermorgen vertr�sten lie�, und dann ohne Umst�nde
die letzten Meubeln fortschleppen wird!Kann ich daf�r, da� heute
nun einmal Stralower Fischzug ist? Soll ich nur darum geboren
sein, um zu arbeiten und zu jammern und mich von den reichen,
schuftigen Nichtsthuern noch obendrein grob behandeln lassen?
Hc Nur nicht �ngstlich mein Weibchen !Sei fidel, Chnrlotte,
zum Plinsen ist morgen und �bermorgen noch Zeit genug :heute
ist Stralower Fijchzug, juch!Von morgen an arbeite ich mit dem
        
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