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Zweiter Band Der Eisbär Sülzenthal

Full text: Zweiter Band

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an Iott nischt B�seS , un zieh' mir den wei�en Pelz an, freu'
mir noch �ber die jro�en Poten und die Tatzen, die ick habe,
un mach' mir vorne det B�renfell ordentlich zu. Nu h�r' ick
freilich, det der infame Kerrel der Seefenberjer die Andern im-
mer wat in die Ohren tuschelt , aber wie kann man an solche
Niedertr�chtigkeit denken, wat die mit mir vor hatten? Also ick
sehe mir endlich ooch noch den B�renkopp mit die jro�e, vor-
stehende Schnautze uf,un trete vor den Spiejel, un freu' mir so
recht innig und lache �ber mir als Eisb�ren.
�
Wat geschieht?
Denkt Euch die Niedertr�chtigkeit! Mit een Mal jreift mir
Eener von hinten an die beeden Tatzen ,h�lt mir meine H�nde
uf'n R�cken fest, dreht mir um, Eener macht die Dh�ren uf,
un die Andern sto�en mir haftenichgesehen rauS , immer weiter,
nn die janze Treppe runter. Nat�rlich ick schrie, so viel mir det
inden V�renkopp m�glich war, un wollte nich von de Stelle;
aber wat wollte ick schwacher Mensch als wildes Thier jejen so
viele Kerrels machen? Ienug, sie sto�en mir immer weiter, la-
chen sich de Hucke voll, machen de HauSdh�re uf, un bejehen
die Niedertr�chtigkeit, mir als Eisb�r Vormittag um halb
Zw�lwe uf de Stra�e rauszusto�en, un de Dh�re hinter mir zu-
zuriejeln! � Nu k�nnt Ihr Euch meine Verlejenheit, meine
Angst denken !Ick denke, ick soll inde Erde sinken, so inBerlin,
wo jar keen Clima vor so'n Biest iS, als Eisb�r uf de Stra�e
zu stehen. Ick rammle vor Verzweiflung an de Dh�re un bitte
um Iotte�jesuwillen , sie sollen mir wieder rinlaffen , aber Ku-
chen! die verfluchten KerrelS waren jar nich mehr da, sondern
sahen wahrscheinlich aus irgend een Fenster den janzen Skandal
        
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