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Zweiter Band Der Stralower Fischzug

Full text: Zweiter Band

5bis zur Oder gejagt , vertrieben worden. Die fr�heste Urkunde,
in welcher Stralow genannt wird, ist eine Grenzberichtigung des
Dorfes Rofenfelde, jetzigemFrieorichsfelde. DerRath von Berlin
und K�lln kaufte 1358 von den Besitzern Stralow's, den Ge
br�dern Carsten und Nikolaus Barolsdvrpe, einen Hof, eine
Curia, wie er benannt ist. Im Jahre 1391 kaufte der Rath von
Berlin dem vielgenannten markgr�flichen Richter Tule von Br�gge,
das Schulzenamt von Berlin und K�lln ab, zur H�lfte baar, zut
H�lfte inLehnen auf den D�rfern und G�rten zu Stralow,
Nuenhofe, Reinkendorf und Wesendal. Nach dem alten berlini-
schen Stadtbuche bestand das Dovf Stralow 1397 aus eilf Ge-
h�ften und zweien G�rten auf der Feldmark. Von nun an finden
sich der Unterhandlungen zwischen Beilinilnd Stralow mehrere,
ebenso Gesetze, welche von dem Kurf�rsten inBetreff der dortigen
Fischerei erlassen wurden, und zuletzt setzt Kurf�rst Johann Georg
in seiner Fischerordnung vom Jahre 1574 fest, da� auf allen m�r-
kischen Fl�ssen zwischen dem gr�nen Donnerstage und Bartho-
lom�i (?4. August) mit dem gro�en Garne nicht gefischt wer-
den solle ; nirgends findet sich aber eineNotiz �ber das Volks-
fest. Da aber das Fischergewerbe imMittelalter zwei Schutzheilige
hatte, den heiligen Petrus, welcher dem Evangelio, und den hei-
ligen Bartholom�us, welcher der Legende zufolge Fischer gewesen,
und der Letztere mehr von den Dorffischern verehrt wurde, so
l��t sich der allj�hrige erste Fischzug mit dem gro�en Garne und
dem katholischen Feste wohl vereinen, und sonach die Entstehung
des Fischzuges als Volksfest gegen Ende des sechszehnten Jahr-
hunderts festsetzen. Der Fischfang am Morgen des 24. August's
        
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