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Periodical volume

Full text: Akut Issue 2004,2

Uganda: Jede Nacht eine Odyssee Fotoreportage: Chagas-Krankheit Fuerteventura: Letzte Ho¬nung für viele

2/2004

Akut:
www.aerzte-ohne-grenzen.de

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Editorial:
Impressum Anschrift der Redaktion:
ÄRZTE OHNE GRENZEN e.V.
© Sebastian Bolesch

Arjan Erkel ist frei!
Diese wunderbare Nachricht erreichte uns am Ostersonntag. Fast auf den Tag genau 20 Monate, nachdem er in der Kaukasusrepublik Dagestan entführt worden war, wurde Arjan Erkel endlich freigelassen und konnte zu seiner Familie nach Holland zurückkehren. Es geht ihm so weit gut. Auch wenn die Erschöpfung groß ist und man ihm die ungeheure Anspannung ansieht, so sind Freude und Erleichterung bei allen Familienmitgliedern, Kollegen und Freunden riesengroß. Und doch – ein junger Mann, der nichts weiter getan hat, als Menschen in einem fürchterlichen Krieg zu helfen, hat 20 Monate seines Lebens verloren. Zudem bleiben viele Fragen und Sorgen. Diese Entführung hat schwerwiegende Auswirkungen für Hilfsorganisationen, die der vom Krieg betroffenen Zivilbevölkerung in der Region helfen wollen. Nicht nur Arjan hat einen hohen Preis bezahlt. Die Drohungen und die Anschläge auf humanitäre Helfer haben das seit Jahren herrschende Klima der Einschüchterung weiter verschärft. Und die Tatsache, dass ÄRZTE OHNE GRENZEN im Fall Arjan eine private russische Sicherheitsfirma anheuern musste, zeigt, dass die russische Regierung – immerhin Mitglied des Europarates – dieses Klima der Gewalt und Bedrohung im Nordkaukasus weiterhin duldet. Damit stellt sich auch für ÄRZTE OHNE GRENZEN die Frage, ob es unter diesen Umständen überhaupt möglich und verantwortbar ist, dort Hilfsprogramme durchzuführen. Trotz der Unterstützung von vielen politischen Stellen weltweit mussten wir feststellen, dass die westlichen Regierungen nicht willens sind, die russische Regierung offen zu kritisieren, obwohl sie verantwortlich für die Sicherheit der humanitären Helfer ist. Heute wissen wir, dass russische Stellen von Anfang an Informationen über die Entführung hatten. Trotz gegenteiliger öffentlicher Beteuerungen hatte die russische Regierung sogar für sechs Monate die Ermittlungen und die Suche nach Arjan eingestellt – ein unfassbarer Skandal. Bei allen, die mit unvorstellbarer Energie und Geduld mitgeholfen haben, über 20 Monate hin unzählige Spuren zu verfolgen, Ideen umzusetzen, Verhandlungen durchzustehen – und niemals aufzugeben –, bedanken wir uns ganz herzlich. Wir wünschen Arjan und seiner Familie sehr, dass sie sich schnell von den entsetzlichen 20 Monaten erholen werden.

Am Köllnischen Park 1 10179 Berlin Tel.: 030 – 22 33 77 00 Fax: 030 – 22 33 77 88 E-Mail: akut@berlin.msf.org Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.de Mitarbeit an dieser Ausgabe: Stephan Große Rüschkamp, Kattrin Lempp, Petra Meyer, Ulrike von Pilar, Verena Schmidt, Anke Stockdreher, Carlos Ugarte, Wyger Wentholt

Redaktion: Anke Stockdreher, Kattrin Lempp Verantwortlich: Petra Meyer Fotos: ÄRZTE OHNE GRENZEN, Sebastian Bolesch, Olivier Jobard – SIPA PRESS, Ton Koene, Isabel Leal, Juan Medina, Juan Merino, Carlos de Saáo, Anke Stockdreher, Juan Carlos Tomasi, Sven Torfinn, Yassukovich Layout: moniteurs, Berlin Litho: highlevel, Berlin Druck: PrintFactory, Berlin Erscheinungsweise: vierteljährlich Auflage: 120.000 Gedruckt auf Envirotop: 100% Altpapier, mit dem blauen Umweltengel ausgezeichnet Titelbild: „Keine Angst vor der Dunkelheit“ – Jede Nacht suchen Tausende von ugandischen Kindern in den Städten Schutz vor dem Krieg
© Sven Torfinn

Dr. Ulrike von Pilar Geschäftsführerin

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Lateinamerika

Inhalt:
Arjan Erkel ist frei! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Editorial von Dr. Ulrike von Pilar Kurz notiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nachrichten aus aller Welt Uganda: Jede Nacht eine Odyssee. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tausende Kinder suchen Schutz vor dem Krieg

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© Isabel Leal

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Fuerteventura

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Fotoreportage: Chagas – die unbekannte Krankheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . In Lateinamerika sind Millionen betroffen Fuerteventura: Letzte Hoffnung für viele . . . . . . . ÄRZTE OHNE GRENZEN hilft Immigranten Angola: Das Leben als Mutter beginnt früh . . . Bericht über die Arbeit einer Hebamme Ein Vermächtnis für das Leben. . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Angola

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© Carlos de Saáo

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Spendenaktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wer ist wo?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Unsere Mitarbeiter in den Projekten

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© Anke Stockdreher

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Kurz notiert:

Nachrichten aus
Arjan Erkel bei einer Pressekonferenz in Moskau unmittelbar nach seiner Freilassung.
© Yassukovich

Arjan Erkel ist frei! Am 11. April 2004 wurde unser Mitarbeiter Arjan Erkel nach 20 Monaten Geiselhaft in Dagestan freigelassen. Rund 18 Kilo leichter, aber den Umständen entsprechend in guter gesundheitlicher Verfassung, konnte er noch am selben Tag zu seiner Familie in die Niederlande zurückkehren. Wir sind sehr erleichtert und wünschen der Familie Erkel von ganzem Herzen, dass sie möglichst schnell die vielen Monate der Angst und Ungewissheit überwinden wird. Wir möchten uns außerdem bei allen bedanken, die sich privat oder beruflich für Arjans Freilassung eingesetzt haben. Bitte lesen Sie dazu auch unser Editorial.

D.R. Kongo: Hilfe für misshandelte Minenarbeiter Zehntausende kongolesische Diamantenschürfer werden seit Ende vergangenen Jahres aus Angola ausgewiesen. Dabei werden Familien gewaltsam getrennt, Frauen und Männer vergewaltigt und ausgeraubt. Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen und brutalen Leibesvisitationen. „Wenn die Menschen hier in der Demokratischen Republik Kongo eintre¬en, sind sie oft Hunderte Kilometer von ihren Heimatorten entfernt und völlig auf Hilfe angewiesen“, erklärt Landeskoordinator Alain Decoux. ÄRZTE OHNE GRENZEN stellt die Versorgung der Rückkehrer mit sauberem Trinkwasser sicher. Ein Gesundheitszentrum wurde eingerichtet, und alle Neuankömmlinge werden medizinisch untersucht. Daneben bietet das Team psychologische Betreuung an.

Lampedusa: Regierung blockiert Hilfe für Immigranten Nachdem ÄRZTE OHNE GRENZEN einen kritischen Bericht über die Situation in italienischen Au¬anglagern verö¬entlichte, brach die italienische Regierung alle Beziehungen zur Hilfsorganisation ab und verweigert jede Genehmigung zur Weiterführung der Hilfe für Immigranten. „Die Weigerung des Innenministeriums zeigt, dass der Mangel an Transparenz, wenn es um das Management der Au¬anglager geht, immer schlimmer wird“, erläutert Projektkoordinator Loris de Filippi. So ist etwa das Lager auf der Insel Lampedusa, in dem ÄRZTE OHNE GRENZEN arbeitet, häufig überfüllt. Die hygienischen Bedingungen sind unzureichend, die medizinische Ausstattung ist beunruhigend schlecht, und Medikamente fehlen. Die kleine Insel südlich von Sizilien ist Hauptanlaufstelle für so genannte boat people, die von Afrika aus über das Meer Europa erreichen wollen.

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aller Welt
Nacht der Solidarität Das AKTIONSBÜNDNIS GEGEN AIDS, dem auch ÄRZTE OHNE GRENZEN angehört, lädt am Samstag, den 10. Juli 2004, zur „Nacht der Solidarität“ ein. Zu Beginn der 15. Internationalen Aids-Konferenz in Thailand werden Lichterketten, Musikveranstaltungen, Kinoabende und Diskussionsreihen in vielen deutschen Städten stattfinden: Sie sollen an die Menschen mit HIV/Aids und den dringenden Handlungsbedarf in Sachen AidsBekämpfung erinnern. Bis jetzt dabei sind: Frankfurt, Hamburg, Würzburg, Wuppertal, Tübingen und Stuttgart. Weitere Informationen finden Sie unter: www.aids-kampagne.de „Überleben auf der Flucht“ Auch in diesem Jahr ist die ÄRZTE OHNE GRENZEN -Ausstellung „Überleben auf der Flucht“ wieder zu sehen. Schirmherrin der Veranstaltung ist die Journalistin Sandra Maischberger. Auf rund 1.000 qm werden typische Versorgungsstationen eines Flüchtlingslagers gezeigt, vom Ernährungszentrum bis zum Wassertank. Die Ausstellung ist für Erwachsene und Kinder ab acht Jahren geeignet. Der Eintritt ist frei. Berlin, Potsdamer Platz, 7.6.– 11.6. Weimar, Goetheplatz, 22.6.– 26.6. Heidelberg, Universitätsplatz, 6.7.–10.7. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Irak: Hilfe dank nationaler Mitarbeiter weiter möglich Trotz der angespannten Sicherheitslage geht die Arbeit in drei Gesundheitszentren von ÄRZTE OHNE GRENZEN in dem Bagdader Randbezirk Sadr Stadt weiter. Jede Woche werden hier rund 3.000 Behandlungen durchgeführt. Für Hilfslieferungen, die der Rote Halbmond in die belagerte Stadt Falludscha gebracht hat, wurden im April 1,5 Tonnen medizinisches und insbesondere chirurgisches Material bereitgestellt. Weitere 12 Tonnen Hilfsgüter sind in Bagdad eingetro¬en. Die Hilfe ist nur Dank der etwa 100 nationalen Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN im Irak möglich, da es für internationale Mitarbeiter schwierig ist, sich im Land aufzuhalten.

Sudan: Ernährungszustand in Darfur dramatisch In der Region Darfur im Westen des Sudans verschlechtert sich die Gesundheits- und Ernährungslage Tausender Vertriebener dramatisch. Die Zahl der schwer unterernährten Kinder steigt ständig. ÄRZTE OHNE GRENZEN macht dafür das Ausbleiben von dringend benötigter Hilfe verantwortlich. Nur sofortige, umfangreiche Unterstützung kann eine Verschlimmerung der Situation verhindern. Bereits seit Februar 2003 ist Darfur Schauplatz eines Konflikts zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Etwa 40 internationale und Hunderte sudanesische Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN leisten derzeit Hilfe für die Vertriebenen. Weitere Teams versorgen die sudanesischen Flüchtlinge im Tschad.

Mehr als 100.000 Menschen sind bereits aus Darfur in das Nachbarland Tschad geflohen.
© Olivier Jobard – SIPA PRESS

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2o n.B./ 32o ö.L.

Uganda:
An einer Bushaltestelle in der Stadt Gulu haben Kinder ihr Lager für die Nacht aufgeschlagen.
© Sven Torfinn

Jede Nacht eine Odyssee
Abend für Abend verlassen sie ihre Dörfer: Rund 50.000 Kinder sind nachts auf den Straßen im Norden Ugandas unterwegs, um in der nächstgelegenen Stadt Schutz zu suchen. Schutz vor Gewalt, die sie in besonderem Maße zu fürchten haben, sobald es dunkel wird. Denn die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Rebellenbewegung Lord’s Resistance Army (LRA) haben sich in den vergangenen Monaten verschärft und vor allem die ländlichen Regionen noch unsicherer gemacht. Seit 18 Jahren hält dieser blutige Konflikt bereits an.

Acan* ist 13 Jahre alt. Sie hat ein hübsches, ernstes Gesicht und trägt ein einfaches Baumwollkleid. Es ist ihr einziges und so alt, dass es ausgeblichen und an vielen Stellen zerrissen ist. Zusammen mit ihrer jüngeren Schwester geht Acan jeden Abend zwei Stunden von ihrem Heimatdorf Waranga bis in die Stadt Gulu. Am nächsten Morgen marschieren die beiden Mädchen den langen Weg wieder zurück – Tag für Tag, Woche für Woche. „Zum Glück haben wir ein Stück Plastikplane, das wir nachts mitnehmen können. Die anderen Kinder müssen manchmal im Regen schlafen oder legen sich einfach unter einen Baum. Am Morgen sind sie dann völlig durchnässt und frieren“, erzählt sie. Seit über drei Monaten schlagen die Mädchen bereits ihr Nachtlager im St.-Mary’s-Hospital in Lacor, vor den Toren der Stadt Gulu, auf. Das Krankenhaus ist eines von vier Zentren, in denen die so genannten „Nacht-Pendler“ die Nacht verbringen können. 5.000 bis 6.000 Kinder – die meisten zwischen sechs und 16 Jahre alt – schlafen hier für wenige Stunden zusammengedrängt auf dem Boden des Geländes. Es ist eng und unbequem, und doch fühlen sie sich hier sicherer als in ihren Heimatdörfern.

*Name geändert

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„Die Situation ist unhaltbar“, so René de Vries, Landeskoordinator von ÄRZTE OHNE GRENZEN in Uganda. „Es fehlt an Unterbringungsmöglichkeiten, sanitären Einrichtungen und Betreuung für die Kinder.“ Um die Bedingungen für die jungen „Nacht-Pendler“ zu verbessern, suchte die Krankenhausverwaltung deshalb nach einer Partnerorganisation, die sie unterstützt. Inzwischen hat ÄRZTE OHNE GRENZEN in einem Teil des großen Geländes mit der Arbeit begonnen. Es wurden provisorische Unterkünfte gescha¬en, Latrinen gebaut und sauberes Trinkwasser bereitgestellt. „Außerdem suchen wir nach erfahrenen, einheimischen Sozialarbeitern, die sich um die Kinder kümmern“, so de Vries. ÄRZTE OHNE GRENZEN stellt auch die medizinische Grundversorgung sicher. Die Bedürfnisse sind klar, dennoch ist die Arbeit für das Team nicht unproblematisch. „Natürlich möchten wir die Kinder und Jugendlichen mit dem Nötigsten versorgen. Gleichzeitig ist uns aber klar, dass wir mit unserem Angebot die Ursache des Problems nicht lösen können und möglicherweise immer mehr Kinder bei uns Schutz suchen werden.“

Doch bislang haben Acan und ihre Schwester keine Wahl. In den letzten Monaten haben die jahrelangen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der Rebellenbewegung Lord’s Resistance Army an Härte noch zugenommen. Die Menschen in Warange trauen sich schon lange nicht mehr, ihre Felder zu bestellen. Und es sind vor allem die Jüngsten, die die Angst aus den Dörfern treibt. Doch die Nacht in der sicheren Stadt ist kurz. Bereits um vier Uhr morgens müssen sich die Mädchen auf den Heimweg nach Waranga machen. Seit dem Tod der Eltern leben sie dort bei ihrer Großmutter und helfen ihr bei der täglichen Arbeit: Sie holen Wasser, waschen die Wäsche und backen Plätzchen, die sie dann auf dem Markt verkaufen. Es gibt viel zu tun. So bleibt kaum Zeit, um sich auf den Abend und den langen Marsch ins sichere Lacor vorzubereiten – ebenso wenig wie zum Spielen, Freunde tre¬en und einfach einmal Kind sein.
Wyger Wenthold

Nach stundenlangem Fußmarsch erreichen die „Nacht-Pendler“ die sichere Stadt.
© Ton Koene

Die meisten Kinder sind gezwungen, auf der Straße und in Hauseingängen zu schlafen. Nur wenige haben eine Decke oder Matte dabei.
© Sven Torfinn

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Besonders Kinder sind gefährdet. Chagas-Behandlung in Honduras.
© Juan Carlos Tomasi

Während bei uns kaum jemand von Chagas – der „Schwester“ der afrikanischen Schlafkrankheit – gehört hat, stellt die Krankheit in Mittel- und Südamerika eine tödliche Gefahr dar. Etwa 18 Millionen Menschen leben mit dem Parasiten im Blut, und Bolivien hält dabei den traurigen Rekord. Chagas ist dort für 13 Prozent aller Todesfälle verantwortlich, und die Hälfte der Bevölkerung ist von ihr bedroht. Die Krankheit, die durch Raubwanzen übertragen wird, kann bei Kindern tödlich verlaufen. Erste Beschwerden ähneln Erkältungserscheinungen und werden von Müdigkeit begleitet. Später sind die Betro¬enen häufig nicht mehr in der Lage, einfachste Beschäftigungen auszuführen. Manchmal sterben sie erst Jahre nach der Ansteckung an Herzversagen.
© Isabel Leal

Chagas: Die unbe

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© Isabel Leal

Jeweils zwei Teams von ÄRZTE OHNE GRENZEN besuchen die Dörfer der Region Entre Ríos in Bolivien: Während eine Gruppe Hütte für Hütte nach Raubwanzen absucht, führen ihre Kollegen Bluttests durch und behandeln die Erkrankten medikamentös. „Einmal geheilt, können die Menschen jede Nacht im Schlaf erneut gebissen und infiziert werden. Deshalb ist es so wichtig, dass wir auch die Insekten vernichten“, erklärt Projektleiter Francisco Román. Mehr als 100 Gemeinden in der Region hat ÄRZTE OHNE GRENZEN bisher aufgesucht.

kannte Krankheit

Die Hütten werden nach Raubwanzen abgesucht.
© Juan Carlos Tomasi

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28o n.B. / 12o w.L.

Fuerteventura:
In so genannten „parteras“ landen die Immigranten auf der Kanarischen Insel. Ein gefährliches Unternehmen, denn immer wieder kentern die kleinen, oft völlig überfüllten Boote.
© Juan Medina

Letzte Hoffnung für viele
Für die meisten Deutschen ist die Kanarische Insel Fuerteventura vor allem ein sonniges Ferienparadies. Was kaum jemand weiß: Jedes Jahr erreichen Tausende afrikanischer Immigranten die Insel. Bei der Überfahrt über das offene Meer riskieren sie ihr Leben in der Hoffnung auf eine sichere Zukunft. Doch auch wenn sie spanischen Boden betreten, ist ihre Odyssee nicht zu Ende. Viele werden trotz ihres häufig schlechten Gesundheitszustands sofort von der Küstenwache festgenommen. Im März 2004 hat ÄRZTE OHNE GRENZEN damit begonnen, medizinische Hilfe für die Immigranten auf Fuerteventura zu leisten sowie Nahrungsmittel und sauberes Wasser für sie bereitzustellen. Projektkoordinator Carlos Ugarte erklärt, warum.

Wie viele afrikanische Immigranten kommen in Fuerteventura an? Im Jahr 2003 waren es knapp 8.000 Menschen. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres haben 1.365 Immigranten in kleinen Booten, sogenannten „parteras“, die Insel erreicht. Etwa 40 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Die Menschen schi¬en sich an der Küste von Aaiún im Südwesten Marokkos für die 20-stündige Überfahrt ein. Wenn sie Fuerteventura erreichen, leiden viele von ihnen an Unterkühlung, Austrocknung, extremer Erschöpfung oder an Verletzungen, die sie sich bei der Landung zuziehen. Die „parteras“, die nicht von der spanischen Polizei abgefangen werden, versuchen nachts an den steinigen Küsten anzulegen. Immer wieder werden dabei Boote von der starken Brandung gegen die Felsen geworfen und kentern. Die meisten Menschen können nicht schwimmen, und viele ertrinken.

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Den Immigranten wird vorgeworfen, dass sie ihre Heimat freiwillig verlassen. Warum setzt sich ÄRZTE OHNE GRENZEN als Nothilfeorganisation für sie ein? Was heißt in diesem Zusammenhang „freiwillig“? Welche Möglichkeit haben Bürger aus Kriegsländern wie Liberia oder der DemoWelchen rechtlichen Status haben die kratischen Republik Kongo, wenn sie ihre Menschen und was erwartet sie in Spanien? Heimat verlassen wollen? Was ist mit den Es wird ihnen vorgeworfen, illegal im Land Irakern, die sich „freiwillig“ dazu entschlossen zu sein. Deshalb kommen sie in Au¬anglager, haben, Falludscha oder Bagdad zu verlassen, wo sie bis zu 40 Tage festgehalten werden. Die und ebenfalls mit den „parteras“ ankommen? Immigranten aus Marokko und Nigeria werden ÄRZTE OHNE GRENZEN leistet Hilfe für Menschen, die sich in Not befinden – und zwar in ihre Heimat zurückgeschickt. Gibt es keine besonderen Vereinbarungen mit den Herkunfts- überall. Selbst in einem stabilen Land wie Spanien ist das gesundheitliche Wohl der ländern, werden die Menschen aufs spanische Immigranten durch die Haltung der spanischen Festland gebracht, wo sie einen AusweisungsBehörden manchmal gefährdet. Deshalb kritibescheid erhalten. Wenn sie dann in Spanien sieren wir ö¬entlich die Situation, die unseren bleiben, gehören sie zu der etwa einen Million medizinischen Einsatz hier notwendig macht, „illegaler“ Immigranten und müssen unter und betreiben Lobby-Arbeit, um Veränderunschwierigsten Bedingungen für sich selbst gen zu bewirken. Sobald die spanische Regiesorgen. Ohne die Möglichkeit, legal zu arbeirung ihre Verantwortung den Immigranten ten, werden sie leicht Opfer von Missbrauch gegenüber wahrnimmt, können wir das und Ausbeutung. Sind sie einmal aus Spanien Projekt schließen. ausgewiesen, ist es drei bis zehn Jahre lang unmöglich für sie, das Land erneut legal zu betreten. Im März hat ÄRZTE OHNE GRENZEN auf Fuerteventura ein Hilfsprojekt gestartet. Wie sieht die Arbeit konkret aus? Zwei mobile Teams fahren die Küste mit Jeeps ab und können die Neuankömmlinge so bereits am Strand versorgen. Außerdem arbeiten wir in einem eigenen Gesundheitszentrum im Hafen. In diesen Hafen bringt die Küstenwache alle Immigranten, deren Boote bereits auf See abgefangen wurden. Wir untersuchen die Menschen und geben ihnen warme Getränke und etwas zu Essen. Außerdem stellen wir Decken sowie trockene Kleidung für sie bereit. Bei größeren medizinischen Problemen überweisen wir sie ins nächste Krankenhaus.
Das Gespräch führte Anke Stockdreher

Auch Kleinkinder und sogar Säuglinge erreichen die Küste von Fuerteventura. Dieses Kind ist ausgekühlt und erholt sich nun in einer schützenden Isolierdecke.
© Carlos de Saáo

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10o s.B. / 15o ö.L.

Angola:
Für die junge Frau ist es die erste Geburt. Mit ihren 16 Jahren ist sie fast selbst noch ein Kind und nicht auf die Schmerzen vorbereitet, die sie seit Stunden durchlebt. Ihr Baby liegt in Steißlage, und der Geburtsvorgang ist ins Stocken geraten. Die Kinderärztin und der Chirurg von ÄRZTE OHNE GRENZEN, die in diesem besonderen Fall hinzugekommen sind, schauen sich an – Kaiserschnitt? Doch Judith Eberlein, Hebamme aus Mistelbach/Österreich, schüttelt nur den Kopf: „Das müssen wir auch so scha¬en.“ Ein Füßchen ist bereits zu sehen. Trotz der angespannten Atmosphäre im Kreißsaal scheint Judith mit jeder Minute ruhiger zu werden. Nachdem der Rumpf des Kindes geboren ist, gelingt es ihr, den Kopf des Babys in die richtige Position zu drehen. Dann ist es gescha¬t: Erleichtert hält Judith das Baby – ein gesundes Mädchen – in den Armen. Es war eine schwere Geburt, und in Judiths Heimat wäre man kein Risiko eingegangen und hätte das Kind innerhalb weniger Minuten per Kaiserschnitt entbunden. Doch im Krankenhaus von Kamacupa, einem verschlafenen und abgeschiedenen Städtchen mitten in Angola, ist das anders. „Hier bleibt dieser Eingri¬ eine Ausnahme“, erklärt die Hebamme. „Die Narbe im Uterus kann bei jeder weiteren Schwangerschaft zu Komplikationen führen – eine ernstzunehmende Gefahr für eine junge Frau in Angola. Denn hier liegt die durchschnittliche Geburtenrate bei 7,4 – ohne dass eine medizinische Betreuung überall gewährleistet ist.“

Judith Eberlein mit der jungen Mutter und ihrer kleinen Tochter, die am Tag zuvor bei einer schwierigen Geburt zur Welt kam.

Das Leben als Mutter beginnt früh

© Anke Stockdreher

In den ländlichen Regionen Angolas entbinden die meisten Frauen zu Hause. Ins Krankenhaus kommen sie oft erst, wenn es Komplikationen gibt – doch dann ist es für das Baby häufig zu spät. Hebamme Judith Eberlein kennt das Problem. Deshalb besteht ihre Arbeit nicht nur darin, Geburtshilfe zu leisten. Ebenso wichtig ist es ihr, den Frauen die Möglichkeit zur Schwangerschaftsvorsorge zu geben. Nur so können mögliche Schwierigkeiten frühzeitig erkannt und berücksichtigt werden.

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Im Krankenhaus wird Judith nur dann zu einer gegen Anämie, an der fast alle Schwangeren Entbindung gerufen, wenn es Komplikationen leiden. Außerdem bekommt sie ein Mittel zur gibt. Ansonsten kann sie sich auf ein Team Malariaprophylaxe, da es viel Malaria in der aus neun angolanischen Krankenschwestern Region gibt und diese Krankheit die Schwangerund Geburtshelferinnen verlassen, für deren schaft gefährden kann. Schulung sie zuständig ist. Häufig führt sie für ihre Kolleginnen Kurse in Grundlagen der „Ich spüre, wie ich jeden Tag sicherer werde, Geburtshilfe durch. „Als ich meine Arbeit im und mir und den Müttern mehr zutraue“, Hospital begonnen habe, waren zum Beispiel erzählt Judith. „Jeder Tag ist eine neue Herausdie Hygiene-Standards nicht besonders gut, forderung für mich. Im Vergleich zu Europa und auf die Betreuung der Frauen während sind die medizinischen Mittel, die uns hier zur der Geburt wurde fast kein Wert gelegt. Nach Verfügung stehen, sehr beschränkt. Und doch Trainingseinheiten, in denen wir gewissenhaft gibt es fast für jedes Problem eine natürliche über diese Themen gesprochen haben, hat sich Lösung. Das ist eine wirklich schöne Erfahrung.“ das inzwischen sehr verbessert.“ Judith Eberlein ist rundum zufrieden mit ihrer Seit Januar ist Judith für die EntbindungsstaArbeit in Angola. Trotzdem freut sie sich schon tion des Krankenhauses in Kamacupa und für jetzt auf ihre Rückkehr. „Meine Schwester die Schwangerenbetreuung in sieben Gesund- erwartet ihr drittes Kind, und zur Entbindung heitszentren in der Region zuständig. „Wir im August will ich auf jeden Fall wieder daheim versuchen, die schwangeren Frauen einmal im in Mistelbach sein - das habe ich ihr fest verMonat zu sehen“, erklärt sie. Bei dieser Gelesprochen. Doch falls ich danach für einen genheit werden die Herztöne des Kindes und weiteren Einsatz freigestellt werde, nehme seine Lage kontrolliert. Die Frau wird gegen ich die Gelegenheit sicherlich wahr.“ Tetanus geimpft und erhält ein Eisenpräparat
Anke Stockdreher

In einem Gesundheitszentrum auf dem Land untersucht die Hebamme ein Neugeborenes, das an Atem- und Herzproblemen leidet.
© Anke Stockdreher

In der Nähe von Kamacupa: Viele Mütter stillen ihre Kinder oft jahrelang. Sie sind so arm, dass ihnen keine andere Möglichkeit bleibt.
© ÄRZTE OHNE GRENZEN

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Kleines Spenden-Einmaleins: Ein Vermächtnis für das Leben

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Warum haben Sie ÄRZTE OHNE GRENZEN in Ihr Testament aufgenommen? Wir haben keine Kinder und hatten schon vor zehn Jahren, mit Anfang 40, ein Testament gemacht, in dem eine Hilfsorganisation zum Erben bestimmt war. Meine Frau ist sehr sozial eingestellt. Wir spenden auch jetzt an verschiedene Einrichtungen. Insofern war der Gedanke nahe liegend. Vor einigen Jahren kam – aber nicht nur bei uns – die Diskussion darüber auf, wie die einzelnen Organisationen mit Spenden umgehen. Da gibt es doch sehr große Unterschiede. Wir haben noch einmal neu überlegt, wem wir unser Vermögen hinterlassen wollen und sind letztlich bei ÄRZTE OHNE GRENZEN gelandet.

Unsere Erbschaftsbroschüre „Ein Vermächtnis für das Leben“

Was waren Ihre Gründe? Wir haben den Eindruck gewonnen, dass wirklich viel von den Spenden übrig bleibt und e¬ektiv eingesetzt wird. Was mir zudem großen Respekt abnötigt, ist der hohe persönliche Einsatz der Mitarbeiter, die ja oft in Kriegsgebieten aktiv sind. Dabei nehmen sie zum einen selbst hohe Risiken auf sich, zum anderen ist die Arbeit, schwerverletzte und verwundete Menschen zu versorgen, auch extrem belastend. Durch die Krankheit meiner Frau ist uns die Bedeutung von medizinischer Hilfe auch noch bewusster geworden.

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Welche Form haben Sie gewählt? Bitte «»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«»ffcf schreiben Sie uns, was «»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«» Sie über die Berichte und Wir haben uns für ein so genann«»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«» Interviews in AKUT denken. tes Berliner Testament entschie«»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«»ffcffreuen uns über Ihre Wir den. Das bedeutet, dass wir uns ««»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«» DDPDProooDPDProoo Anregungen und Kritik. als Ehepaar gegenseitig als AlleinodjodjGrodjod oGrodjodjodjodjGrodjodjodjodjGrodjodj fcfm erben eingesetzt haben. ÄRZTE odjodjodj»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«»f odjGrodjodjoddjGrodjodjodjodjGrodjodjododjod ÄRZTE OHNE GRENZEN e.V. OHNE GRENZEN erbt erst dann, «»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«» Verena Schmidt wenn keiner von uns beiden mehr «»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«»ffcfm «»ffcfm fm«««»«»ffcfm«««»«»ffcfm ««»«»ffclebt. Wir haben das Testament «»ffcfmAm Köllnischen Park 1 jodjodjodjCGrCGrCGrCGrodrodjodjodjodjjver- «»ffcfm ohne Notar handschriftlich odjodjjodjrodjodj fm«««»«»ffcfm«««»«»ffcfm ««»«»ffcdjodj«»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»««»« 10179 Berlin odjodjodjodjjo fm«««»«»ffcfm««« ist allerdings ««»«»ffcffcfm«««»«»f««»«»ffcfm«« «»ffcfm «»f««»«»fasst. Mein Schwager»«»ffcfm«»«»f verena.schmidt@berlin.msf.org fcfm«««»«»f««»«»ffcfm«««»«»ffm «»««»«»fRechtsanwalt und hat noch einmal «»ff«»«»ffcfm«««»«»ffcfm«««»«»ffcfm««« f«»«»ffcfm«««»«» m«««»«»fdarüber geschaut. ffcfm«««»«»ffc »ffcfm«««»«»ff«»ffcfm «»ffcfm «»ffcfm Was raten Sie jemandem, der mit seinem Testament Gutes tun will? Man sollte sich in aller Ruhe und sehr sachlich mit dem Thema befassen. Das ist schon eine wichtige Frage. Manchmal ist es auch etwas seltsam, wenn ich mir überlege, was mit meinem Geld passiert, wenn ich nicht mehr lebe. Da sollte sich jeder erst einmal darüber klar werden, welchen Zweck er persönlich unterstützen will. Wichtig finde ich, dass möglichst viel von dem Geld dort ankommt, wo es helfen soll. Daher sollte man sich gut informieren, vielleicht zwei bis dreimal spenden, Kontakt zu der Organisation aufnehmen und mit jemandem dort sprechen, um sich ein Bild zu machen. Wir haben uns zusätzlich vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) Unterlagen schicken lassen. Dort gibt es neutrale Informationen über die HilfsMehr zur Fahrrad-Weltreise organisationen. Wir sind davon und der Spendenaktion überzeugt, dass wir die richtige für Afghanistan unter Entscheidung getro¬en haben. www.lemlem.de
Interview: Verena Schmidt

jjodjodjjodjdjjjodjodjjodjdjdj joddjoddjoddjod

Spendenaktionen:
Liebes Team von ÄRZTE OHNE GRENZEN, herzlichen Glückwunsch zur Freilassung von Arjan Erkel! Wunderbar, dass die Presse auch noch positive Meldungen bringen kann. Viele Grüße, Peter Amsler Heute konnte ich mit großer Freude der Zeitung entnehmen, dass Ihr niederländischer Kollege aus der Gefangenschaft seiner Entführer befreit werden konnte! Was für eine Erleichterung für die Angehörigen, aber natürlich auch die KollegInnen, die diese schreckliche Situation über die gesamte Zeit mitbegleitet haben. Ich ho¬e, dass Ihr Kollege – zumindest körperlich – unversehrt ist und freue mich mit Ihnen über die Freilassung! Herzliche Grüße, Sabine Lackner, Referatsleiterin Auslandseinsätze Technisches Hilfswerk (THW)

Peter Smolka am Stadtrand von Kabul
© privat

Mit dem Fahrrad durch Afghanistan
Ein wenig verrückt muss man dafür schon sein: Seit mehr als drei Jahren – seit seinem 40. Geburtstag – ist Peter Smolka auf FahrradWeltreise. Rund 65.000 Kilometer hat er inzwischen zurückgelegt und dabei nicht nur spektakuläre Strecken wie China-MyanmarIndien geschafft. Auf seiner Homepage sammelt er darüber hinaus Spenden für Projekte, die er sich auf seiner Tour vor Ort angeschaut hat. Zuletzt radelte er durch Afghanistan und besuchte dort Projekte von ÄRZTE OHNE GRENZEN. Warum er gleich eine neue Spendenaktion startete? „Die Organisation ist ihren Idealen treu und hilft effektiv. Die Projekte sind sehr basisnah und überschaubar“, sagt Smolka. Die Spenden über seine Homepage kommen den Kliniken, Impfprogrammen und Mutter-Kind-Projekten in Afghanistan zugute. Wir sagen herzlichen Dank und wünschen alles Gute für die weitere Reise!

Wer ist wo?
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Träger des Friedensnobelpreises 1999

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17 8 9 19 7 13 16 12 2 6 5 18 20 25 24 22 3 11 23 21

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Zurzeit werden 90 Projektstellen in 26 Ländern von Mitarbeitern aus Deutschland besetzt. (Stand: 1. Mai 2004, zusammengestellt von Florence Testa) Als internationale Organisation betreut
ÄRZTE OHNE GRENZEN

weltweit Projekte in mehr als 80 Ländern.

Unser Einsatz braucht Ihre Unterstützung
Spendenkonto 97 0 97 Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00
www.aerzte-ohne-grenzen.de

1 Afghanistan Michael Bamme, Logistiker Anja Engel, Logistikerin Christiane Hinum, Hebamme Wolfgang Kaiser, Arzt * Jenny Kissler, Ärztin Volker Lankow, Krankenpfleger * Heike Mertinkat, Krankenschwester Gabriele Reinelt, Ärztin 2 Angola Katharine Derderian, Kommunikation Katrin Hasselmann, Krankenschwester Heike Johnson, Krankenschwester Anja Kurz, Krankenschwester 3 Äthiopien Ina Mäkelburg, Ärztin Jade Pena, Ärztin * Miriam Silke Pietzsch, Ernährungswissenschaftlerin Sven Werner, Logistiker 4 Bangladesch Susanne Landmann, Laborantin Mike Soehendra, Arzt Susanne Stein, Krankenschwester 5 Burundi Susanne Berlingho¬, Ärztin Andreas Brüchle, Finanzen * Johannes Daniel, Arzt Kerstin Hammer, Ärztin Katja Javaid, Krankenschwester Christiane Lagrave-Jürgens, Anästhesistin Christiane Lenzen, Ärztin Karl-Theo Spinne, Chirurg Claudia Stö¬ges, Hebamme Claudia Thomas, Ärztin 6 D.R. Kongo Gisela Kohler, Krankenschwester Norbert Puhan, Arzt Michael Rogalli, Logistiker Katharina Rost, Krankenschwester

7 Elfenbeinküste Annette Heinzelmann, Ärztin * Gudrun Jellinghaus, Anästhesistin Klaus Konstantin, Arzt Klaus Volmer, Arzt 8 Guatemala Frank Dörner, Arzt * July Menschik, Ärztin 9 Honduras Fernando Galvan, Logistiker 10 Indien Kirsten Resch, Ärztin 11 Kenia Anna Hauth, Laborantin 12 Kongo-Brazzaville Ute-Barbara Arnold, Ärztin Elke Felleisen, Krankenschwester Christina Kitz, Ärztin 13 Liberia Oliver Behn, Logistiker * Verena Dicke, Ärztin Sonja Dullat, Laborantin Mathias Fromelius, Krankenpfleger * Tibor Sasse, Arzt Brigitte Schuster, Ärztin 14 Mosambik Olivier Fiolleau, Finanzen * Nena Solken, Logistikerin 15 Myanmar (Birma) Michael Bader, Logistiker Elke Geyer, Krankenschwester Alexander Opree, Arzt Dirk Pabst, Arzt Peter Rehse, Logistiker Volker Westerbarkley, Arzt 16 Nigeria Sebastian Weber, Landeskoordinator * 17 Pakistan Joost Butenop, Arzt *

18 Sambia Gabriele Klein, Krankenschwester 19 Sierra Leone Isabel Borrmann, Krankenschwester Barbara Gutsche, Krankenschwester Andreas Reinhardt, Logistiker Anja Wolz, Krankenschwester 20 Simbabwe Gabi Nolte, Finanzen * 21 Somalia Regina Dehnke, Krankenschwester Ina Hammesfahr, Hebamme 22 Sudan Simone Berkel, Ärztin Annegret Böhm, Ärztin Andreas Bründer, Logistiker * Katja Grahmann, Krankenschwester Lucia Gunkel, Krankenschwester Christoph Hippchen, Logistiker * Martin Liesen, Arzt Marius Müller, Arzt Nicole Neutz, Krankenschwester Christine Ochwadt, Ärztin Joachim Tisch, Logistiker 23 Tansania Heidi Becher, Consultant 24 Tschad Eva Constanze Hach, Ärztin Tim Haus, Logistiker Karin Hergarden, Krankenschwester * Sibylle Sang, Ärztin Jürgen Stäudel, Logistiker 25 Uganda Patricia Foucault, Administratorin Katja Hilgenstock, Ärztin Karsten Ludwig, Arzt Jens Wenkel, Arzt 26 Usbekistan * Koordinator/in Claudia Stephan, Laborantin
        
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