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Periodical volume

Full text: Akut Issue 2003,4

Angola: Das Gefängnis des Doktor Igi Armenien: „Wann darf ich nach Hause?“ Tschad: In der Wüste gestrandet

4/2003

Akut:
www.aerzte-ohne-grenzen.de

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Editorial:
Impressum Anschrift der Redaktion:
ÄRZTE OHNE GRENZEN e.V.

Im Schatten der Kriege
Das Jahr 2003 war ein Jahr der Kriege, und doch ist das Leid der betroffenen Zivilbevölkerung für viele Menschen in Deutschland nur schemenhaft geblieben. Mehr denn je haben die Bilder des Jahres 2003 Soldaten, insbesondere westliche Soldaten, im Einsatz in den Krisengebieten der Welt gezeigt – Afghanistan, Kongo, Liberia, Palästina und natürlich Irak, auf den sich weltweit die Aufmerksamkeit konzentrierte. Für ÄRZTE OHNE GRENZEN ist allerdings nicht das westliche politische Interesse oder die Präsenz von Soldaten wichtig für einen Einsatz, sondern die Not der Bevölkerung. Diese Not allein jedoch rechtfertigt offenbar noch keine Nachricht. Im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn erhalten zudem in Deutschland Auslandsnachrichten viel weniger Raum als innenpolitische Themen – vor allem wenn es um nicht-westliche Länder geht. Beispiel Kongo: Millionen von Menschen in der Demokratischen Republik Kongo sind in den letzten Jahren als Folge des Bürgerkriegs umgekommen. Doch erst als für einige Wochen auch westliche Soldaten die Stadt Bunia sichern sollten, gab es internationale Aufmerksamkeit – allerdings nur für die winzige Region, in der die Soldaten sich bewegen konnten. Das Schicksal der Menschen, die in die Wälder fliehen mussten und von jeglicher Versorgung abgeschnitten waren, wurde kaum erwähnt. Wohl aber die Präsenz der im Nachbarland Uganda stationierten Bundeswehrsoldaten. Auch Tschetschenien ist einer der vergessenen Kriege. Der Konflikt in der Kaukasusrepublik wird jedoch nicht in erster Linie von den Medien totgeschwiegen, sondern von den westlichen Regierungen. Aus realpolitischem Kalkül ignorieren sie die dramatische Situation der tschetschenischen Zivilbevölkerung, die von ihrer eigenen Regierung systematisch brutaler Gewalt ausgesetzt wird. Was politisch wichtig erscheint, deckt sich leider häufig nicht mit den humanitären Prioritäten. Erschwerend kommt hinzu, dass selbst Hilfsorganisationen wenig tun können, weil die Sicherheitslage auch für die Helfer katastrophal ist.
ÄRZTE OHNE GRENZEN kann und will sich bei der Nothilfe nicht nach politischen oder medialen Kriterien richten. Doch um unabhängig zu bleiben, brauchen wir Spender, die uns zutrauen, dass wir, wo immer möglich, an den richtigen Stellen helfen. Dank Ihrer Unterstützung können unsere Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und Techniker an Orten tätig werden, auf die keine Fernsehkamera gerichtet ist, die kein Politiker für wichtig hält. Zum Jahresende möchte ich mich dafür bei Ihnen bedanken.

Am Köllnischen Park 1 10179 Berlin Tel.: 030 – 22 33 77 00 Fax: 030 – 22 33 77 88 E-Mail: akut@berlin.msf.org Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.de Mitarbeit an dieser Ausgabe: Stephan Große Rüschkamp, Samuel Hanryon, Michael Kneissler, Ulrike von Pilar, Anke Stockdreher, Florence Testa, Almuth Wenta Redaktion: Stephan Große Rüschkamp Verantwortlich: Petra Meyer Fotos: Sebastian Bolesch, Cybèle Borel de Bitche, Florence Gaty, Roger Job, Oliver Kern, Andrew Schechtman, Dieter Telemans, Francesco Zizola/ Magnum Photos

Layout: moniteurs, Berlin Litho: highlevel, Berlin Druck: PrintFactory, Berlin Erscheinungsweise: vierteljährlich Auflage: 135.000 Gedruckt auf Envirotop: 100% Altpapier, mit dem blauen Umweltengel ausgezeichnet Titelbild: Andrang am Erö¬nungstag: Sudanesinnen warten mit ihren Kindern in der Gesundheitsstation des Flüchtlingslagers Tiné, Tschad, auf die Untersuchung
© Dieter Telemans

© Oliver Kern

Dr. Ulrike von Pilar Geschäftsführerin

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Angola

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Inhalt:
Im Schatten der Kriege. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Editorial von Dr. Ulrike von Pilar Kurz notiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nachrichten aus aller Welt Angola: Das Gefängnis des Doktor Igi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Alltag in einem zerstörten Land

© Francesco Zizola/Magnum Photos

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Armenien

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Fotoreportage: Auf der Flucht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kinder bieten der Not die Stirn Armenien: „Wann darf ich nach Hause?“. . . . . . . . Interview zu Gewalt in geschlossenen Erziehungsanstalten
© Florence Gaty

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Tschad: In der Wüste gestrandet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sudanesische Flüchtlinge vor dem Nichts Zu Weihnachten eine Spende schenken. . . . . . .
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Tschad

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Leserbriefe und Spendenaktionen . . . . . . . . . . . . . . Wer ist wo?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Unsere Mitarbeiter in den Projekten

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© Dieter Telemans

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Kurz notiert:

Nachrichten aus
Bangladesch drängt Flüchtlinge ab
Mit Schikanen und Einschüchterungen versucht die Regierung von Bangladesch, Tausende Rohingya-Flüchtlinge zur Rückkehr nach Myanmar (Birma) zu zwingen. Doch trotz der erbärmlichen Lebensbedingungen in zwei Flüchtlingslagern im Südosten Bangladeschs wollen die Menschen nicht nach Myanmar zurückkehren. Sie fürchten die anhaltende Diskriminierung durch die Behörden in ihrer Heimat. ÄRZTE OHNE GRENZEN fordert von der Regierung Bangladeschs und dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), das Grundrecht der Flüchtlinge auf freiwillige Rückkehr zu garantieren. Anfang der 90er Jahre war über eine viertel Million muslimischer Rohingya vor Gewalt und Zwangsarbeit nach Bangladesch geflohen. Heute leben noch rund 19.000 Flüchtlinge in zwei Lagern, in denen ÄRZTE OHNE GRENZEN elf Jahre lang Gesundheits- und Ernährungsprogramme durchgeführt hat.

Russland: TB-Behandlung blockiert
Nach sieben Jahren erfolgreicher Arbeit beendet ÄRZTE OHNE GRENZEN die Tuberkulose-Behandlung in den Gefängnissen und Gemeinden der Region Kemerovo in Sibirien. Obwohl sich ein neues Projekt zur Behandlung multiresistenter TB streng an den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientierte, hatte das russische Gesundheitsministerium es abgelehnt. Bestimmte Antibiotika, die für die Therapie unerlässlich sind, seien in Russland verboten, hieß es zur Begründung. „Wir sehen uns gezwungen, unsere Arbeit zu beenden. Die einzige Alternative wäre gewesen, unsere Patienten mit einer unwirksamen und unangemessenen Therapie zu behandeln“, erklärte Nicolas Cantau, Landeskoordinator von ÄRZTE OHNE GRENZEN. „Angesichts des großen TB-Problems in Sibirien empfinden wir unsere Entscheidung als schmerzhafte Niederlage.“ ÄRZTE OHNE GRENZEN hatte in der Region Kemerovo seit 1996 mehr als 10.000 TBPatienten nach WHO-Richtlinien behandelt.

Gestoppt: TuberkuloseBehandlung in einem sibirischen Gefängnis durch
ÄRZTE OHNE GRENZEN
© Roger Job

Polizei löst Flüchtlingslager auf
Ende September hat die spanische Polizei in der Stadt Ceuta, einer spanischen Enklave an der marokkanischen Nordküste, ein von ÄRZTE OHNE GRENZEN errichtetes Flüchtlingslager geräumt. Die rund 600 Asylsuchenden wurden in ein Übergangszentrum für Migranten in Ceuta gebracht, das zum Zeitpunkt der Räumung bereits überfüllt war. ÄRZTE OHNE GRENZEN ist äußerst besorgt über das weitere Schicksal dieser Menschen, von denen die meisten aus Ländern südlich der Sahara kommen.

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aller Welt
Entführungsfall Arjan Erkel:
ÄRZTE OHNE GRENZEN

Sterben vor dem Bundestag

erhöht Druck auf Putin
Die Organisation hat die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen aufgerufen, den russischen Präsidenten Putin für die Befreiung ihres im Kaukasus entführten Mitarbeiters Arjan Erkel in die Pflicht zu nehmen. Zudem müsse Putin humanitäre Hilfe im Nordkaukasus zulassen. Seit über einem Jahr versichern die russischen Behörden ÄRZTE OHNE GRENZEN, dass sie am Fall Erkel arbeiten. Dennoch sind der Organisation zufolge keine nennenswerten Maßnahmen ergri¬en worden, um ihren Mitarbeiter zu finden oder zu befreien. Der Niederländer war am 12. August 2002 in Dagestan, einer Republik der Russischen Föderation, entführt worden. Laut einer Resolution des UN-Sicherheitsrates vom August 2003 sind die Gastländer für die Sicherheit von humanitären Helfern verantwortlich. Fast 400.000 Menschen haben sich bisher mit ihrer Unterschrift für Arjan Erkels sofortige Freilassung eingesetzt, darunter viele Prominente wie Senta Berger, Günther Jauch, Elton John, Michael Ondaatje, Thomas Roth, die Scorpions oder Günter Grass.

Mit einer Protestaktion vor dem Berliner Reichstagsgebäude forderten Aids-Aktivisten die Bundesregierung auf, mehr Geld für die weltweite Aids-Bekämpfung einzusetzen. Anlass war die UN-GeneralverWHO ruft Aids-Behandlungssammlung zum Thema HIV/Aids notstand aus im September. Die Vereinten NaDie Weltgesundheitsorganisation tionen wollen die Mittel zur inter(WHO) bezeichnet den mangelnnationalen Aids-Bekämpfung bis den Zugang von HIV/Aids-Patienten 2005 auf jährlich zehn Milliarden zu antiretroviralen Medikamenten US-Dollar erhöhen. „Doch der Beials globalen Gesundheitsnottrag, den die deutsche Regierung stand. Sie hat dazu aufgerufen, seit 2001 geleistet hat, ist mit 50 bis Ende 2005 mindestens drei Millionen US-Dollar beschämend Millionen Menschen die Therapie gering“, betonte Katja Roll vom zu ermöglichen. Inzwischen könAktionsbündnis gegen Aids, dem ÄRZTE OHNE GRENZEN angehört. nen Menschen mit HIV/Aids zum Preis von einem US-Dollar am Tag „Wichtige HIV/Aids-Projekte können nicht umgesetzt werden, weil behandelt werden. Dennoch können 99 Prozent derer, die in Afrika die Bundesregierung die Finanzmittel nur verzögert bereitstellt. südlich der Sahara die Therapie Das setzt Menschenleben aufs bräuchten, die lebensverlänSpiel“, sagte Roll. gernden Medikamente nicht bekommen. Das ehrgeizige Ziel „3 by 5“ will die WHO gemeinsam mit Partnern wie dem HIV/Aids-Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS) und dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, TB und Malaria erreichen. Details zur Strategie werden am 1. Dezember, dem Welt-Aids-Tag, bekannt gegeben.

Drei Millionen Aids-Tote jedes Jahr: Forderung nach mehr Geld für mehr Leben
© ÄRZTE OHNE GRENZEN

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10o s.B./ 15o ö.L.

Angola:
Albertina ist sechs Jahre alt und leidet an Knochentuberkulose
Fotos: Francesco Zizola/Magnum Photos

Das Bett Nummer 9 steht ganz hinten in der Zelle. Eine Blechtür führt hinein, Licht fällt durch ein vergittertes Fenster. Es ist nicht zu erkennen, ob ein Mensch in diesem Bett liegt. Das Laken auf der schmutzigen Matratze wirft Falten. Plötzlich bewegt sich das Tuch, ein Gesicht ist zu sehen. Das Gesicht eines kleinen Mädchens. „Hallo Albertina“, sagt Ignaz Steiger. Das kleine Mädchen lächelt. Schweißtropfen sammeln sich auf seiner Oberlippe. „Guten Tag, Doktor Igi“, flüstert es. Albertina ist sechs Jahre alt. Sie wurde irgendwo in der Baumsavanne Angolas geboren, als dort noch der Bürgerkrieg tobte. Seit Knochentuberkulose ihre Wirbelsäule zerfressen hat, ist sie unterhalb der Hüften gelähmt. Deshalb spürte sie keinen Schmerz, als bei einem Unfall glühende Holzkohle ihre Beine verbrannte. „Ich muss dich auf die Seite legen“, sagt Ignaz Steiger. „Nein“, flüstert das Mädchen. „Bitte nicht.“ Sie weint. Sie weint jedes Mal, wenn sie bewegt wird, weil die Schmerzen dann trotz der starken Mittel nicht mehr zu ertragen sind, die Ignaz Steiger ihr gibt. Der Schmerz kommt von den Wunden, die durch das lange Liegen entstehen. Sie haben sich bis zu den Hüftknochen durchgefressen.

Das Gefängnis des Doktor Igi
Das alte Gefängnis steht noch. Ein düsteres Gebäude, völlig ungeeignet für die Heilung Kranker. Dennoch dient es jetzt als Krankenhaus. Denn es hat vier Wände und so etwas wie ein Dach, eine Seltenheit in Mussende. Die Kleinstadt im Norden Angolas wurde während des Bürgerkriegs fast völlig zerstört. Jahrelang gab es keine Hilfe von Außen. Per Fahrrad und Einbaum erreichte im September 2002 ein Team von ÄRZTE OHNE GRENZEN die Stadt. Seit einem knappen Jahr arbeitet Ignaz Steiger als Arzt in Mussende. Michael Kneissler hat ihn in Angola besucht.

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Albertina liegt in der Gesundheitsstation von Mussende, dem ehemaligen Gefängnis der Kleinstadt. Drei winzige Zellen, eine Entbindungsstation, kein Licht, kein fließendes Wasser. Anfang des Jahres kam der deutsche Arzt Ignaz Steiger aus Oberbayern hierher. ÄRZTE OHNE GRENZEN hatte ihn entsandt. Er ist der einzige Arzt in einem Gebiet von der Größe des Saarlandes. Der Arbeitstag beginnt um sechs Uhr morgens bei Sonnenaufgang. Ignaz Steiger und sein Kollege, der Logistikexperte Lukey, gehen die 400 Meter hinunter zum Bach, um sich zu waschen und zu rasieren. Nie verlassen sie den Trampelpfad durch das Buschland. Nur wo vorher schon Menschen gegangen sind, kann man sicher sein, dass es keine Minen gibt. Zum Frühstück gibt es H-Milch mit Wasser und frischgebackenes Weißbrot.

Das Projekt in Mussende ist nur per Einbaum erreichbar

Dann nimmt Ignaz Steiger seinen roten Rucksack mit dem Aufdruck „Our Planet“, in dem er sein Stethoskop und zwei medizinische Fachbücher transportiert, und geht durch die Hüttensiedlung am Rande Mussendes zur Krankenstation. Das Bett Nummer 9 ganz hinten in der Zelle sieht aus wie immer. Schmutzige Matratze, ein Laken. Es ist nicht zu erkennen, ob ein Mensch darin liegt. Ignaz Steiger hält kurz den Atem an. Plötzlich bewegt sich das Tuch. Ein Gesicht ist zu sehen. „Wie geht es Dir, Albertina?“, fragt er. „Gut, Dr. Igi“, sagt das kleine Mädchen. Ihre Stimme ist nur ein Wispern.
Michael Kneissler ist Autor der Zeitschrift MAX. Seine Reportage über den Projektbesuch in Mussende erschien in MAX 11/2003.

Ignaz Steiger bei der Visite

Unsere Arbeit in Angola: Seit Ende des 27 Jahre langen Bürgerkriegs im April 2002 hat ÄRZTE OHNE GRENZEN Zehntausenden geholfen, die zuvor von jeglicher Hilfe abgeschnitten waren. Dennoch ist die humanitäre Situation noch immer dramatisch. Viele Menschen sind unterernährt, Millionen leben als Vertriebene fern der Heimat. Minen, zerstörte Brücken und unpassierbare Strassen erschweren die Rückkehr der Menschen und die Arbeit der Hilfsorganisationen. ÄRZTE OHNE GRENZEN ist seit 20 Jahren in Angola aktiv. Rund 125 internationale und 1.900 lokale Mitarbeiter sind in Krankenhäusern, Gesundheitsstationen und Ernährungszentren tätig. In Mussende gibt es neben der Gesundheitsstation auch eine mobile Klinik, die medizinische Hilfe in die umliegenden Dörfer bringt.

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Auf der Flucht: Spielen
© Andrew Schechtman

© Sebastian Bolesch

Weltweit sind schätzungsweise 40 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Menschenrechtsverletzungen. Die Hälfte von ihnen sind Kinder. Oft sind sie durch grausame Erlebnisse traumatisiert oder haben ihre Familie verloren. Sie leiden unter materieller Not und werden ihrer Zukunftschancen beraubt. Dennoch bieten vor allem Kinder auf der Flucht den harten Lebensbedingungen die Stirn: mit viel Intensität, Enthusiasmus und Einfallsreichtum. Sie weigern sich, die Ho¬nung auf eine Zukunft aufzugeben, die noch Versprechen bereit hält. Sie leben.

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Auf der Flucht: Wohnen
© Sebastian Bolesch

Auf der Flucht: Lesen
© Sebastian Bolesch

Auf der Flucht: Kochen
© Dieter Telemans

Auf der Flucht: Leben

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40o n.B. / 45o ö.L.

Armenien:
Eingesperrt: Die Kinder von Vardashen sind zwischen zwölf und achtzehn Jahren alt
Fotos: Florence Gaty

Wie hat ÄRZTE OHNE GRENZEN vom Leid der Kinder in der Anstalt erfahren?
Als wir 1996 in Armenien sexuell übertragbare Krankheiten behandelten, ist unser Team auf ein Mädchen gestoßen, das missbraucht worden war. Sie erzählte von Prostitution und sexuellem Missbrauch in ihrer Erziehungsanstalt. Wir haben daraufhin Recherchen angestellt und unsere Hilfe in Vardashen angeboten.

Wie haben die Kinder damals gelebt?
Es herrschten katastrophale Verhältnisse. Zunächst versorgten wir die etwa 100 Kinder medizinisch und psychologisch und organisierten Nachtwachen zu ihrem Schutz. Nach und nach kam in Gesprächen mit den Kindern das ganze Ausmaß der Gewalt ans Licht. Eine Gruppe von Wächtern hatte das Sagen in der Anstalt. Schläge und Demütigungen waren an der Tagesordnung. Kinder, die auszubrechen versuchten, wurden geschlagen und tagelang nackt und ohne Nahrung in eine Einzelzelle gesteckt. Besuche von Familienmitgliedern waren nicht erlaubt und manche Familien wussten gar nichts über das Schicksal ihrer Kinder. Es herrschte ein totalitäres Regime, das den Kindern jedes Selbstwertgefühl raubte. Wir haben bei den Behörden Druck gemacht, damit die gewalttätigen Wächter entlassen und durch Erzieher und Psychologen ersetzt wurden. Vardashen ist o¬ener geworden und ist heute nicht mehr mit der Anstalt von vor sechs Jahren zu vergleichen. Dennoch: „Wann darf ich nach Hause?“ ist eine der Fragen, die uns die Kinder am häufigsten stellen.

„Wann darf ich nach Hause?“
Hinter den dicken Mauern der Erziehungsanstalt Vardashen vor den Toren der armenischen Hauptstadt Eriwan spielten sich erschütternde Szenen ab. Jahrelang blieben die unhaltbaren Zustände unbemerkt, bis ÄRZTE OHNE GRENZEN Zugang zu der Einrichtung erhielt. Ein Gespräch mit Samuel Hanryon, Landeskoordinator in Armenien.

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Warum kommen die Kinder in diese Erziehungsanstalt?
O~ziell gelten die Kinder als „sozial gefährlich“, obwohl gerade mal fünf Prozent mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Die einzige „Schuld“ der anderen 95 Prozent ist, dass sie aus sozial schwachen Verhältnissen stammen. Viele müssen deshalb tagsüber betteln, um überleben zu können. Andere sind Waisen und haben kein zu Hause mehr. Das reichte noch vor kurzem, um von der Polizei aufgegri¬en und hinter Anstaltsmauern abgeschoben zu werden. Deshalb kümmern wir uns jetzt bereits in den Straßen Eriwans um die Kinder, damit sie erst gar nicht in Vardashen landen.

Welche Erfolge gibt es?
Dank unserer Arbeit haben 90 Prozent der Kinder, die vorher auf der Straße bettelten, damit aufgehört. Sie leben wieder in ihrer Familie, gehen zur Schule oder machen eine Ausbildung. Gleichzeitig betreuen wir die Kinder in Vardashen weiter. Über 80 Kinder, die mehrere Jahre in der Anstalt verbracht haben, wurden mit unserer Hilfe in den letzten zwei Jahren entlassen. Allerdings befürchten wir, dass es andernorts nach wie vor schlimm ist, etwa in der Erziehungsanstalt von Noubarashen. Dort sollen rund 100 Kinder regelmäßig physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt sein. Die Behörden müssen der Gewalt Einhalt gebieten und dafür sorgen, dass bedürftige Familien unterstützt werden. Unser Projekt beweist: Wenn die Kinder geschützt und gefördert werden, brauchen sie weder auf der Straße noch hinter Anstaltsmauern zu leben.
Das Gespräch führte Stephan Große Rüschkamp. Stadtrand von Eriwan: Betteln gehört zum Alltag

Wie hilft ÄRZTE OHNE GRENZEN den Straßenkindern?
Mehrmals wöchentlich laden unsere Sozialarbeiter die Kinder, die auf der Straße umherstreifen oder betteln, in unser Betreuungszentrum ein. Dort gibt es für die Kinder und ihre Familien medizinische und psychologische Unterstützung sowie Tipps in juristischen und sozialen Fragen. Außerdem machen wir Hausbesuche, vor allem am Rand der Hauptstadt, wo manche Familien in leer stehenden Gebäuden oder Kellern leben und wirklich nichts mehr haben. Wir helfen mit Hygieneartikeln und Nahrungsmitteln sowie medizinischer und psychologischer Behandlung. Sobald die Notsituation überwunden ist, starten wir ein Reintegrationsprogramm, das die Kinder endgültig von der Straße holen soll. Zurzeit richtet sich das Projekt an etwa 200 Kinder. Die Familien eingerechnet, unterstützen wir rund 700 Menschen.
Heimgekehrt: Neun von zehn Kindern, die ÄRZTE OHNE GRENZEN betreut, leben wieder in ihren Familien

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15o n.B. / 33o ö.L.

Tschad:
Durchfall vorprogrammiert: Flüchtlinge graben nach Wasser
Fotos: Dieter Telemans

„Ich komme aus dem Dorf Karnoi im Sudan. Zwei Bomben sind ganz in der Nähe meines Hauses explodiert. Ich und andere Menschen wurden verletzt, zwölf Dorfbewohner starben. Nach dem Angri¬ sind wir sofort geflohen und einige Tage später im Tschad angekommen. Nun lebe ich zusammen mit meiner Mutter und meinen sechs Kindern im Flüchtlingslager von Tiné. Als die Menschen hier unsere Not sahen, haben sie uns die Matten gegeben, auf denen wir sitzen, und die Kleider, die wir tragen. Wenn einer von uns im Lager etwas zu essen hat, teilen wir.“ Die junge Frau, die diese Geschichte erzählt, lebt bereits seit zwei Monaten im Flüchtlingslager von Tiné im zentralafrikanischen Tschad. Auf ihrer Schulter klebt ein schmutziges Pflaster, und die Wunde darunter schmerzt noch immer. Deshalb will sie so schnell wie möglich in das neu erö¬nete Gesundheitszentrum von ÄRZTE OHNE GRENZEN. Doch auch für die nicht verwundeten Flüchtlinge ist das Leben im Lager schwierig.

In der Wüste gestrandet
Tausende Menschen aus dem Westen Sudans sind vor Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen in das Nachbarland Tschad geflohen. Die Flüchtlinge sind in einer kargen Wüstengegend gestrandet, wo es kaum Nahrung und keinen Schutz vor Wind, Sand und Hitze gibt. ÄRZTE OHNE GRENZEN versorgt die Menschen mit dem Nötigsten und hat eine Gesundheitsstation eröffnet.

Braunes Wasser und Hirsebrei
Etwa 3.000 bis 4.000 Menschen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder, leben hier in einfachen Unterständen. Sie sind aus Lumpen und Plastikfetzen gebaut, an denen der Wüstenwind zerrt. Die Luft ist heiß. Sand beißt sich in Augen und Lungen fest. Wasser, um ihn wegzuspülen, ist rar. An einer Wasser-Ausgabestelle können die Flüchtlinge es in Kanistern kaufen. Doch viele haben kein Geld und graben deshalb in einem ausgetrockneten Flussbett danach. Die bräunliche, erdige Flüssigkeit trinken sie dann ungefiltert.

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Auf Sand gebaut: Flüchtlingslager bei Tiné

Vor vielen Unterständen findet sich nicht einmal ein Kochtopf. „Wir werden vor Hunger sterben“, sagt eine alte Frau und hebt resigniert die Schultern. Wie die meisten Flüchtlinge lebt sie fast ausschließlich von Hirsebrei. Das Hirsemehl wird mit Wasser gekocht und zu einer Art Brotlaib geformt. Es ist ein typisches Gericht der Gegend, das gewöhnlich mit einer Soße aus Fleisch, getrockneten Tomaten und Okraschoten serviert wird. Doch im Lager gibt es all dies nicht, und die Menschen sind glücklich, wenn sie die gräuliche Masse essen können, wie sie ist. Vom Lager aus ist es nicht weit bis zum Markt, wo einige Flüchtlinge nach Essbarem betteln. Doch inzwischen gibt es auch in der kleinen Stadt kaum noch Reserven.

Krankenhaus in der Wüste
Auf der von Tiné abgewandten Seite des Lagers beginnt die Wüste. Sand und Steine erstrecken sich bis zum Horizont. An dieser Seite des Lagers hat ÄRZTE OHNE GRENZEN ein Gesundheitszentrum erö¬net und kümmert sich um die medizinische Versorgung der Flüchtlinge.

Wenn das Team die Behandlungszelte gegen 7.30 Uhr am Morgen erreicht, wird es bereits von Dutzenden Flüchtlingen erwartet. Viele von ihnen leiden an Durchfallerkrankungen, meist Folge der schlechten Wasserqualität. Auch Atemwegserkrankungen sind häufig. „Hier in Tiné steigen die Temperaturen tagsüber auf über 40 Grad, aber nachts kann es mit etwa 15 Grad ziemlich kühl werden“, erklärt die Krankenschwester Fabienne Gaborieau. Die Menschen haben weder Decken noch warme Kleidung, um sich vor diesem Temperatursturz zu schützen. Auch der Ernährungszustand vieler Kinder ist besorgniserregend. Fabienne Gaborieau: „Innerhalb von nur drei Tagen haben wir rund 20 schwer unterernährte Kinder angetro¬en.“ Sie werden nun mit hochproteinhaltiger Spezialnahrung im Gesundheitszentrum aufgepäppelt. Das Leben im Lager von Tiné ist ein täglicher Kampf ums Überleben. Die meisten Flüchtlinge möchten deshalb so schnell wie möglich in ihre Heimat, die sudanesische Provinz Darfur, zurückkehren. Doch ihre Dörfer sind zerstört, und noch immer wird dort gekämpft. So müssen die Menschen im Lager warten – und auf ein Wunder ho¬en, das Frieden heißt.
Anke Stockdreher

„Zwei Bomben sind ganz in der Nähe meines Hauses explodiert.“ Frau aus Karnoi im Sudan

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Kleines Spenden-Einmaleins: Schenken Sie Menschlichkeit
Geschenke, die ankommen: Medizinische Hilfsgüter werden entladen
© Dieter Telemans

Schenken ist ein zentrales Thema in diesen Wochen. Spenden auch. Bringt man beides zusammen, können Sie Menschen in Not weltweit helfen und die Familie oder Freunde mit dieser Art des Schenkens überraschen.

Was ist eine Geschenkspende?
Es gibt zwei Möglichkeiten: Anstatt für jemanden ein Geschenk zu kaufen, spenden Sie einen bestimmten Betrag für diese Person. Oder Sie bitten ihre Gäste, anstelle eines Präsents für Sie die Projekte von ÄRTZE OHNE GRENZEN mit einem Geldbetrag zu unterstützen.

Wie rufe ich selbst zu Geschenkspenden auf?
Sie können natürlich auch selbst auf Geschenke verzichten und statt dessen Freunde und Familie bitten, an ÄRZTE OHNE GRENZEN zu spenden. Dazu geben Sie uns ein Stichwort bekannt, das dann alle Schenkenden angeben, wenn sie spenden. Somit können wir die eingehenden Gelder klar als Geschenkspenden erkennen, die in diesem Fall Ihnen gelten. Wenn Sie es möchten, teilen wir Ihnen nach einiger Zeit mit, wie hoch hierbei die Gesamtsumme ist und wer gespendet hat. Natürlich können Sie auch selbst die entsprechenden Beträge sammeln (z.B. in Spendendosen, die wir Ihnen gerne zusenden) und uns anschließend in einer Summe überweisen. Wenn dabei ein Schenkender eine Spendenquittung wünscht, teilen Sie uns einfach den Namen, die Adresse und den von ihm gespendeten Betrag mit. Bei Fragen und Anregungen freuen wir uns über Ihren Anruf (Tel. 030 - 22 33 77 66) oder Ihre E-Mail an almuth.wenta@berlin.msf.org. In jedem Fall gilt: Mit einer Geschenkspende schenken Sie ein Stück Menschlichkeit. Und Menschlichkeit ist ein zentrales Thema – nicht nur in diesen Wochen.

Wie veranlasse ich eine Geschenkspende?
Sie können die Spende bei der Bank überweisen oder über unsere Homepage per Bankeinzug bzw. Kreditkarte online veranlassen. Auf der Homepage (www.aerzte-ohne-grenzen.de) finden Sie unter der Rubrik „Spenden und aktiv werden“ die entsprechenden Formulare. Teilen Sie uns einfach den Namen und die vollständige Adresse desjenigen mit, für den diese Geschenkspende gedacht ist. Der oder die Beschenkte erfährt dann in einem Brief von uns, dass Sie in seinem oder ihrem Namen anderen Menschen helfen. Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenquittung (Zuwendungsbestätigung).

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Leserbriefe und Spendenaktionen:
Bitte schreiben Sie uns, was Sie über die Berichte und Interviews in AKUT denken. Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Kritik.
ÄRZTE OHNE GRENZEN e.V. Almuth Wenta Am Köllnischen Park 1 10179 Berlin almuth.wenta@berlin.msf.org
Sehr geehrte Frau Wenta, die vergangene Ausgabe von Akut fand ich sehr informativ. Eine Anregung zu der kurzen Meldung „Kein Geld für Globalen Fonds“. Es könnte doch angegeben werden, an wen man sich wenden kann, um sein Missfallen auszudrücken. In diesem Fall wird man ja vermutlich bei der Ministerin für Entwicklungshilfe o¬ene Türen einrennen. Wäre da der Finanzminister eine geeignete Adresse oder gleich der Kanzler oder sein persönlicher Referent? * Mit freundlichen Grüßen Hansjörg Hahn

* In der Meldung kritisierten wir die mangelnde Bereitschaft der Bundesregierung, mehr Geld für den weltweiten Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria auszugeben. Wenn auch Sie sich dafür einsetzen möchten, dass die Regierung mehr Geld bereitstellt, wenden Sie sich am besten an Ihre(n) Wahlkreisabgeordnete(n). Diskutieren Sie mit ihr/ihm über das Engagement der Bundesregierung, diese Krankheiten wirksam zu bekämpfen. (Anm. d. Red.)

Milena Fahr lief für Geld durch Berlin
© Cybèle Borel de Bitche

„Gemeinsam für Afrika“
Unter diesem Motto haben sich 26 Hilfsorganisationen zusammengeschlossen – mit dabei auch ÄRZTE OHNE GRENZEN. Ziel der Aktion war es, auf die Lebensbedingungen in Afrika aufmerksam zu machen und hoffnungsvolle Ansätze bei der Überwindung von Armut, Bürgerkriegen und Krankheiten wie HIV/Aids und Malaria zu zeigen. Herbert Grönemeyer, prominenter Botschafter der Kampagne, besuchte mehrere Hilfsprojekte in Zentralafrika und gab mit einem Konzert in der Arena Oberhausen am 6. November den Startschuss für die Aktion. In den darauf folgenden Tagen informierten die Hilfsorganisationen bundesweit mit vielfältigen Veranstaltungen über ihre Arbeit und baten um Spenden. Bundespräsident Johannes Rau übernahm die Schirmherrschaft für „Gemeinsam für Afrika“.

Spendenlauf: Ärztin lief beim Berlin-Marathon keinen Schritt umsonst
Auf die Zeit kam es nicht an. Als Milena Fahr am 28. September am Brandenburger Tor durchs Ziel lief, hatte sie über 1.100 Euro für Gesundheitsprojekte im Kongo „erlaufen“. Ihr Training hatte im vergangenen Jahr auf einer staubigen Dorfstraße in der Demokratischen Republik Kongo begonnen. Milena Fahr arbeitete dort für ÄRZTE OHNE GRENZEN in einem Ernährungszentrum und in der HIV/Aids-Aufklärung. Wenn die weiße Ärztin morgens ihre Runden drehte, entlockte das der Dorfbevölkerung so manchen Scherz, viele Aufmunterungen und einige nicht ganz ernst gemeinte Heiratsanträge. Zurück in Deutschland blieb Milena Fahr dem Laufen treu. Sie besorgte sich eine Startnummer für den BerlinMarathon 2003 und rief dazu auf, sie auf den gut 42 Kilometern durch die Hauptstadt mit einer Spende zu Gunsten von ÄRZTE OHNE GRENZEN zu unterstützen. Das Geld kommt Projekten im Kongo zugute. Unser Dankeschön gilt der Läuferin und allen, die gespendet haben.

Wer ist wo?
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Zurzeit werden 73 Projektstellen in 30 Ländern von Mitarbeitern aus Deutschland besetzt. (Stand: 10. Oktober 2003, zusammengestellt von Florence Testa)

1 Afghanistan Daniel Cobold, Krankenpfleger Anja Engel, Logistikerin * Thorsten Frank, Arzt Wolfgang Kaiser, Arzt * Monika Meinhard, Krankenschwester * Thomas Prochnow, Krankenpfleger 2 Angola Katharine Derderian, Kommunikation Christiane Fritz, Krankenschwester Judith Kadir, Krankenschwester * Anja Kurz, Krankenschwester Christine Nass, Krankenschwester Als internationale Mariska Schönrock, Ärztin Organisation betreut Ignaz Steiger, Arzt 3 Armenien ÄRZTE OHNE GRENZEN Tido Schön-Angerer, Arzt * weltweit Projekte in 4 Äthiopien mehr als 80 Ländern. Annette Heinzelmann, Ärztin * Tanja Reichl-Petsch, Ernährungswissenschaftlerin 5 Burundi Andreas Brüchle, Finanzen * Miriam Dmoch, Ärztin Thomas Doepner, Arzt Karl-Theo Spinne, Chirurg Claudia Thomas, Ärztin Tina Tyrchan, Ärztin 6 D.R. Kongo Katrin Friedrich, Krankenschwester Anja Hüfner, Ärztin Anette Kreimeier, Logistikerin Unser Einsatz braucht Andrea Scheltdorf, Krankenschwester Ihre Unterstützung 7 Elfenbeinküste Sybille Sang, Ärztin 8 Guatemala Spendenkonto 97 0 97 July Menschik, Ärztin Sparkasse Bonn 9 Guinea Laure-Anne Garnier, Administration BLZ 380 500 00 10 Honduras Fernando Galvan, Logistiker www.aerzte-ohne-grenzen.de

11 Indien (Kaschmir) Martin Kessler, Logistiker 12 Indonesien Claudia Weidenbrück, Krankenschwester 13 Kamerun Jörg Nitschke, Chirurg 14 Kolumbien Ingo Finnmann, Arzt Anja Wolz, Krankenschwester 15 Kongo-Brazzaville Nicole Henze, Krankenschwester 16 Liberia Mathias Fromelius, Krankenpfleger Matthias Hörbelt, Krankenpfleger Bernhard Mandrella, Chirurg Jade Pena, Ärztin 17 Mosambik Olivier Fiolleau, Finanzen * 18 Myanmar (Birma) Elke Geyer, Krankenschwester Alexander Opree, Arzt 19 Nepal Beatriz Canas de Sandberger, Ärztin * 20 Nigeria Oliver Behn, Logistiker * Susanne Landmann, Laboratin 21 Pakistan Alexandra Bahnsen, Krankenschwester Gabi Gross, Krankenschwester 22 Phillipinen Roland Schwanke, Krankenpfleger * 23 Sierra Leone Isabel Borrmann, Krankenschwester Stefanie Dressler, Krankenschwester Marita Esser, Ärztin Fredder Jaramillo, Public-Health-Experte * Henrike Meyer, Chirurgin Gabriele Reinelt, Ärztin Dorothee Rentrop, Hebamme Corine Wagner, Administration *

24 Somalia Iris Commerell, Krankenschwester Regina Dehnke, Krankenschwester Ina Hammesfahr, Hebamme Georg Petersen, Logistiker Dagmar Wood, Finanzen * 25 Sri Lanka Peter Kouril, Arzt 26 Sudan Annegret Böhm, Ärztin Andreas Bründer, Logistiker * Christoph Hippchen, Logistiker * Melanie Ho¬mann, Ärztin Almut Köster, Ärztin Volker Lankow, Krankenpfleger * Kai Stietenroth, Arzt 27 Tansania Sebastian Weber, Landeskoodinator 28 Thailand Gerhard Baumgard, Finanzen * 29 Tschad William Nyabyenda, Logistiker 30 Uganda Alexander Mentel, Arzt * Koordinator/in

Träger des Friedensnobelpreises 1999
        
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