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Periodical volume

Full text: Akut Issue 2001,4

Im Schatten des Terrors: Das Leid der Afghanen Nationale Mitarbeiter: Ohne sie geht nichts Sambia: Ho¬nung auf ein neues Leben

4/2001

Akut:

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Editorial:

1971 – 2001: 30 Jahre Hilfe für Menschen in Not
Vor genau 30 Jahren, im Dezember 1971, wurde MÉDECINS SANS FRONTIÈRES / ÄRZTE OHNE GRENZEN gegründet. Unser Ziel: Kompetente medizinische Nothilfe zu leisten und uns als Sprachrohr für Menschen in Not nicht den Mund verbieten zu lassen. Dahinter stand die Erkenntnis, dass professionelle Hilfe nötig ist und Worte nicht immer Leben retten können, aber Schweigen mit Sicherheit tötet. Das hatten die Katastrophen in Biafra und Bangladesch auf schmerzliche Weise gezeigt. In Biafra starben Ende der sechziger Jahre die Menschen zu Hunderttausenden. Ein Bürgerkrieg und die menschenverachtende Logik skrupelloser Machthaber waren die Ursache für die Hungersnot – keine Naturkatastrophe, wie in den Medien dargestellt. Aber darüber wollte oder durfte keiner öffentlich sprechen. Eine Gruppe französischer Ärzte konnte das nicht akzeptieren. Eine zweite Schlüsselerfahrung war 1970/71 die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, den Opfern einer verheerenden Flutkatastrophe in Ost-Pakistan, dem heutigen Bangladesch, zu Hilfe zu kommen.

© Oliver Kern

Impressum Anschrift der Redaktion:
ÄRZTE OHNE GRENZEN e.V.

Am Köllnischen Park 1 10179 Berlin Tel.: 030 – 22 33 77 00 Fax: 030 – 22 33 77 88 E-Mail: akut@berlin.msf.org Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.de Mitarbeit an dieser Ausgabe: Joost Butenop, Amaia Esparza, Gazelle Gagnaire, Kattrin Lempp, Petra Meyer, Dr. Ulrike von Pilar, Verena Schmidt, Anke Stockdreher, Wyger Wenthold Redaktion: Anke Stockdreher Verantwortlich: Petra Meyer Fotos: Sebastian Bolesch, Amaia Esparza, Gazelle Gagnaire, Oliver Kern,Volker Lankow, Reuters, Serge Sibert, Atsushi Shibuya, Anette Thome, Wyger Wenthold

Gestern wie heute hat humanitäre Hilfe das Ziel, Leben zu retten, Leiden zu verringern und den Menschen zu helfen, ihre Rechte und ihre Würde wiederzuerlangen. Sie setzt dort ein, wo die Politik versagt hat. Und sie wurzelt in der Empörung über das unerträgliche Leid von Millionen von Menschen, das von der Politik immer wieder als Fußnote der Geschichte behandelt wird. Aber um für die Menschen handeln und sprechen zu können, müssen humanitäre Organisationen in ihren Entscheidungen unabhängig von Staaten und politischen Interessen sein – ein ständiger Balanceakt auch für ÄRZTE OHNE GRENZEN . Libanon in den siebziger, Afghanistan in den achtziger Jahren nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen, Hungersnot und Deportationen in Äthiopien, Bürgerkriege in Angola, Sudan und Mosambik, die Tragödie der kambodschanischen Flüchtlinge, der Bosnienkrieg und die ethnischen Säuberungen auf dem Balkan, die Angriffe auf die Zivilbevölkerung in Tschetschenien. Und unvorstellbar: der Völkermord in Ruanda. Immer wieder hat ÄRZTE OHNE GRENZEN versucht, Hilfe zu bringen, wo möglich, aber auch Verantwortung aufzuzeigen, wo nötig. Der Zugang zu den Opfern von Konflikten und Katastrophen wird Hilfsorganisationen heute immer häufiger verwehrt. Humanitäre Hilfe wird von den Krieg führenden Parteien sogar als Teil ihrer militärischen Strategie benutzt. Wie in den letzten 30 Jahren werden wir uns weiterhin für das Recht der Zivilbevölkerung auf unabhängige humanitäre Hilfe einsetzen – in Afghanistan ebenso wie in all den vergessenen Konflikten, die niemals die Titelseiten erreichen.

Layout: moniteurs, Berlin Litho: ctp Berlin Service Druck: PrintFactory, Berlin Erscheinungsweise: vierteljährlich Auflage: 110.000 Gedruckt auf Envirotop: 100% Altpapier, mit dem blauen Umweltengel ausgezeichnet Titelbild: Afghanisches Flüchtlingsmädchen mit seinem Bruder in der Nähe von Peshawar/Pakistan.
© Reuters

Dr. Ulrike von Pilar Geschäftsführerin

Afghanistan

Inhalt:
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30 Jahre Hilfe für Menschen in Not . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Editorial von Dr. Ulrike von Pilar
© Volker Lankow

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Kurz notiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nachrichten aus aller Welt Im Schatten des Terrors: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Leid der Afghanen Wie ÄRZTE OHNE GRENZEN hilft Angola: Ein Land im Ausnahmezustand . . . . . . . . . . . . Fotoreportage von Atsushi Shibuya Sambia: Hoffnung auf ein neues Leben . . . . . . . . Einblick in den Alltag eines Flüchtlingslagers Nationale Mitarbeiter:. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ohne sie geht nichts Warum sie für ÄRZTE OHNE GRENZEN arbeiten Kleines Spenden-Einmaleins: . . . . . . . . . . . . . . . . . Projekte, Werbung und Verwaltungskosten Leserbriefe und Spenderaktionen . . . . . . . . . . . . . . Wer ist wo?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Unsere Mitarbeiter in den Projekten

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Angola

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© Atsushi Shibuya

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Nationale Mitarbeiter 13

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© Sebastian Bolesch

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Kurz notiert:

Nachrichten aus
Durch den Bürgerkrieg ist das Gesundheitssystem in der D.R. Kongo völlig zerstört. ÄRZTE OHNE GRENZEN konnte jetzt ein neues Projekt beginnen.
© Sebastian Bolesch

Restgeld vor der Euro-Umstellung spenden
Lagern bei Ihnen noch „Schlafmünzen“ aus dem letzten Urlaub oder anderes Kleingeld? ÄRZTE OHNE GRENZEN sammelt bis März 2002 deutsche und ausländische Münzen bzw. Scheine, die nach der Umstellung auf den Euro ihre Gültigkeit verlieren. Sammelbehälter stehen bundesweit in den Filialen der Deutschen Apothekerund Ärztebank sowie in den Geschäftsstellen der Sparkasse Rostock und der Sparkasse Leipzig. Wer nicht in der Nähe einer Sammelstelle wohnt, kann das Restgeld auch direkt an unser Berliner Büro senden (Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin). Um den Verwaltungsaufwand gering zu halten, stellen wir über die „Schlafmünzen“ keine Spendenbestätigungen aus. Die Adressen der Bankfilialen können auf unserer Homepage (www.aerzte-ohne-grenzen.de, Rubrik „Spenden und aktiv werden“) abgerufen oder telefonisch unter 030 – 22 33 77 64 erfragt werden.

Neues Projekt in der Demokratischen Republik Kongo
In Shabunda, im Osten der Demokratischen Republik Kongo, haben Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN ein neues Projekt zur Basisgesundheitsversorgung gestartet. Aufgrund bewa¬neter Auseinandersetzungen in diesem Gebiet war die Bevölkerung während der vergangenen 18 Monate weitgehend von internationaler Hilfe abgeschnitten. Seit Oktober sind nun wieder ein Arzt, eine Krankenschwester und ein Logistiker in dieser Region tätig. Bereits im August dieses Jahres war es einem Team der Organisation gelungen, medizinische Hilfe während eines Masernausbruchs zu leisten.

Ausstellung erfolgreich beendet
Rund 3.000 Kilometer hat die Wanderausstellung „Unbezahlbar krank. Gesundheit – ein Menschenrecht?“ zurückgelegt, die am 28. September erfolgreich zu Ende gegangen ist. Etwa 1.500 Besucher haben die Ausstellung in insgesamt acht deutschen Städten besucht und sich dabei über die Medikamentenkampagne informiert. Gleichzeitig hatten sie Gelegenheit, sich an einer Postkartenaktion an die Bundesregierung zu beteiligen, bei der diese aufgefordert wird, sich für das Recht auf Gesundheitsversorgung für alle Menschen einzusetzen. Bis heute sind rund 12.000 Unterschriften bei ÄRZTE OHNE GRENZEN eingegangen. Sie sollen im Dezember an Vertreter der Bundesregierung übergeben werden.

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aller Welt
Wettbewerb gewonnen
Studenten der Dortmunder Fachhochschule für Grafik und Design haben in diesem Sommer mit Plakatentwürfen für ÄRZTE OHNE GRENZEN den Wettbewerb „Ideas that Matter“ des Papierherstellers Sappi gewonnen. Mit dem Preisgeld von 50.000 Euro werden 1.600 Plakate gedruckt, die ab Mitte November 2001 auf Plakatwänden in Berlin und München zu sehen sind. Mit dem Slogan „Ärzte ohne Medikamente“ sollen sie auf die Medikamentenkampagne von ÄRZTE OHNE GRENZEN aufmerksam machen. Zusätzlich werden in Cafés und Bars der beiden Städte Freipostkarten mit denselben Motiven zum Mitnehmen ausliegen.

Mongolei: HIV/Aids-Projekt übergeben
ÄRZTE OHNE GRENZEN hat das HIV/Aids-Projekt in der Mongolei

an das dortige Ministerium für ö¬entliche Gesundheit sowie lokale Nichtregierungsorganisationen übergeben. Das Projekt war 1999 in der Hauptstadt Ulan-Bator mit dem Ziel begonnen worden, die Bevölkerung über HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten aufzuklären. Informationen wurden über Radio, TVSpots, Plakate und Informationszentren verbreitet. Rund 250 Mitarbeiter des Gesundheitssystems wurden landesweit geschult. Obwohl bislang von o~zieller Seite nur zwei Aids-Fälle in der Mongolei bestätigt wurden, steigt die Besorgnis, da sich in den benachbarten Ländern China und Russland immer mehr Menschen mit dem HI-Virus infizieren.

Pakistan häufig an posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen und Problemen wie Sucht und häuslicher Gewalt. Ein internationaler Mitarbeiter wird nationale Kollegen darin schulen, den Betro¬enen psychosoziale Unterstützung zu geben. Darüber hinaus unterstützt ÄRZTE OHNE GRENZEN die indische Organisation Voluntary Health Association (VHA), die eine medizinische Basisversorgung aufbaut.

Plakatentwürfe „Ärzte ohne Medikamente“

Psychosoziales Pilotprojekt in Kaschmir
In einem Pilotprojekt hat ÄRZTE OHNE GRENZEN damit begonnen, den Menschen in der Region Ganderbal in Kaschmir psychologische Unterstützung anzubieten. Aufgrund jahrelanger Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen leidet die Bevölkerung im Grenzgebiet zwischen Indien und

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35o n.B./ 65o ö.L.

Afghanistan:
Auch für die Menschen in Afghanistan markiert der 11. September einen Wendepunkt: Ihre ohnehin verzweifelte Lage spitzt sich weiter zu, als die ersten Bomben fallen und Hilfe von außen immer schwieriger wird. Die enge Verbindung der regierenden Taliban zu den mutmaßlichen Hintermännern des Anschlages auf das World Trade Center, Osama bin Laden und seine Mitstreiter, rücken das vom Bürgerkrieg geschüttelte Land plötzlich ins Zentrum des politischen Weltgeschehens. Recht schnell erkennen die in Afghanistan tätigen Hilfsorganisationen, dass sie ihre internationalen Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen abziehen müssen – zumindest aus dem Gebiet, das von den Taliban kontrolliert wird. Zurück bleiben die afghanischen Kollegen, in deren Hände seitdem die Projekte liegen. Nur im Nordosten des Landes, dem Gebiet der Opposition (Nordallianz) können internationale Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN auch weiterhin arbeiten. In den Wochen nach der Evakuierung gelingt es mehrfach, Kontakt zu den afghanischen Kollegen aufzubauen und Hilfskonvois ins Land zu schicken, um die Projekte mit Hilfsgütern zu versorgen. Insgesamt 115 Tonnen Material bringt allein ÄRZTE OHNE GRENZEN nach dem 11. September in die Region, rund 70 Mitarbeiter werden in den Nachbarländern postiert.

Vertriebenenlager im Nordosten Afghanistans. Auch die Zukunft dieses Mädchens ist ungewiss.
© Volker Lankow

Im Schatten des Terrors
Selten war es für Hilfsorganisationen schwieriger, in Afghanistan zu arbeiten, und selten wurde ihre Unterstützung dringender benötigt. 20 Jahre Bürgerkrieg und eine der schwersten Dürrekatastrophen in der Geschichte des Landes haben die Bevölkerung an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Doch nach den furchtbaren Terroranschlägen vom 11. September und den darauf folgenden Bombenangriffen hat sich die Situation noch einmal dramatisch verschärft. Zudem steht der Winter vor der Tür, den viele Afghanen ohne Hilfe von außen kaum überleben werden.

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Unsere Projekte im Gebiet der Nordallianz laufen uneingeschränkt weiter.
© Volker Lankow

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) malt ein düsteres Szenario: Es rechnet mit etwa 1,5 Millionen Flüchtlingen. Die an Afghanistan grenzenden Länder erklären gleichzeitig, dass sie ihre Grenze schließen werden. Doch wider Erwarten fliehen bis Ende Oktober nur relativ wenige Afghanen in die Nachbarländer. Die Medien berichten zwar immer wieder, dass Zehntausende an den Grenzen warten, doch bestätigt werden diese Meldungen nicht. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, erhalten weder Hilfsorganisationen noch Medien Zugang zum Afghanistan der Taliban. Diese haben alle Ausländer des Landes verwiesen, und die Bevölkerung bleibt in großer Not sich selbst überlassen.

sind außerdem weite Gebiete vermint. Niemand weiß aber, wo die Minen liegen, und es besteht die Gefahr, dass sich die Menschen beim Einsammeln der Pakete verletzen. Einige Tausend Nahrungsmittelrationen decken zudem in keiner Weise die Bedürfnisse der Afghanen. Nach UN-Angaben benötigen etwa 7,5 Millionen Menschen in Afghanistan dringend humanitäre Hilfe. Rund 50.000 Tonnen Nahrungsmittel sind laut UN zur Deckung des monatlichen Bedarfs nötig. Derartige Mengen aber können nur auf dem Landweg die Menschen erreichen. Voraussetzung dafür ist, dass die Hilfsorganisationen unabhängig und neutral arbeiten. Wird jedoch humanitäre Hilfe als Teil eines militärischen Einsatzes angesehen, kann das den Zugang zur afghanischen Bevölkerung in Zukunft noch erschweren. Die Kriegsparteien erlauben uns dann nicht mehr, der Bevölkerung zu helfen, weil wir als verlängerter Arm der jeweils anderen Partei angesehen werden. Das aber kann für Menschen in Not bedeuten, dass Hilfe unmöglich wird – und genau dies muss verhindert werden.
Petra Meyer

Am Grenzübergang Chaman, im südlichen Pakistan, arbeitet ÄRZTE OHNE GRENZEN seit Ende Oktober im bisher einzigen Auffanglager für afghanische Flüchtlinge. Die Mitarbeiter untersuchen die Menschen bei ihrer Ankunft medizinisch und versorgen sie mit Medikamenten. Schwere Fälle werden an das nächste Krankenhaus weitergeleitet. Bislang befinden sich rund 1.300 Afghanen in diesem Auffanglager.

Nahrungsmittelabwürfe als PR-Strategie?
Als am 7. Oktober die ersten Angri¬sflüge auf Afghanistan starten, werfen Amerikaner und Briten nicht nur Bomben, sondern auch Nahrungsmittel ab. Viele, denen das Schicksal des afghanischen Volkes am Herzen liegt, mögen darüber erleichtert gewesen sein. Und sie mögen sich geärgert haben, als ÄRZTE OHNE GRENZEN diese Vermischung von humanitärer Hilfe und militärischer Operation scharf kritisierte. Arroganz wurde uns vorgeworfen, Desinteresse für das Leid der Afghanen. Das Gegenteil ist der Fall: Nahrungsmittelabwürfe sind im Allgemeinen das letzte Mittel, zu dem humanitäre Organisationen greifen. Denn wenn keine Helfer am Boden sind, können wir nicht sicherstellen, dass die Hilfe auch die Bedürftigsten erreicht, also Kranke, Kinder, Frauen und ältere Menschen. In Afghanistan

Im Krankenhaus von Faizabad kümmert sich eine Mutter um ihr krankes Kind.
© Volker Lankow

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Nach 25 Jahren Krieg kommt Angola einfach nicht zur Ruhe. Obwohl bereits 1994 ein Friedensabkommen unterzeichnet wurde, sind Kämpfe und gewalttätige Ausschreitungen zwischen der Regierung und den UNITA-Rebellen noch immer an der Tagesordnung. Weite Gebiete sind vermint, viele Gebäude zerstört, und die meisten Menschen kennen den Frieden nur aus Erzählungen. Rund zwölf Millionen Menschen – etwa ein Viertel der Gesamtbevölkerung Angolas – sind während der vergangenen Jahre aus ihrer Heimatregion vertrieben worden. Viele von ihnen haben in größeren Städten Zuflucht gesucht und leben nun in Vertriebenencamps.

Angola: Ein Land im Ausnahmezustand

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Eine staatliche Gesundheitsversorgung existiert in Angola praktisch nicht mehr. Deshalb unterstützt ÄRZTE OHNE GRENZEN in weiten Teilen des Landes Krankenhäuser und Gesundheitszentren, errichtet Ernährungszentren, bildet nationale Mitarbeiter aus und arbeitet in Vertriebenencamps. „Die mit Abstand häufigste Krankheit der Vertriebenen ist Malaria. Dann folgen Atemwegsinfektionen sowie Haut- und Durchfallerkrankungen“, berichtet der Arzt Joost Butenop. „Einige der Camps liegen auf einer Hochebene, wo es nachts mit weniger als 5 Grad Celsius empfindlich kalt wird. Die Neuankömmlinge besitzen jedoch oft nicht einmal eine Decke. Die Regierungstruppen hatten sie zwangsweise vertrieben oder mit Hubschraubern und wenig Gepäck aus ihren Heimatregionen abtransportiert.“

Eine Fotoreportage von Atsushi Shibuya

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15o s.B. / 28o ö.L.

Sambia:
Noch immer steigt die Zahl der Flüchtlinge im Kala Camp stetig.
© Anette Thome

Im Kala Camp leben etwa 20.000 Flüchtlinge aus dem Kongo. Warum sind sie geflohen?
Die meisten sind vor den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Rebellentruppen, der Regierung und ausländischen Truppen geflüchtet. Einige haben sich bereits über Wochen allein in Sambia durchgeschlagen, andere kommen direkt über die Grenze ins Lager. Was au¬ällt, sind die vielen Kinder und Jugendlichen. Rund ein Viertel sind Kinder unter fünf Jahren. Zahlreiche Familien sind nicht mehr vollständig. Sie wurden auf der Flucht auseinander gerissen oder Angehörige sind umgekommen.

Hoffnung auf ein neues Leben
Mehr als 200.000 Menschen sind in den letzten Jahren aus ihrer Heimat, der Demokratischen Republik Kongo, geflohen. Erste Etappe in eine oft ungewisse Zukunft ist für viele das Flüchtlingslager von Kala, im Norden des benachbarten Sambia. Hier erhalten sie Unterkunft, Nahrungsmittel sowie medizinische Versorgung und können sich endlich sicher fühlen.
ÄRZTE OHNE GRENZEN-Mitarbeiterin Anette Thome hat das Camp besucht,

Wie sieht das Leben der Menschen im Camp aus?
Erstaunlich normal. Die Flüchtlinge bauen sich Unterkünfte und brennen dafür Ziegel aus Ton oder besorgen sich Holz. Es gibt einen Markt, und die Kinder besuchen eine eigene Schule. Wirklich frei sind die Menschen allerdings nicht. Wegen ihres Flüchtlingsstatus dürfen sie das Camp o~ziell nicht verlassen.

das auch mit deutschen Spendengeldern finanziert wird, und berichtet von ihren Eindrücken.

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Der Arzt Herman Willems (kniend) bei der Visite im Krankenhaus.
© Anette Thome

Ist es normal, dass ein Flüchtlingslager so gut organisiert und ausgerüstet ist?
Nicht unbedingt. Aber das Lager in Kala wurde bereits geplant und zum Teil gebaut, bevor die ersten Flüchtlinge im August 2000 dort eintrafen. Man war also sehr gut vorbereitet, als die erwarteten Flüchtlingsbewegungen einsetzten. Häufig ist es so, dass Flüchtlinge in ein Gebiet strömen und versorgt werden müssen, bevor die notwendigen Strukturen dafür gescha¬en sind.

An den drei Verteilungsstellen für Trinkwasser tummeln sich die Kinder.
© Anette Thome

Woran fehlt es im Kala Camp?
Viele Menschen bräuchten dringend psychologische Hilfe, um das Erlebte zu verarbeiten. Doch dafür gibt es noch keine spezifischen Angebote, auch wenn die Zahl der psychosomatischen Erkrankungen hoch ist. Der Arzt Herman Willems erzählte mir zum Beispiel von einer Patientin, die Mutter von sieben Kindern ist. Sie sprach häufig von ihrem Jüngsten, einem dreijährigen Jungen. Das Kind sei in einem Dorf in der Nähe, und sie wolle es bald zu sich holen. Doch immer, wenn sie aufbrechen wollte, wurde sie plötzlich krank und musste ihr Vorhaben wieder verschieben. Erst nach einem sehr behutsamen Gespräch mit Herman konnte sich die Frau schließlich eingestehen, dass das Kind gar nicht in dem Dorf lebte. O¬ensichtlich hatte sie es in den Kriegswirren verloren, und der Gedanke daran war so schmerzhaft für sie, dass sie ihn lange Zeit nicht zulassen konnte.

Für welche Aufgaben ist ÄRZTE OHNE GRENZEN verantwortlich?
Wir sind für die medizinische Betreuung sowie die Projekte im Wasser- und Sanitärbereich zuständig. Das Team besteht aus einem belgischen Arzt, einem Logistiker aus Äthiopien und drei sambischen Mitarbeitern, die gemeinsam mit etwa 60 angestellten Flüchtlingen für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Es gibt ein Krankenhaus sowie eine Ambulanz für die täglichen Konsultationen. Zu den häufigsten Krankheiten gehören Tuberkulose, Malaria und Durchfallerkrankungen. Ansonsten kommt von der Geburt bis zum Knochenbruch alles vor. Kongolesische Mitarbeiter sind ständig im Lager unterwegs und schauen, wer krank ist. Sie geben Tipps zur Hygiene und zur Gesundheitsvorsorge und informieren die Menschen, wenn etwa Impftermine gegen Polio oder Masern anstehen. Darüber hinaus kümmert sich ÄRZTE OHNE GRENZEN um die Errichtung von Wassertanks und Trinkwasserstellen und baut Latrinen. Es gibt auch eine eigene kleine Schreinerei.

Wie sieht die Zukunft der Flüchtlinge aus?
Es ist eher unwahrscheinlich, dass sie in absehbarer Zeit in ihre Heimat zurückkehren können. Viele der Menschen wollen das auch gar nicht und möchten das Erlebte für immer hinter sich lassen. Am besten wäre es, wenn aus dem Lager irgendwann mit Zustimmung der Regierung so etwas wie ein ganz normaler Ort würde.
Das Gespräch führte Anke Stockdreher

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Nationale Mitarbeiter:

Kenia
Dr. Makau Mbithi ist Arzt und leitet das Krankenhaus im Flüchtlingslager Ifo, einem von drei Camps im Nordosten Kenias. Hier leben etwa 130.000 Flüchtlinge, fast alle sind vor dem Bürgerkrieg in Somalia geflüchtet. Manche von ihnen sind über Wochen unterwegs, um sich von Dr. Mbithi und seinen Kollegen behandeln zu lassen, denn in ihrer Heimat gibt es kaum noch medizinische Versorgung.

Ohne sie geht nichts
Seit 30 Jahren hilft ÄRZTE OHNE GRENZEN Menschen in Not. Ohne das Engagement nationaler Kollegen wie Tito, Irina oder Tanya wäre diese Arbeit nicht möglich. Rund 10.000 einheimische Mitarbeiter unterstützen zur Zeit weltweit die internationalen Teams: Ihre Sprachkenntnisse und Kontakte zur Bevölkerung sind wesentlich für das Gelingen der Projekte. Sie sorgen aber auch dafür, dass die Arbeit nach dem Ende des Projektes weiterwirken kann, wenn ihre internationalen Kollegen schon lange wieder in anderen Teilen der Welt im Einsatz sind.

© Sebastian Bolesch

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Nicaragua
Tanya Emilet Pondler Maris arbeitet in einem Informationszentrum in der HIV/Aids-Beratung und Vorsorge. Früher habe ich für das Gesundheitsministerium gearbeitet, aber dort fehlte mir der Kontakt zu den Menschen. Die Leute in der Region sind sehr glücklich über unser Zentrum, weil sie sonst nirgendwo ausreichende Informationen über HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten bekommen. Oft fehlt ihnen auch das Geld, um sich in einer Privatklinik auf Aids testen zu lassen. Außerdem betreuen und beraten wir die Menschen, was die Privatkliniken nicht tun.
© Amaia Esparza

Russland
Irina Kucharchik arbeitet seit 1991 als Übersetzerin und im Bereich Information. Ihr Kollege Dr. Ramil Gutov ist Arzt und leitet ein Obdachlosen-Projekt. Irina Kucharchik: In der russischen Gesellschaft wird immer nur über die Bürger im Allgemeinen geredet und nie über ein bestimmtes Individuum. Doch bei ÄRZTE OHNE GRENZEN fühlen sich die Menschen persönlich angesprochen, und das schätzen sie sehr. Es ist so selten hier, dass sich jemand wirklich um DICH als Person kümmert. Dr. Ramil Gutov: Einige Obdachlose haben wir nur kurze Zeit medizinisch betreut, anderen haben wir das Leben retten können. Ich erinnere mich an eine Frau mit zahlreichen Knochenbrüchen, die wir im Moskauer Bahnhof fanden, oder an einen acht Jahre alten Jungen mit einem gefährlichen Ödem. Wer hätte sich sonst um sie gekümmert?
© Gazelle Gagnaire

Südsudan
Tito Gatkoj arbeitet seit elf Jahren als Krankenpfleger mit ÄRZTE OHNE GRENZEN und ist seit letztem Jahr für das nationale Personal verantwortlich. Es ist oft hart zu akzeptieren, dass wir nicht allen Menschen helfen können. In meinem Projekt haben wir anfangs nur Kala Azar behandelt. Doch die Leute starben auch an vielen anderen Krankheiten. Wir haben getan, was wir konnten, doch häufig fehlten uns die Mittel und wir kamen an unsere Grenzen. Für Menschen aus dem Westen ist es sehr schwierig, hier zu arbeiten – die Hitze, die vielen Moskitos, Schlangen und natürlich der Bürgerkrieg ... Wir Sudanesen machen ihnen immer wieder Mut. Oft verhalten sich die Kollegen jedoch ganz anders als wir, und daran mussten wir uns erst gewöhnen.
© Wyger Wenthold

Afghanistan
Unser ganz besonderer Dank gilt in diesen Tagen den rund 400 einheimischen Kollegen in Afghanistan. Während fast alle internationalen Mitarbeiter das Land aus Sicherheitsgründen vorübergehend verlassen mussten, führen sie die Projekte von ÄRZTE OHNE GRENZEN weiter, wo dies möglich ist. Um die nationalen Helfer und ihre Arbeit nicht zu gefährden, müssen wir an dieser Stelle jedoch auf die Nennung von Namen und den Abdruck von Fotos verzichten.

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Kleines Spenden-Einmaleins:
Projekte, Werbung und Verwaltungskosten
Was kommt wirklich an von meinem Geld? Wie kann ich wissen, dass meine Spende dort hilft, wo sie am nötigsten gebraucht wird? ÄRZTE OHNE GRENZEN versucht, die Kosten für Verwaltung und Werbung möglichst gering zu halten. Doch ganz ohne geht es nicht – und auch diese Ausgaben müssen aus Spendengeldern bestritten werden.

Auch dieses Malaria-Projekt in Kambodscha ist auf Spendengelder dringend angewiesen.
© Serge Sibert

Wieviel Geld fließt in Verwaltung und Werbung?
Ohne eine professionelle Verwaltung wäre die korrekte Verbuchung und Weitergabe der gespendeten Gelder nicht zu gewährleisten. Werbung ist nötig, um neue Unterstützer zu gewinnen und unsere Arbeit auf Dauer zu sichern. Beides ist kein Selbstzweck, und um die Kosten in einem angemessenen Rahmen zu halten, haben sich alle Sektionen des internationalen Netzwerkes von ÄRZTE OHNE GRENZEN auf eine Obergrenze verpflichtet: Von jeder gespendeten Mark gehen mindestens 80 Pfennig ins Projekt, das heißt, sie kommen direkt Menschen in Not zugute. Natürlich bemühen wir uns, die Verwaltungskosten niedriger zu halten. In Deutschland lagen die Ausgaben für Werbung und Verwaltung im vergangenen Jahr bei 13,29 Prozent.

Wie kann ich die Verwendung der Spenden kontrollieren?
Das Siegel des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI) bescheinigt uns eine sparsame, durchschaubare und zweckgerichtete Verwendung der Spenden. In unserem Jahresbericht informieren wir zudem detailliert über den Verbleib der gespendeten Gelder. Wir sind Mitglied im Spendenrat e.V., und jeder Spender kann unseren Finanzbericht einsehen. Unsere Jahresabrechnung unterliegt einer regelmäßigen Wirtschaftsprüfung.

Woher weiß ich, dass mein Geld vor Ort die Richtigen erreicht?
ÄRZTE OHNE GRENZEN gibt die Spenden vor Ort nicht

Wird von jeder Spende ein Teil für Verwaltung abgezogen?
Egal, ob die Spende für ein bestimmtes Projekt getätigt wird oder ohne Zweckbindung bei uns eingeht: Ein gewisser Anteil wird immer für Werbung und Verwaltung eingesetzt. Dies erscheint uns sinnvoller als eine unterschiedliche Behandlung von projektbezogenen und allgemeinen Spenden. Denn auch die „freien“ Gelder sind ja für unsere Einsätze und Projekte gedacht und nicht zur Deckung der Verwaltungskosten.

an Dritte weiter, sondern verwendet sie ausschließlich in eigenen Projekten. Die Qualität der Arbeit und der Umgang mit dem Geld bleiben somit für uns überprüfbar. Auch innerhalb der Projekte und der Organisation unterliegen die Finanzen einer regelmäßigen Kontrolle.
Verena Schmidt

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Leserbriefe und Spenderaktionen:
Sehr geehrtes Team von ÄRZTE OHNE GRENZEN, Sehr geehrte Damen und Herren, bezugnehmend auf die Petitions-Karte, mit der der Bundeskanzler sowie seine Minister dazu aufgefordert werden, mehr Geld für Forschung, Medikamente usw. bereitzustellen, glaube ich, vernachlässigen Sie einen wichtigen Aspekt. Da werden Millionen von DM an Hilfen bereitgestellt und in diese Länder transferiert, und was tun die Verantwortlichen – sie bauen Paläste und rüsten ihr Militär auf. Organisationen wie Sie müssten doch in erster Linie über die Politik mehr Druck auf die einzelnen Regierungen ausüben, so dass das bereitgestellte Geld den hilfsbedürftigen Menschen zukommt. Solange dies jedoch nicht geschieht und von den deutschen Botschaften überwacht wird, sehe ich keinerlei Besserung. Völlig falsch ist es, immer nur auf die eigene Regierung Druck auszuüben und mehr und immer mehr Geld zu fordern, das dann in dunklen Kanälen verloren geht.
Ihr Hubert Reggel (Brief gekürzt)

Einen schönen guten Tag, liebes ÄRZTE OHNE GRENZEN-Team! Ich habe dieser Tage das neue AKUT bekommen und möchte Ihnen mitteilen, dass ich einen der Artikel etwas ärgerlich fand. Ich weiß, dass ÄRZTE OHNE GRENZEN nicht politisch tätig wird und werden will, was ich für eine humanitäre Institution auch sehr richtig finde. Aber Tibet bei dem Tuberkulose-Artikel so völlig von China vereinnahmt zu sehen, stört mich dann doch sehr! Gleichzeitig möchte ich Ihnen meine Hochachtung für Ihre Arbeit und Ihren Einsatz aussprechen. Ich bin sehr beeindruckt von Ihrer Hilfe für die Ärmsten der Armen!
Mit freundlichen Grüßen Birgit Schulze, Eppelheim

Bitte schreiben Sie uns, was Sie über die Berichte und Interviews in AKUT denken. Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Kritik.
ÄRZTE OHNE GRENZEN e.V. Verena Schmidt Am Köllnischen Park 1 10179 Berlin verena.schmidt@berlin.msf.org

Seit langem bewundere ich Ihre Arbeit und lese gerne in Ihrem Spendermagazin über Ihre vielfältigen Tätigkeiten. Im letzten Heft ist ein Aufruf an die Bundesregierung beigefügt. Ihre Au¬orderungen an den Bundeskanzler und an die Minister finde ich sehr richtig und wichtig. Allerdings gefällt mir der Slogan nicht, mit dem Sie dafür werben. Denn Gesundheit ist meiner Ansicht nach ein Glück und eine Gnade, jedoch kein Menschenrecht, in keinem Land der Erde. Ein Menschenrecht ist aber wohl der Anspruch auf eine angemessene Vorsorge und medizinische Betreuung. Trotz des falsch gewählten Slogans werde ich die vorbereitete Postkarte absenden und weiterhin Ihre Arbeit durch Spenden unterstützen.
Mit freundlichem Gruß Dr. Ulrike Hurler, Heidenheim

Viel Spaß b

n! eim Zuhöre
Mit der CD „Der Schweinachtsmann“ unterstützt die Musikproduktion MUSICOM die Arbeit von ÄRZTE OHNE GRENZEN. Vom Erlös jeder verkauften CD fließen 10 Mark in unsere Projekte. „Der Schweinachtsmann“ erzählt die ebenso witzige wie anrührende Geschichte vom Schwein, das zum Aushilfs-Weihnachtsmann wird, weil sich der echte Weihnachtsmann beim Nüsse knacken den Daumen verletzt hat. Eine Produktion für Kinder, die aber auch Erwachsenen Spaß macht und mit dem renommierten Leopold-Preis ausgezeichnet wurde. Musikalische Unterstützung liefert die A-Capella-Formation „6 Zylinder“. Die CD kostet 25 Mark (inkl. Versandkosten) und kann bei MUSICOM bestellt werden, Schaunstraße 10, 48143 Münster, Tel. 0251-27 00 66, Fax 0251-27 00 81, www.schweinachtsmann.de

Wer ist wo?
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Zur Zeit werden 44 Projektstellen in 24 Ländern von Mitarbeitern aus Deutschland besetzt. (Stand: 22. Oktober 2001, zusammengestellt von Anja Oumier) Als internationale Organisation betreut
ÄRZTE OHNE GRENZEN

1 Afghanistan
Mathias Fromelius, Krankenpfleger Volker Lankow, Krankenpfleger* Moritz Vahlenkamp, Arzt

8 Indien
Jade Sibyl Pena, Ärztin*

20 Sri Lanka
Bernhard Mandrella, Chirurg Maria Maué, Kinderärztin Dirk Zeiler, Anästhesist

9 Indonesien
Gebhard Wagener, Anästhesist Irmgard Weiß, Krankenschwester

2 Angola
Maurice Fritzsche, Arzt Sandra Harlaß, Krankenschwester Klaus Lippold, Logistiker

21 Sudan
Olli Behn, Logistiker Christiane Lammers, Krankenschwester

10 Iran
Lutz Pinkowski, Arzt

11 Kasachstan
Heike Mertinkat, Krankenschwester

22 Tansania
Sebastian Weber, Logistiker*

3 Armenien
Tido von Schön-Angerer, Landeskoordinator*

12 Kolumbien
Judith Kadir, Krankenschwester*

23 Thailand
Fredder Jaramillo, Projektkoordinator* Birgit Stümpfl, Hebamme

4 Äthiopien
Simone Endress, Ärztin* Manfred Jünemann, Arzt

13 Myanmar (Burma)
Tatjana Henning, Ärztin

weltweit Projekte in mehr als 80 Ländern.

24 Uganda
Katja Dö~nger, Labortechnikerin Spring Gombe, Expertin Medikamentenkampagne Rüdiger Sterz, Logistiker* * Koordinator/in

14 Nigeria
Jens Graupner, Arzt

5 Brasilien
Theresia Hupe, Krankenschwester

15 Pakistan
David Trevino, Wasser- u. Sanitärexperte

6 Burundi
Susanne Bohmeyer, Ärztin Elisabeth Lipsewers, Krankenschwester*

16 Palästina
Angelika Grotherath, Psychologin Christa Krieg, Ärztin

7 D.R. Kongo
Katrin Friedrich, Krankenschwester* Meike Hülsmann, Logistikerin* Jens Körner, Logistiker Rainer Rohde, Arzt* Christiane Ruhmich, Krankenschwester Christof Ruhmich, Projektkoordinator* Jerg Seipel, Logistiker

17 Russland
Rico Grossmann, Logistiker

Unser Einsatz braucht Ihre Unterstützung
Spendenkonto 97 0 97 Sparkasse Bonn BLZ: 380 500 00
www.aerzte-ohne-grenzen.de

18 Sierra Leone
Regina Dehnke, Krankenschwester

19 Somalia
Martin Rieder, Arzt*
Träger des Friedensnobelpreises 1999
        
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