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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue46.2012 (Rights reserved)

Digitale Bibliothek Themen Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 2 97 Eine OCR (Optical Character Recognition, also eine Volltexterkennung) führt die ULB standardmäßig bei denjenigen Vorlagen durch, die in einer Antiqua-Schrift gedruckt sind. Es besteht dadurch bei diesen Theaterzetteln die Möglichkeit, bei einer Recherche in den Digitalen Sammlungen über die erfassten Metadaten hin- aus weitere auf den Theaterzetteln enthaltene Informationen aufzufinden, wie zum Beispiel Eintrittspreise. Vorläufig verzichtet wird auf eine OCR bei in Fraktur gesetzten Vorlagen, da die Ergebnisse qualitativ noch nicht befriedigend sind. Als technische Produktionsplattform wird das Software-System Visual Library (VL) der Firma semantics genutzt, das seit Frühjahr 2008 für den Betrieb der Digitalen Sammlungen der ULB Düsseldorf sowie zur Steuerung aller technischen Prozesse zum Einsatz kommt. Für die Digitalisierung werden Tages-Chargen zusammengestellt; nach Prüfung der jeweiligen Vorlagen wird der Scanner entsprechend konfiguriert. Im Zuge des Scanprozesses werden die sogenannten Header der Images mit den nöti- gen Metadaten beschriftet. Darüber hinaus werden ICC-Farbprofile eingebettet, sodass die Prüfung auf Farbechtheit durch die dem Objekt beigefügten Color- Checker gewährleistet werden kann. Die erzeugten Master-Dateien werden als unkomprimiertes „Tagged Image File Format“ (TIFF) gespeichert, das auch eine verlustfreie längerfristige Archivierung sicherstellt. Bereits am Scannerarbeitsplatz erfolgt eine Qualitätskontrolle an farbkalibrierten Monitoren, die ggf. Nachbesserungen nach sich zieht. Nach der Qualitätsprüfung werden die Digitalisate über Nacht automatisiert in das VL-Server-Archiv kopiert, in die VL-Datenbank importiert und den passenden Katalogisaten zugeordnet. Außerdem wird der Webcache aufgebaut, der die Abbildungen der Scans für die Präsentation in den Digitalen Sammlungen in verschiedenen Größen bereitstellt. Danach stehen sie im VL-Manager zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung. Nach der Übertragung in den VL-Manager wird vom Server zunächst eine automa- tisierte Qualitätskontrolle durchgeführt, die überprüft, ob die Image-Dateien alle geforderten technischen Parameter aufweisen, ob also zum Beispiel Dateiformat, Auflösung, Größenverhältnisse und Farbtiefe den Richtlinien entsprechen. Sollten Nachbesserungen erforderlich sein, erzeugt die VL eine entsprechende Status- meldung, sodass die Korrekturen unmittelbar an den Scanoperator weitergelei- tet werden können. Im Anschluss an die automatisierte Qualitätsprüfung erfolgt zusätzlich eine manuelle Sichtkontrolle der Digitalisate (Vollständigkeit, korrekte Farben u. ä.). Im nächsten Schritt werden aus den TIFF-Master-Dateien Anzeige- und Down- load-Formate (JPEG, PDF) für die Webpräsentation generiert. TIFF-Dateien sind zwar sehr gut zur Datenarchivierung, aber aufgrund ihrer Größe nur schlecht für die Online-Präsentation nutzbar. Des Weiteren wird jedem Objekt ein automati- siert erzeugter Uniform Resource Name (URN) zugeordnet. In den weiteren Ver-
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