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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 46.2012 (Rights reserved)

Aus der BID Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 12 965 Aus der BID Aus den Verbänden Deutscher Bibliotheksverband (dbv) Kann Schaden für Bildung und Forschung noch abgewendet werden? Bibliotheksverband begrüßt Initiative zu § 52a Urheberrechtsgesetz Ein Wegfall der Norm § 52a Urheberrechtsgesetz (UrhG) hätte schwerwiegende Konsequenzen für die Informationsversorgung in Wissenschaft und Unterricht. Wenn § 52a UrhG nicht verlängert wird, wird es für Schulen, Hochschulen, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen sowie Einrichtungen der Berufsbildung nicht mehr möglich sein, urheberrechtlich geschützte Inhalte in einem begrenzten Umfang im Intranet passwortgeschützt bereitzustellen, ohne vorher umständli- che Verhandlungen mit den Rechteinhabern führen zu müssen. Im Moment ist § 52a UrhG jedoch bis zum 31.12.2012 befristet. Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) hat wiederholt auf die wichtige praktische Bedeutung von § 52a UrhG hingewiesen und begrüßt, dass der Deutsche Bundestag am 8. November 2012 in erster Lesung einen Antrag der Fraktionen von CDU/CSU und FDP behandelt, die Geltung des für Bildung und Forschung eminent wichtigen § 52a UrhG bis Ende 2014 zu verlängern. „Wenn sich nicht noch ein kleines ‚gesetzgeberisches Wunder‘ ereignet, müs- sen die Bildungseinrichtungen in Deutschland zu Silvester ihre Lern- und For- schungsplattformen abschalten“, erklärte heute Dr. Karl Südekum, Direktor der Universitätsbibliothek Würzburg und Vorstandsmitglied im dbv, am Rande einer Vorstandssitzung in Berlin. „Im Moment sieht es allerdings so aus, dass sich die- ses ‚Wunder‘ noch ereignet und wir vor Jahresende eine Anschlussregelung be- kommen. Die im Gesetzesentwurf vorgesehene erneute Befristung ist zwar nicht das Optimum, sie verschafft aber die nötige Zeit, um das Urheberrecht im nächs- ten Jahr bildungs- und wissenschaftsfreundlicher zu gestalten. Die deutschen Bibliotheken begrüßen die Verlängerung daher als ersten Schritt in die richtige Richtung.“ Eine erfolgreiche Reform des Urheberrechts im nächsten Jahr kommt insbeson- dere um zwei Korrekturen des bestehenden Systems nicht herum. Zum einen um die Schaffung einer „allgemeinen Wissenschaftsschranke“, wie sie die deutschen Wissenschaftsorganisationen unisono lange fordern und zum anderen um eine Gleichstellung von elektronischen und gedruckten Büchern. Es ist erfreulich, dass
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