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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue46.2012 (Rights reserved)

Informationsvermittlung Themen Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 11 929 lung künftig zu finden sein wird, und merkwürdigerweise wird diese alte Adresse noch immer heftig angeklickt. Einmal, es war, wenn ich mich recht erinnere, im Jahre 2005, wurde die gesamte Sammlung neu eingekleidet, damit ihr Äußeres dem Erscheinungsbild der übrigen Bibliotheksseiten angepasst war. Das dauerte mehrere Monate, während derer keine Arbeit an der Sammlung möglich war. Einen Einschnitt in der Arbeit bedeutete auch ein zehnmonatiger Aufenthalt des Bearbeiters in Rom, wo fast ein Vierteljahr verstrich, ehe ein häuslicher Internet- zugang eingerichtet werden konnte. Die Freude darüber währte aber nicht lange, denn bald danach wurde bei einem Wohnungseinbruch neben anderen Wert- gegenständen auch der Computer gestohlen. Die großen römischen Bibliotheken boten damals ihren eingetragenen Benutzern keine Möglichkeit des Internetzu- gangs an. Einzig das Deutsche Historische Institut hatte vier Rechner mit Inter- netzugang im Benutzungsbereich aufgestellt, von denen einer das Herunterladen der für die Pflege der Linksammlung nötigen Hilfsprogramme erlaubte. Dort habe ich viele Stunden verbracht, und ich bedanke mich bei der ruhmreichen Institu- tion hiermit für die gewährte Gastfreundschaft. Eigentlich hätte es schon zu dieser Zeit und unter diesen widrigen Umständen nahe gelegen, die Arbeit an der Sammlung zu beenden. Es gab jedoch so viele positive Rückmeldungen von Benutzern, von Betreibern ähnlicher Sammlungen sowie Dank und Lob in reicher Fülle. Einige germanistische Einführungsbücher hoben sogar den Nutzen der Sammlung hervor. So wurde der Entschluss wieder hinausgezögert, und die Sammlung wuchs und wuchs und mit ihr wuchs auch der Arbeitsaufwand. Kosten entstanden dank der günstigeren Flatrate-Regelungen nun nicht mehr, aber die Arbeit nahm kontinuierlich zu, und die Regel „zweimal im Jahr wird jeder Link überprüft“ musste auf „einmal im Jahr“ verändert werden. Ge- legentliche Seitenblicke nach Interessenten im germanistischen und auch literari- schen Umfeld, mit denen die Arbeit geteilt hätte werden können und welche das Produkt übernehmen und fortsetzen könnten, blieben ohne Ergebnis. Ein Helfer, der selbst angeboten hatte, uns zuzuarbeiten, konnte leider nicht für längere Zeit gebunden werden, weil bald deutlich wurde, dass sein Wirken von zu starken Eigeninteressen geprägt war. Er war es auch, der meinte vorschlagen zu sollen, die germanistischen Grundseminare oder Tutorien könne man doch mit dieser Arbeit betrauen und erbrachte Linksammlungsleistungen mit Seminarscheinen belohnen – ein Vorschlag, der nach den Bologna-Reformen ohnehin nicht mehr sinnvoll ist. Nun aber ist es soweit: die Sache muss ein Ende haben. Doris Eh hat sich wegen ihrer sonstigen hohen Arbeitsbelastung schon bald zurückgezogen. Barbara Kö- nig, die über viele Jahre vor allem den „Kontakt mit der Außenwelt“ gepflegt hat, und der zuletzt zugestanden wurde, eine Stunde pro Woche von ihrer hochbe- zahlten Dienstzeit für diese Kontaktpflege zu verwenden, ist auch schon aus dem
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