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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 46.2012 (Rights reserved)

Programme 846 Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 10 wender sondern oft auch für die Anbieter solcher Werkzeuge. In Zeiten knapper personeller und finanzieller Ressourcen wird es immer wichtiger, Systeme zu ent- wickeln, die von anderen Bibliotheken einfach nachgenutzt werden können. Nicht jede Bibliothek verfügt über eine eigene EDV-Abteilung, um umfangreiche Eigenentwicklungen für ihren Kundenkreis zu realisieren. Unter diesem Aspekt sind die hier vorgestellten Projekte sicherlich von besonderem Interesse und bie- ten eine gute Möglichkeit, die Vernetzung von Bibliotheken untereinander noch zu intensivieren. Menschen Ohne Menschen gäbe es keine Daten und keine Systeme, so beschäftigt sich der letzte Themenkreis folgerichtig mit diesem Punkt. Es wird erörtert, welche Voraus- setzungen geschaffen werden müssen, damit diese überaus komplexe Beziehung aller Beteiligten funktioniert. In diesem Bereich zeigen sich ganz besonders die großen Herausforderungen, die sich aus den rasanten technologischen Entwick- lungen ergeben. Alle Akteure müssen ihre Rolle in diesem Prozess überdenken und neu definieren. Nicht nur den Systemen wird eine große Flexibilität abver- langt, die Anforderungen an die beteiligten Menschen sind diesbezüglich noch viel höher. Die Bibliothekarin oder der Bibliothekar hat sich erst zum „embedded librarian“ entwickelt und ist jetzt auf dem Weg, sich zum „liaison librarian“ zu wandeln. Ob diese Konzepte wirklich neu und erfolgversprechend sind, wird unter anderem in einem der Vorträge thematisiert. Sicher ist, dass Bibliotheken sich noch mehr auf ihre Kunden einstellen müssen, um deren Anforderungen genau zu erfassen und dann maßgeschneiderte Serviceangebote anbieten zu können. Ebenso au- genscheinlich ist es, dass sie dabei nur erfolgreich sein können, wenn sie auf allen Gebieten intensiv zusammenarbeiten. „Insellösungen“ werden auf Dauer nicht überlebensfähig sein. Weiterhin ist eine permanente Evaluierung notwendig. Die daraus resultierenden Ergebnisse müssen beständig auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Die wichtigste Aufgabe von Bibliotheken besteht jedoch darin, ihren Kunden in dieser immer komplexer werdenden digitalen Welt „mit Rat und Tat“ hilfreich zur Seite zu stehen. Dies ist einerseits sicherlich eine große Heraus- forderung, andererseits aber auch die große Chance, sich in dieser Welt neu und erfolgreich zu positionieren. www.wisskom2012.de Dagmar Sitek M.A. (LIS), Bibliotheksleitung, Deutsches Krebsforschungszentrum, Zentralbibliothek (W500), Im Neuenheimer Feld 280, 9120 Heidelberg d.sitek@dkfz.de, Tel.: 062 21-42 22 45, Fax: 062 21-42 36 68
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