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Volume Heft 3/4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 46.2012 (Rights reserved)

Erschließung Themen Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 10 819 Schriftrollen18, die u.a. für den Sprachunterricht auf Chinesisch eingesetzt wird. Diese Sammlung wurde digitalisiert, die Digitalisate sollen zweisprachig erschlos- sen werden. Man entschied sich für ein Modell mit parallelen Datensätzen auf der Basis des Dublin-Core-Formats. Die Beschreibungen wurden zunächst auf Chine- sisch erstellt, dann ins Englische übersetzt. Bei der sachlichen Erschließung jedoch wurde auf existierende, kontrollierte Vokabulare zurückgegriffen, die, wenn mög- lich gemappt wurden. Dies war z.B. beim Arts and Architecture Thesaurus19 des Getty-Instituts möglich, der auch in einer Ausgabe in Taiwan vorliegt. Der letzte Vortrag dieses Themenblocks führte zurück zu den Büchern, genau- er gesagt zu Schöner Literatur. Harriet Aagard (Kungliga Bibliothek, Stockholm, Schweden) und Elisabet Viktorsson (BTJ, Lund, Schweden) berichteten unter dem Titel “The Swedish Library Association’s Subject Headings for Fiction” über ein Unterfangen des schwedischen Bibliotheksverbands, ein gemeinsames, verein- fachtes Vokabular für die Erschließung belletristischer Werke zu entwickeln. Die- ses Vokabular, das in zwei Listen für Erwachsenen- sowie Kinder- und Jugendlite- ratur vorliegt, ermöglicht eine Erschließung nach Facetten (wann, wer, was) und wird spartenübergreifend für eine Vielzahl von Dienstleistungen eingesetzt, z.B. für Profildienste von BTJ, einem Bibliotheksdienstleister20, für Kataloge in Schul- sowie Kinder- und Jugendbibliotheken u.a.m. Nach einem wunderbaren Abendempfang im historischen Rathaus von Tallinn widmete der zweite Tag der Tagung sich eher grundlegenden Fragestellungen. Eingeleitet wurde der erste Vortragsblock zum Thema „Neue und traditionelle Methoden zur Schaffung sachliche Zugänge“ unter der Moderation von John De- Santis (Dartmouth College Library, Hanover, NH, USA) Überlegungen, wie biblio- thekarische Sammlungen auch außerhalb der Kataloge in neuartiger Weise zu- gänglich gemacht werden könnten. Als Beispiel wählten Marcy Bidney und Kevin Clair (beide Pennsylvania State University, University Park, PA, USA) räumlich-geo- grafische Daten, wie sie z.B. GeoNames21 bereitstellen. Wie können solche Daten genutzt werden, um Kataloge anzureichern und vor allem, mit welchen Mitteln lässt sich eine innovative kartenbasierte Recherche realisieren? Anhand dieses Beispiels zeigten die Referenten, welches Potenzial Linked Data hier haben: durch die Verknüpfung verschiedener Datenbestände und den Einsatz von Visualisie- rungstools könnten ganz neue Zugänge zu Bibliotheksbeständen geschaffen werden, die für Nutzer außerordentlich attraktiv sind. 18 http://www4.uwm.edu/libraries/digilib/scroll/ 19 http://www.getty.edu/research/tools/vocabularies/aat/index.html 20 http://www.btj.se/ 21 http://www.geonames.org/
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