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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue46.2012 (Rights reserved)

Betriebsorganisation Themen Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 2 81 gen6. Im Gegenteil: Die Outsourcing-Kosten übersteigen die Einsparungen bei den Personalkosten bei Weitem7. Für die ETH-Bibliothek stehen jedoch beim Outsour- cing nicht primär die Kosten im Vordergrund, sondern die Personalressourcen, die freigespielt und für die digitale Informationsversorgung eingesetzt werden kön- nen8. Dies ist gelungen, indem einerseits eine halbe Stelle für den Stellenpool der Bibliothek frei wurde und indem andererseits im Team freie Kapazitäten für neue Aufgaben entstanden sind. Die Vorteile des Outsourcings für die Mitarbeitenden liegen somit auf der Hand: indem eintönige, zeitraubende Routinearbeiten wie das Auspacken und Verbu- chen der Hefte und die Mahnverwaltung zurückgehen, kann sich das ganze Team auf anspruchsvollere Facharbeiten konzentrieren wie z.B. den Nachweis der On- line-Zugänge, die Katalogisierung usw. Innerhalb des Teams „Zeitschriften“ findet derzeit in verschiedener Hinsicht ein Wissenstransfer statt, so dass beispielsweise alle Mitarbeitenden die Software SFX9 bedienen können. Oder es werden neue Aufgaben übernommen, wie etwa das Aufbereiten der Statistik der Online-Zugriffe. Dies bedeutet folglich, dass die Mitarbeitenden im Team kontinuierlich mehr Fähigkeiten und Spezialkenntnisse erwerben und ihr fachliches Niveau stetig steigt. Das Outsourcen von Routinearbeiten hilft also, die frei werdenden personellen Kapazitäten dahingehend einzusetzen, dass der Weg vom gedruckten zum elek- tronischen Medium – die Ausrichtung hin zur digitalen Bibliothek – noch konse- quenter verfolgt werden kann. 6 Grund hierfür sind vor allem die Frachtkosten. Während im Normalfall der Verlag die Hefte an den Endkunden liefert, kommt beim Outsourcing ein weiterer Postweg hinzu, da die Agentur der Endkunde ist und die Hefte an die Bibliothek liefert. Diese neuen Kosten lassen sich nicht mit Arbeitseinsparungen kompensieren. 7 Durch die für die Schweiz extrem günstigen Währungskurse fällt dies zurzeit allerdings nicht so sehr ins Gewicht. 8 Siehe dazu L. Littau, R. Mumenthaler: Reorganisation der ETH-Bibliothek 2010, S. 12: http://e-collection.ethbib.ethz.ch/show?type=bericht&nr=755 9 SFX heißt das System, mit dem die ETH-Bibliothek ihre elektronischen Ressourcen nachweist.
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