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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 46.2012 (Rights reserved)

Themen Betriebsorganisation 80 Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 2 Problemen zu Lieferungen und Online-Zugängen als Kontaktstelle aufzutreten. Die Heftlieferungen der Verlage erfolgten jedoch direkt an die Bibliothek. Neu soll nun die Agentur auch die Lieferkontrolle für definierte Zeitschriften übernehmen. Diese Hefte sollen fortan von den Verlagen zunächst an die Agentur geliefert wer- den. Diese verbucht die Hefte in ihrem System, versieht sie mit Kenndaten der ETH-Bibliothek und schickt sie in einem festgelegten Rhythmus an die Bibliothek. Die ETH-Bibliothek entschied sich, diesen Ablauf zu testen. Das Testpaket umfass- te 800 Titel, welche für das Jahr 2010 im oben umrissenen Outsourcing-Verfahren abonniert wurden5. In der Folge fand für diese Titel ab sofort kein Einzelheftnach- weis im Bibliothekssystem mehr statt, sondern es wurden lediglich sogenannte „Dummy-Exemplare“ für Kopienbestellungen erfasst. Obwohl die Agentur für das lückenlose Eintreffen der Zeitschriften verantwortlich ist, werden die Lieferungen vom Zeitschriftenteam dennoch auf Vollständigkeit geprüft. Es kann festgestellt werden, dass die Lieferungen annähernd so zuverlässig wie vorher funktionieren, als die ganze Verwaltung im eigenen Bibliothekssystem ab- gewickelt wurde. Auch bezüglich der Verfügbarkeit der Zeitschriften gab es aus Nutzersicht keinerlei Beanstandungen. Als sehr hoch ist allerdings der vorgängig geleistete Aufwand zur Abonnements- umstellung zu bewerten: So mussten zunächst die möglichen Titel nach bestimm- ten Kriterien evaluiert werden. In einem nächsten Schritt wurden die Kenndaten dieser Zeitschriften an die Agentur übermittelt, die Abonnements in der Zeit- schriftenverwaltung umgestellt, die Heftliste gelöscht und das „Dummy-Exemp- lar“ für die Kopienbestellung erfasst. Hinzu kamen die im Haus durchgeführten Vollständigkeitskontrollen. Vor- und Nachteile des Outsourcing für die ETH-Bibliothek Da ein Testpaket von 800 Zeitschriften in einem Portfolio von 5.300 Abonne- ments nicht sehr aussagekräftig ist und von Kundenseite keinerlei Reklamationen kamen, wurde der Testumfang im Jahr 2011 auf 1.800 Titel aufgestockt. Dies ent- spricht etwa einem Drittel aller gedruckten Zeitschriftenabonnements der ETH- Bibliothek. Dank dieser Maßnahmen konnte 2011 eine Pensionierung, die nicht mehr wieder- besetzt wurde, durch das Team aufgefangen werden. Insgesamt werden nun für die Verwaltung der Print-Hefte mindestens 50 Stellenprozente weniger eingesetzt. Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass sich die finanziellen Einsparungen beim Personal unter den zusätzlichen Ausgaben für den Outsourcing-Service bewe- 5 Diese Titel liegen im Freihandbereich auf und die Hefte können nur für Kopien- bestellungen und zum Lesen vor Ort genutzt werden.
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