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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 46.2012 (Rights reserved)

Themen Erschließung 684 Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 8/9 quellen und Informationsressourcen, die im Kontext der Bibliothek als relevant angesehen werden. ALBERT bietet damit den Wissenschaftlern auf dem größten außeruniversitären Campus des Landes Brandenburg eine integrierte Suchmög- lichkeit über mittlerweile 16 verschiedene Datenquellen mit mehr als 6 Millionen Dokumenten und manifestiert damit nicht zuletzt die Rolle der Bibliothek als dem Informationsdienstleister innerhalb der Institution. In den Anfängen der Entwick- lung im Jahr 2007 vorerst als Proof-of-Concept gedacht, zeigte sich schnell, dass ALBERT durch die konsequente Fokussierung auf die spezifischen Bedürfnisse von wissenschaftlichen Spezial- und Forschungsbibliotheken in eine Lücke vor- gestoßen war, die bis dahin durch andere am Markt befindliche Lösungen (sowohl kommerzielle als auch freie) noch nicht oder nicht ausreichend adressiert wurde. So kommt gerade in den Naturwissenschaften dem Zeitschriftenbestand der Bibliothek, der heute mehr und mehr online zugänglich ist, eine zentrale Rolle zu. Der klassische Bibliothekskatalog als Nachweissystem ist in diesem Kontext viel- mehr als eine Quelle unter vielen zu sehen. Damit unterscheidet sich ALBERT ganz bewußt von anderen Discovery-Lösungen, die vor allem den Aspekt des Katalogs (im Sinne eines Next Generation Catalogs oder Catalog 2.0) betrachten und häufig im Umfeld von Universitäts- und Hochschulbibliotheken zum Einsatz kommen. Nach einer dreijährigen Laufzeit erfolgte im Dezember 2010 ein Relaunch der An- wendung, bei dem einerseits neue Benutzerfunktionen realisiert wurden (z.B. fa- cettierte Suche oder die Integration einer Detailansicht), aber auch die Menge der integrierten Datenquellen beträchtlich gesteigert wurde. Hierbei ist vor allem die Integration der Nationallizenz-Archive zu nennen, von denen aktuell ca. 5 Mio. Metadaten in ALBERT nachgewiesen werden. Dass die integrierten Datenquellen dabei nicht isoliert nebeneinander stehen, zeigt sich z.B. in der Verknüpfung die- ser Datenquellen mit den in ALBERT nachgewiesenen Zeitschriften-Subskriptio- nen der Institution. Dadurch können z.B. die Nationallizenz-Archivartikel direkt im Kontext einer Zeitschrift aufgelistet werden und ergänzen somit die anderweitig bestehenden Zugriffslizenzen. Durch die Anreicherung der Nationallizenz-Archiv- daten mit der Fachgebietsklassifikation aus der Elektronischen Zeitschriften- datenbank (EZB) kann dem Benutzer eine Vorfilterung (Suche erfolgt nur in den relevanten Fachgebieten) bzw. Nachfilterung (über die Facettierung nach Fach- gebiet) angeboten werden. In Zusammenhang mit den (meist in der EZB/ZDB ver- walteten) Subskriptionen von gedruckten und elektronischen Zeitschriften steht auch die Integration der neuesten Artikel (articles ahead of print). Solche Artikel werden über die RSS-Feeds der Zeitschriften bei den einzelnen Verlagen bezogen und können so bereits in ALBERT vor der Aufnahme in einschlägige Fachdaten- banken nachgewiesen werden. Entsprechende Mehrwertdienste, wie die Journal Watch List, nutzen dann die Verknüpfung zwischen (subskribierter) Zeitschrift und den neuesten Artikeln aus.
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