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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 46.2012 (Rights reserved)

Themen Erwerbung 596 Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 7 Die Universitätssäule Da sich die Etatverteilung einer Universitätsbibliothek an der Struktur der Uni- versität orientieren muss, finden in der Universitätssäule sowohl die Professoren und Wissenschaftlichen Mitarbeiter als auch die Studierenden Berücksichtigung. Um eine Vergleichbarkeit der Werte herbeizuführen, werden für die entsprechen- den Mitarbeiterstellen und Studierendenzahlen Vollzeitäquivalente verwendet. Die Vollzeitäquivalente werden für jedes an der Humboldt-Universität vertrete- ne Fach von der Personal- und Studienabteilung zur Verfügung gestellt. Bei der Berechnung der Universitätssäule werden Professoren- und Mitarbeiterstellen unterschiedlich bewertet. Zwischen wissenschaftlichem Personal und Studieren- den wird zudem in allen Fächern eine Gewichtung von 70:30 vorgenommen. In der Universitätssäule ergibt sich so für jedes Fach eine Kennzahl, die den pro- zentualen Anteil des Faches am Gesamtetat zur Hälfte bestimmt. Zur Illustration befindet sich ein Berechnungsbeispiel im Anhang. Die Literatursäule In der Literatursäule wird ermittelt, welchen Literaturbedarf jedes Fach hat und was diese Literatur kostet. Die Kenngrößen in der Literatursäule sind also die durchschnittlichen Preise für Literatur und eine grundsätzliche Bedarfsbestim- mung für die einzelnen Fächer. Um der verstärkten Erwerbung und Lizenzierung elektronischer Ressourcen ge- recht zu werden, wird seit 2008 in der Literatursäule zwischen einem Print- und einem Digitalbereich unterschieden. Das Verhältnis zwischen Printbereich und Digitalbereich ist nicht statisch, sondern wird jährlich neu bestimmt. Dabei ent- spricht der Anteil, der im Etatmodell über den Digitalbereich verteilt wird, den durchschnittlichen Ausgaben deutscher Universitätsbibliotheken für elektroni- sche Bestände, ermittelt aus der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS).7 Die ver- bleibende Differenz stellt den Anteil dar, der über den Printbereich verteilt wird. In jedem Bereich wird nun eine Kennzahl für den theoretischen Finanzbedarf eines Faches errechnet. Der Printbereich Im Printbereich werden zur Berechnung Preis- und Bedarfskennzahlen verwendet. Die Preiskennzahlen werden aus den Durchschnittspreisen deutscher und aus- ländischer Monografien und deutscher und ausländischer Zeitschriften gebildet. Zunächst wird durch die zuständigen Fachreferenten das ideale Verhältnis zwi- 7 http://www.bibliotheksstatistik.de
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