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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 46.2012 (Rights reserved)

Themen Erwerbung 594 Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 7 mit den Geistes- und Sozialwissenschaften, das Erwin-Schrödinger-Zentrum mit den Naturwissenschaften und der Campus-Nord mit den Lebenswissenschaften. Die Verantwortung für die einzelnen Fachetats liegt unabhängig von der Medien- art bei den Fachreferenten5 und Zweigbibliotheksleitern. Die jüngsten Veränderungen in der Erwerbungspraxis durch das Ende der reinen Print-Ära hatten an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität eine Überarbeitung des EVM in seiner ursprünglichen Form zur Folge. Ein Anpassungs- bedarf ergab sich insbesondere durch die verstärkte Erwerbung und Lizenzierung neuer Medien wie elektronischer Fachdatenbanken, elektronischer Zeitschriften und E-Books, die im herkömmlichen Modell bisher keine Berücksichtigung fan- den. Darüber hinaus wurde es nötig, die im Modell enthaltenen Bedarfskenn- zahlen für Monografien und Zeitschriften, die sich an Erwerbungsrealitäten der achtziger Jahre orientierten, zu aktualisieren. Im Ergebnis wurde das EVM in den vergangenen zwei Jahren neu aufgestellt. Wie es sich zum heutigen Zeitpunkt darstellt, soll im Folgenden genauer ausgeführt werden. Grundgedanke des Modells und seine Parameter Ausgangspunkt und Ziel der Etatverteilung sind die an der Humboldt-Universität vertretenen Fächer. Das Modell beruht dabei auf folgenden zwei Grundfragen: • Wie ist ein Fach an der Universität verortet? • Welchen Literaturbedarf hat das Fach und was kostet diese Literatur? Diese zwei Grundgedanken spiegeln sich in zwei Säulen wider: der Universitäts- und der Literatursäule. Beide Säulen stehen sich gleichberechtigt gegenüber und gehen zu je 50% in die Berechnung des jeweiligen Fachetats ein. Das Modell hat die Aufteilung des gesamten Erwerbungsetats auf die einzelnen Fächer zum Ziel. Ein Vorabzug von Mitteln erfolgt nur in sehr geringem Umfang und zwar für zentrale Aufgaben, die sich in der Fächerverteilung nicht wider- spiegeln können6. Hierunter fällt z.B. die ergänzende Versorgung für die Bereiche Allgemeines und Wissenschaftsgeschichte, für die an der HU gepflegten Sonder- sammelgebiete oder die Sonderforschungsbereiche. Explizit in den Fächeransatz integriert ist jedoch die Versorgung mit elektronischen Ressourcen. Vom Etat- ansatz werden also vorab keine Mittel zur Finanzierung elektronischer Medien abgezogen. Für die Versorgung mit Lehrbüchern steht der UB ein separater Etat zur Verfügung. Dieser Etat wird ebenfalls nach einem festgelegten Modus auf die Fächer verteilt, folgt jedoch modifizierten Prinzipien. Ein besonderes Merkmal im gesamten Modell besteht darin, dass keine abso- luten Werte für die einzelnen Fachgebiete berechnet werden. Das Modell stellt 5 Im gesamten Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit auf die weibliche Form verzichtet. 6 Vorabzug in der Etatverteilung 2011: 5,73%
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