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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue46.2012 (Rights reserved)

Informationsvermittlung Themen Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 6 505 Informationsinfrastruktur gestalten: Bericht von der 10. Internationalen Bielefeld Konferenz, 24. bis 26. April 2012 Viola Stüven Die Studierenden von heute sind mit dem Internet aufgewachsen. Sie nutzen es wie selbstverständlich jederzeit, überall, mit unterschiedlichsten Geräten und im regen Austausch mit Gleichgesinnten, Freunden und Kommilitonen. Die Studie- renden von heute sind die Wissenschaftlerinnen und Forscher von morgen. Wie werden sie auf die Arbeitsergebnisse anderer Wissenschaftler zugreifen? Welche Möglichkeiten werden sich ihnen eröffnen, eigene Forschungsergebnisse zu pu- blizieren? Welche Dienstleistungen werden sie von ihren Bibliotheken vor diesem Hintergrund erwarten? Alte Formate wie das gedruckte Buch aber auch der elektronische Zeitschriften- artikel werden zunehmend durch neue Arten des wissenschaftlichen Publizierens ergänzt und erweitert. Es entstehen heute schon angereicherte elektronische Artikel mit Verbindungen zu vielen weiteren Daten und Informationen sowohl textueller als auch visueller Art. Aber auch kleinere Einheiten des Wissens, auf die man sich in der eigenen Arbeit beziehen kann, die also eindeutig referenzierbar sind und dadurch zitierbar werden, spielen in Zukunft eine Rolle1. Welche Infra- struktur ist nötig, Wissenschaftler zukünftig mit Daten, Informationen und Wissen zu versorgen? Mit welchen Dienstleistungen können Universitätsbibliotheken so- wohl die Publikation der wissenschaftlichen Ergebnisse selbst als auch die Ver- öffentlichung der zugrunde liegenden Forschungsdaten unterstützen? Wie wird sich das Aufgabengebiet der Bibliothekare verändern? Ein Forum für diese Fragen bot die 10. Internationale Bielefeld Konferenz mit 33 Referenten aus 9 Ländern und gut 300 Teilnehmern aus 24 Ländern im April die- ses Jahres. Da mit der 10. Konferenz in 20 Jahren gleich zwei Jubiläen zu feiern waren, versprach Michael Höppner, Direktor der Universitätsbibliothek Bielefeld, in seinem Grußwort nicht nur eine spannende Konferenz mit einem vielfältigen Programm, renommierten Rednern und lebhaften Diskussionen, sondern auch denjenigen, die an allen Konferenzen teilgenommen hatten, ein Jubiläums- getränk beim Konferenzdinner. Stefan Gradmann (Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Hum- boldt-Universität Berlin) skizzierte im eröffnenden Vortrag den Veränderungs- druck, dem bibliothekarisches Arbeiten in Zeiten des Semantischen Webs unter- liegt. Wenn Bibliothekare hier zukünftig eine Rolle spielen wollten, müssten sie 1 siehe hierzu: Mons, Barend; Velterop, Jan: Nano-Publication in the e-science era, http://www.w3.org/wiki/images/4/4a/HCLS$$ISWC2009$$Workshop$Mons.pdf (zuletzt besucht am 15.05.2012)
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