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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 46.2012 (Rights reserved)

Aus der BID 482 Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 6 Es erscheint den Hochschulbibliotheken unabdingbar, künftig in den Koordinie- rungsgremien, die die Digitalisierungsaktivitäten auf nationaler Ebene begleiten, angemessen – am besten organisiert über die Sektion 4 des dbv – vertreten zu sein. Handlungsfeld 5: Virtuelle Forschungsumgebungen Aus Sicht der Hochschulbibliotheken erscheint die notwendige Anzahl von 240 Entwicklungsprojekten für virtuelle Forschungsumgebungen noch nicht hinrei- chend begründet.13 Im kollaborativen Forschungsalltag entsteht vielmehr ein Bedarf an spezifischen Werkzeugen, die häufig daraufhin von den Wissenschaftlern selbst entwickelt und schließlich auch eingesetzt werden. Diese Anwendungen können dann meist ent- weder als Open-Source-Anwendungen oder als kommerzielle Produkte genutzt werden. Dabei finden mittlerweile zunehmend auch Web-2.0-Anwendungen sowie Cloud-Infrastrukturen große Akzeptanz bei den Wissenschaftlern. Wenn überhaupt ganze virtuelle Forschungsumgebungen als Projektlösungen entwi- ckelt werden sollen, ist unbedingt auf die Einhaltung von De-facto-Standards in den entsprechenden Umgebungen zu achten, damit eine Integration in lokale Dienstleistungen und Angebote möglich wird.14 Hochschulbibliotheken spielen in diesem Bereich bereits jetzt schon eine wichtige Rolle, indem sie Publikationen, Forschungsdaten und andere digitale Objekte über Standards in nationale und internationale Content-Netzwerke einbinden und somit Forschungsumgebun- gen unterstützen. Handlungsfeld 6: Open Access Zwischen den Wissenschaftsorganisationen und den Hochschulbibliotheken besteht seit Jahren Einigkeit darüber, dass die Open-Access-Aktivitäten weiter zu intensivieren sind. Nach wie vor gibt es auf diesem Feld viele Akteure, die einer verstärkten Koordinierung bedürfen. Ebenfalls ist nachzuvollziehen, dass Deutschland in internationalen Gremien der Open-Access-Initiative künftig stär- ker vertreten sein sollte. Große Zustimmung findet auch die Aussage, dass eine „nationale Open Access Policy zu entwickeln“15 sei. Institutionelle Repositorien mit integrierten (Mehrwert-)Dienstleistungen zum elektronischen Publizieren sind an den deutschen Hochschulen seit vielen Jahren zu einem selbstverständlichen Standard geworden. Diese Repositorien werden in der Regel von den Hochschulbibliotheken betrieben. Vor diesem Hintergrund 13 Vgl. ebenda, S. B82 14 Siehe auch die diesbezügliche Forderung im Gesamtkonzept KII, S. 15 15 Ebenda, S. 63
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