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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 46.2012 (Rights reserved)

Themen Bibliotheken 362 Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 5 Lesen von Zeitungen oder zum Recherchieren im Internet zurückziehen kann, lädt die Bibliothek zu deutscher Gemütlichkeit ein – ein Wort, für das es keine exakte spanische Entsprechung gibt. Der Bibliotheksbestand ist für alle Interessierten frei zugänglich: spanische und lateinamerikanische Literatur, Comics, Musik, Politik, Geschichte, Biografien, Rei- seführer, Zeitschriften, eine Kinder- und Jugendbuchabteilung, Kunst, Fotografie, Architektur, Wörterbücher, Spanisch als Fremdsprache, Sprachwissenschaft, Didak- tik... – all das auf Spanisch, zum Lernen, Perfektionieren oder einfach zum Genie- ßen. Unter Berücksichtigung des eigenen Sprachniveaus findet hier jeder etwas. Denkt man an die ewige und nach wie vor aktuelle Diskussion über ein mögliches Verschwinden der realen Bibliotheken, um sie komplett durch virtuelle zu erset- zen, so verdeutlicht ein Besuch der Bibliothek des Instituto Cervantes Berlin die Notwendigkeit den physischen Ort als Lern- und Studienort und als Treffpunkt, in unserem Fall mit starkem interkulturellen Charakter, zu bewahren. Zugang zur spanischsprachigen Kultur aus interkultureller Perspektive Die Bibliotheken des Instituto Cervantes versehen ihre Aufgabe der Verbreitung spanischsprachiger Kultur in einem internationalen Kontext (62 Bibliotheken in 34 Ländern) und bemühen sich um einen interkulturellen Dialog. Das bedeutet, dass neben der Selbstdarstellung das Kennenlernen des Anderen und das Lernen vom Anderen von großem Interesse sind. Wie werden wir von anderen gesehen, was ist unser Eindruck vom Gastland? In den unterschiedlichen kulturellen Umgebun- gen lernen wir uns gegenseitig kennen und nähern uns von beiden Seiten an. So integrieren die Bibliotheken kleine, sehr spezialisierte Sammlungen in ihren Bestand, um die Beziehungen zwischen den verschiedenen Gastländern und der iberoamerikanischen Welt aufzuzeigen. Der Begriff „Beziehungen“ ist dabei in einem sehr weiten Sinne zu verstehen, denn er beinhaltet auch Dokumente zu den unterschiedlichsten Themenkomplexen. Und hier ein kleiner Auszug aus dem Bestand der Berliner Bibliothek: • Cha-cha-chá und die Preußen: Kubanische Musik und die DDR. Guido Bimberg (2004) • Mi intento de convertirme en espa?ol: un alemán entre fútbol, ruido y reglas nuevas. Peter Burghardt (2006) • Las Islas Canarias en viajeras de lengua alemana. Elia Hernández Socas (2010) • Moderne in den Metropolen: Roberto Arlt und Alfred Döblin : internationales Symposium Buenos Aires – Berlin (2004). Über die spanisch-deutschen Beziehungen hinaus hat jeder interessierte Nutzer unserer Bibliothek per Fernleihe Zugang zu Publikationen, die die Beziehungen des spanischsprachigen Raums mit den verschiedensten Ländern dokumentie- ren, sei es mit den Philippinen, China oder der arabischen Welt.
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