Path:
Volume Heft 3/4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 46.2012 (Rights reserved)

Beruf Themen Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 3/4 179 Auf eine offizielle Stellungnahme ist nicht zu verzichten! In Verbindung mit den fol- genden Vorschlägen, die auf Teilnahme einzelner Mitglieder/-innen der Informa- tion Community basieren, muss die Community als Ganzes eine offizielle Stellung zu den verschiedenen Themen nehmen. Dies kann z.B. durch die AG „Bibliothek und Ethik“18 erfolgen. Diese Stellungnahme soll auf unseren ethischen Grundsätzen aufgebaut und mit sachlichen und professionellen Argumenten begründet sein. Sie soll den professio- nellen und ethischen Standpunkt von Informationsfachleuten reflektieren und als ein solcher der Öffentlichkeit ankommen. Das wichtigste Kriterium für eine offizielle Stellungnahme ist die schnelle Reaktion und Aktualität. Um an einer öffentlichen Diskussion teilzunehmen und eventuell Einfluss zu haben, muss die Reaktion schnellstmöglich formuliert und veröffent- licht werden. Denn wenn wir z.B. erst eine Woche nach Entlarvung des Bundes- trojaners eine Stellungnahme dazu veröffentlichen, sind wir schon längst von der öffentlichen Diskussion ausgeschlossen. Egal wie professionell und augenöffnend diese Stellungnahme auch sein mag. Allerdings kann eine Stellungnahme nicht immer der Meinung aller Bibliothekar/- innen und Informationsfachleuten entsprechen. Aus diesem Grund ist eine Dis- kussionsplattform äußerst wichtig. Über diese Plattform wäre eine Diskussion der Stellungnahme möglich, Minderheitsmeinungen könnten berücksichtigt werden, und Argumente aus den unterschiedlichen Tätigkeiten und Erfahrungen der Teil- nehmer/-innen eingebracht werden. Präsenz in sozialen Medien. Offizielle Facebook-Seite, Twitter und ein Blog sind das absolute Minimum. Dadurch können offizielle Stellungnahmen und deren Dis- kussion mehr Transparenz gewinnen sowie ein breiteres Publikum (außerhalb der professionellen Community) erreichen. Weiterhin sollte die Initiative mit anderen Initiativen in dem Bereich vernetzt werden. FAIFE, ALA Office for Intellectual Freedom, IndexOnCensorship und OpenNet-Initiative sind nur einige Beispiele für Organisationen, mit denen unsere Initiative sich vernetzen und zusammenarbeiten sollte. Alle nehmen teil. Wir sind alle bei Facebook, Twitter, LinkedIn, StumbleUpon oder Digg. Viele von uns führen Blogs und Mailinglisten. Die Teilnahme an der Initiative muss nicht nur für die reserviert sein, die Zeit, Ressourcen, Motivation und Lust haben. Vielmehr ist ein Erfolg unseres gesellschaftlichen Engagements davon ab- hängig, wie viele Leute es vorantreiben würden. 18 BID, Arbeitsgruppe ‚Bibliothek und Ethik‘, 29. März 2010, http://www.bideutschland.de /deutsch/organisation/arbeitsgruppen/bibliothek_und_ethik/ (Zugriff am 15. Januar 2012).
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.