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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 46.2012 (Rights reserved)

Themen Recht 108 Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 2 auch eine Folge des Umfelds: die nordischen Länder ha ben allgemein sehr schnell Strategien für die Informations- und Wissen schaftsgesellschaft implementiert (vgl. Thorhauge 2007a, S. 198). Mit der Berücksichtigung des Ansatzes der „hybriden Bibliothek” ist das dänische Bibliothekswesen für die mittelfristige Zukunft gut aufge stellt, die öffentlichen Bibliotheken haben eine Reihe von auf Internet-Technologien basierten Dienst- leistungen eingeführt (vgl. ebd.). Dieser neue Schwerpunkt auf elektronische Medien hat aber auch zu Befürch- tungen über einen Abbau des Buchbestandes geführt, daher be richtete Klauser (2008, S. 579) von einer Aufklärungskampagne der Na tionalen Bibliotheksagen- tur, die verdeutlichen soll, dass „die ,neue’ Öff entliche Bibliothek nicht bücherlos sein wird und dass auch andere Me dien die Lesefähigkeit und die Benutzung von Büchern fördern”. Seit 2010 gibt es mit dem „TING.concept” bereits wieder eine neue Zukunftsstrate- gie, getragen von den öffentlichen Bibliotheken in Kopenhagen und Ahaus. Hapel (2010, S. 40) beschreibt die Ziele dieser Initiative: • Bereitstellung von Daten und Informationen • Zugang zu Benutzerwissen • Herstellung von Datenverbindungen • Platzierung von Informationen für die Nutzer in einem sinnvollem Umfeld. Inwieweit diese Entwicklungen dann auch Auswirkungen auf die Bibliotheks- gesetzgebung haben, bleibt noch abzuwarten. Ein negativer Ein?ussfaktor auf die Bibliotheken ist die wirtschaftliche Rezes- sion und die damit verbundenen Sparmaßnahmen der Kommunen (Larsen 2010, S. 5). Hier gilt es durch starkes Auftreten der Bibliotheken zu vermeiden, dass die bisherige Entwicklung gebremst wird oder sogar bereits Erreichtes wieder ver- loren geht. 2.3 Fazit Bibliotheksgesetze sind nur ein kleiner, aber wesentlicher Teil des Bibliotheks- rechts. Bibliothekarische Verbände äußerten schon früh den Wunsch nach ent- sprechenden Gesetzen, waren damit aber nur sehr be grenzt erfolgreich. Im Gegensatz zu Deutschland kann Dänemark auf eine lange Tradition von Biblio- theksgesetzen zurückblicken. In über 90 Jahren hat sich das dortige Bibliotheks- wesen eine starke Position aufbauen können und ist integraler Bestandteil nationaler Informationskonzepte. Aber auch in Dänemark war diese Entwicklung ein mühevol- ler Weg, bis zur Festschrei bung der kommunalen P?ichtaufgabe „Öffentliche Biblio- thek” vergingen immerhin 44 Jahre.
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