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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Benutzung Themen Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 11 975 Hinweis auf ein Marketingproblem wissenschaftlicher Bibliotheken interpretiert, denen es nicht gelinge, die Vorzüge der Nutzung elektronischer Medien wirksam zu promoten. Alternativ sucht man die Schuld bei den Nutzern, deren fehlen- de oder unzureichende Informationskompetenz den Zugang zu elektronischer Fachinformation erschwere.“ Dann folgt aber der Hinweis, dass „man jedoch die Nutzung elektronischer Medien differenziert nach Nutzergruppen“ betrachten müsse und akzeptieren solle, „dass der Zugriff auf campusweit verfügbare, oft hochspezialisierte elektronische Fachinformation eine Nutzungsform darstellt, die primär für den forschenden und lehrenden Wissenschaftler relevant ist“ und es sich dabei um „zwar einen graduellen Optimierungsbedarf … aber keineswegs ein grundsätzliches Vermittlungs- oder Marketingproblem der Bibliothek“ handle. Genau dieser Zielgruppe – Professoren und wissenschaftlich Beschäftigte – gilt eine spätere Untersuchung, 6 Jahre nach der teuren Hardware-Ausstattungsak- tion und zahlenmäßig genau auf halber Strecke des weiterhin erfolgten E-Journal- Ausbaus: WS 2004/2005 Online-Umfrage der Universitätsbibliothek Dortmund8: „Die Aus- sagen spiegeln das Bild einer „klassischen Bibliothek“ wider und untermauern die Hypothese, dass die Professorinnen und Professoren und die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein eher klassisch-konservatives Bild von der Bi- bliothek haben.“ WS 2010 Online-Benutzerumfrage der FH Köln an der Universitätsbibliothek Bo- chum9: „In der Befragung ist erkennbar, dass die Literaturnutzung sich derzeit noch stark über gedruckte Medien vollzieht, insbesondere bei Lehr- und Fach- büchern. Für die Zukunft ist allerdings davon auszugehen, dass sich die Relevanz gedruckter Literatur in dem Maß abschwächen wird, wie die elektronische Form an Relevanz gewinnt.“ Im Dortmunder Bericht findet sich unter „Zusammenfassung der Ergebnisse“ auch folgender Satz: „Dem steht das gewünschte Soll- bzw. Wunschimage der Biblio- thek gegenüber, in dem sie sich als kompetente Partnerin bei der Informations- versorgung mit allen Arten von Information (nicht nur Printmedien) versteht.“ Bezeichnenderweise ist dies als einzige Aussage gar kein Ergebnis, sondern das unverbindlich hingestellte Selbstbild einer Bibliothek, dem die konkreten Wün- sche ihrer ureigenen Universitätsbibliotheksbenutzer – immer noch ! – „gegen- 8 Ergebnisse der Benutzerumfrage unter den Professorinnen und Professoren und den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität Dortmund im Wintersemester 2004/2005. Dortmund, Juli 2005. , dort Link zur pdf-Datei [Zugriff am 19.04.2007] 9 Online-Kundenbefragung der Universitätsbibliothek Bochum (20.1.–11.3.2011) [Zugriff am 22.8.2011]
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