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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue45.2011 (Rights reserved)

Benutzung Themen Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 11 967 Berücksichtigt man hier bereits die Erkenntnis aus den folgenden Abschnitten, dass nämlich an 2-Schicht-Systemen der Universitätsbibliotheksanteil an den UNI- Gesamtausgaben seit dem E-Journal-Ausbau klammheimlich angestiegen ist, und zwar durch Umwidmung teurer E-Journal-Abonnements aus dem dezentralen Be- reich zur Universitätsbibliothek, so ist es nur natürlich, dass hier die Asymmetrie in Richtung ZSS-Ausgaben besonders stark ausfällt. Rechnet man diese Zusatz- belastung anhand der in Abb. 9 eingezeichneten Universitätsbibliotheks-Anteils- verschiebung wieder heraus, so ergibt sich der hier ebenfalls als graue Doppel- linie eingezeichnete Kurvenverlauf. Dieses für die eigenen, nicht aufgedrängten Zeitschriftenkosten geltende Ausgabenverhältnis hat erstaunlich schnell auf und sogar unter das Niveau der 1-Schicht-Systeme geführt. Die 2-Schicht-Universitäts- bibliotheken haben die Ausgaben-Asymmetrie für diese in ihrer eigenen Verant- wortung stehenden Beschaffungen ziemlich schnell zu regulieren begonnen und liegen damit jetzt ziemlich gleichauf mit den alten 1-Schicht-Universitätsbiblio- theken. 9. Erwerbungsausgaben (UNI insgesamt) Dass an den Universitätsbibliotheken das Verhältnis von ZSS- zu MONO-Ausga- ben (Abb. 8) inzwischen zum Teil auf das Doppelte von 1990 gestiegen ist, ist allein noch kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil: bei gleichzeitig 4- bis 6-mal mehr Zeit- schriftenabonnements als ehedem sähe das sogar nach effizienter Haushaltsfüh- rung aus – wenn wir nicht oben (Abb. 7) hätten feststellen müssen, dass zeitgleich die Monografien-Versorgung gedrosselt wurde. Wie war die Entwicklung der Gesamt-Erwerbungsausgaben in diesem Zeitraum? Bis auf wenige Universitäten lassen sich auch für 2-schichtige Bibliothekssysteme aus der DBS die universitären GESAMT-Erwerbungsmittel entnehmen, so dass diesmal die Unterscheidung nach Universitätsbibliothekstypen nicht mehr sys- temnotwendig ist, sondern nur noch rein informationshalber erfolgt. In zehn DBS-Fragebogen-Nummern zum UNI-Gesamtsystem wurde früher immer die Summe aller Bibliotheken inklusive der bereits ausführlich erfassten zentralen Universitätsbibliothek erhoben. Mit der DBS-Umstellung ab 2007 sind aber die- selben Fragen ohne diese Universitätsbibliothekswerte zu beantworten. Der UNI- Gesamtwert ergibt sich neu durch Addition der beiden Teilwerte. Leider haben nicht alle Bibliotheken die Umstellung in der DBS-Abfrage mitbekommen. Einige haben ihre Meldungen erst ein Jahr später umgestellt, viele bisher noch gar nicht (hier vor allem 1-Schicht-Systeme, bei denen Universitätsbibliothekswert und In- klusivwert zuvor identisch waren und bei denen jetzt die Addition per Programm den doppelten Wert liefert). Die jetzt durch Addition entstehenden UNI-Gesamt- werte sind daher durch grobe Falschwerte bei immerhin 20(!) von 72 Bibliotheken
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